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Historisches Fürther Straßenlexikon

Gartenstraße

Warum heißt die Straße so?

Der rekonstruierte Stadtplan von 1819 stellt „Hintere Wassergasse“ der späteren Bezeichnung „Gartenstraße“ gegenüber. Der Namenswechsel ist damit kartografisch dokumentiert; Grund und Datum eines amtlichen Beschlusses sind dadurch noch nicht belegt.

Datierung nach Quelle: Stadtplan 1819 / Rekonstruktion 2006

Nachweisstufe: Kartografische Namensentsprechung (sekundär, nicht amtlicher Beschluss)

Quelle zur Namenserklärung

Ausführliche Straßenbiografie

Von der Hinteren Wassergasse zum Gewerbeleben

Die Rekonstruktion des Fürther Stadtplans von 1819 zeigt die Hintere Wassergasse als historische Entsprechung der späteren Gartenstraße. Der Übergang von einer topografischen Gassenbezeichnung zum heutigen Straßennamen belegt die Entwicklung des alten Straßennetzes, nicht schon den förmlichen Benennungstag.

Adressbücher lassen die Gewerbewelt in dieser Straße lebendig werden. 1886 erscheinen Gastwirt Georg Rockstroh unter einer damaligen Nummer 18, Kaufmann Konrad Hirt unter 22 und Gastwirt Georg Berger unter 24. Das Nebeneinander von Handel und Gastgewerbe ist ein Ansatz für die Rekonstruktion des alltäglichen Straßenlebens.

Die konkreten Hausidentitäten bleiben offen: Für einen Umzug von Hinterer Wassergasse zur Gartenstraße ist die zeitliche und räumliche Zuordnung ebenso wichtig wie die Reform der Hausnummern 1890. Die Straßenbiografie soll künftig Bauakten und zeitgenössische Karten mit den Personenbelegen zusammenführen.

Quellenkritischer Hinweis: Frühere und spätere Namensform nur auf Straßenebene verknüpft, nicht automatisch auf Hausnummernebene.

Die Biografie dieser Straße

Quellenprofil mit Adressgeschichte

Der rekonstruierte Stadtplan von 1819 stellt „Hintere Wassergasse“ der späteren Bezeichnung „Gartenstraße“ gegenüber. Der Namenswechsel ist damit kartografisch dokumentiert; Grund und Datum eines amtlichen Beschlusses sind dadurch noch nicht belegt.

Zur Adressgeschichte liegen 44 Quellenbeobachtungen im Forschungsbestand vor; 12 ausgewählte Belege sind in diesem Straßenprofil erschlossen, darunter Nennungen aus 1859 bis 1899. Die Nennungen dokumentieren historische Adressen und Nutzungen, nicht automatisch den Fortbestand desselben Gebäudes.

Namentlich erschlossen sind unter anderem Rockstroh, Gg. (1886, Hausnummer 18, Gastwirt.); Hirt, Konrad (1886, Hausnummer 22, Kaufmann.); Berger, Gg. (1886, Hausnummer 24, Gastwirt.); Eikenbeiß, Wilhelm Julius (1886, Hausnummer 7, Kaufmann). Die jeweilige Rolle als Bewohner, Gewerbetreibender oder Eigentümer muss anhand der einzelnen Quelle unterschieden werden.

Menschen aus den historischen Quellen

  • 1886: Rockstroh, Gg., Gartenstraße 18 – Gastwirt.Beleg
  • 1886: Hirt, Konrad, Gartenstraße 22 – Kaufmann.Beleg
  • 1886: Berger, Gg., Gartenstraße 24 – Gastwirt.Beleg
  • 1886: Eikenbeiß, Wilhelm Julius, Gartenstraße 7 – KaufmannBeleg
  • 1886: Zähter, Joh. Leonh., Gartenstraße 9 – Wirt.Beleg
  • 1891: A. Weber, Gartenstraße 13 – Verlag und RedaktionBeleg

Historische Adressnennung ist kein automatischer Nachweis für Eigentum, Wohnsitz oder ein heute erhaltenes Gebäude.

Nachgewiesen im städtischen Großdruck-Stadtplan 2019 · PDF-Seite 4. Ein Nachweis von 2019 ist kein amtlicher Erstbenennungsbeschluss und kein bestätigter aktueller 2026er Straßenstatus. Zur Gesamtliste von 2019 →

Auf dem Stadtplan von 1819

Die Rekonstruktion des Stadtplans von 1819 ordnet dieser Bezeichnung folgende historische Namen und Lageangaben zu: Hintere Wassergasse. Das ist eine kartografische Entsprechung, kein Nachweis des exakten Umbenennungsdatums oder eines unveränderten Straßenverlaufs.

Alle 27 Kartenbezeichnungen von 1819 →

Alt-/Neu-Adressen nach Krause (1994)

Die folgenden Paare stammen aus einer nach Archivquellen zusammengestellten Tabelle. Sie sind sekundär dokumentiert; die vollständige originale Nummerierungsübersicht von 1889 wurde noch nicht gegengeprüft. Bei Straßenwechseln kann der spätere Name erst Jahrzehnte nach 1890 entstanden sein.

Alle 99 Forschungs-Konkordanzen ansehen →

Historisch belegte Hausadressen

Archivische Hausbelege sind datierte Quellen-Nennungen. Eine heutige Identität, Eigentümerschaft oder durchgehende Bewohnung ist daraus nicht automatisch ableitbar.

Warum die Quellenphasen wichtig sind

Zum 1. Januar 1890 traten in Fürth geänderte Straßennamen und Hausnummern in Kraft. Ältere Nummern dürfen deshalb nicht anhand der Ziffer allein mit neueren verbunden werden. Mehr zur Nummernreform.

Forschungsstand 11. Oktober 2026 · 44 erfasste Quellenbeobachtungen (nicht gleichzusetzen mit einzelnen Gebäuden).