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Historisches Fürther Straßenlexikon

Johannisstraße

Warum heißt die Straße so?

Der Name ist ein Tribut an die Johannis-Freimaurerloge „Zur Wahrheit und Freundschaft“, die 1890/91 ihr Logenhaus mit Front zur Dambacher Straße errichtete. Die Bezeichnung ist kein automatisch nachgewiesener Bezug auf einen Heiligen.

Datierung nach Quelle: um 1890

Nachweisstufe: Peter Frank, Die Straßennamen der Südstadt, S. 231 (PDF-S. 6), Sekundärquelle

Quelle zur Namenserklärung

Ausführliche Straßenbiografie

Eine Fürther Freimaurerloge hinter dem Straßennamen

Der Name Johannisstraße wird leicht mit einem christlichen Heiligen in Verbindung gebracht. Die Stadtheimatpflege führt ihn jedoch auf die Johannis-Freimaurerloge Zur Wahrheit und Freundschaft zurück. Ihr Logenhaus wurde 1890/91 mit einer Front zur Dambacher Straße errichtet.

Der Straßenname verweist auf eine weniger sichtbare Geschichte der Stadt: das Vereins- und Gesellschaftsleben des wirtschaftlich aufstrebenden Bürgertums. Um diese Netzwerke genauer zu beschreiben, werden künftig Mitgliederverzeichnisse und biografische Quellen benötigt.

Im Quellenbestand erscheint 1893 an der Adressform Johannisstraße 1 II der Brauereibesitzer Leonhard Geismann. Ein solcher Einzelbeleg erlaubt die gezielte Suche nach Verbindungen zu Firmen- und Familiengeschichten, aber noch keine Aussage über Eigentum oder eine heutige Anschrift Nummer 1.

Quellenkritischer Hinweis: Die historische Nummernform '1 II' ist unverändert zu bewahren und original zu prüfen.

Die Biografie dieser Straße

Quellenprofil mit Adressgeschichte

Der Name ist ein Tribut an die Johannis-Freimaurerloge „Zur Wahrheit und Freundschaft“, die 1890/91 ihr Logenhaus mit Front zur Dambacher Straße errichtete. Die Bezeichnung ist kein automatisch nachgewiesener Bezug auf einen Heiligen.

Zur Adressgeschichte liegen 11 Quellenbeobachtungen im Forschungsbestand vor; 11 ausgewählte Belege sind in diesem Straßenprofil erschlossen, darunter Nennungen aus 1891 bis 1901. Die Nennungen dokumentieren historische Adressen und Nutzungen, nicht automatisch den Fortbestand desselben Gebäudes.

Namentlich erschlossen sind unter anderem Leonhard Geismann (1893, Hausnummer II, Brauereibesitzer; Mitinhaber); Israelski, Hugo (1899, Hausnummer 14/I, Arzt); Christian August Habermeier (1901, Hausnummer 18, Steingraveur; Inhaber). Die jeweilige Rolle als Bewohner, Gewerbetreibender oder Eigentümer muss anhand der einzelnen Quelle unterschieden werden.

Menschen aus den historischen Quellen

  • 1893: Leonhard Geismann, Johannisstraße 1 II – Brauereibesitzer; MitinhaberBeleg
  • 1899: Israelski, Hugo, Johannisstraße 14/I – ArztBeleg
  • 1901: Christian August Habermeier, Johannisstraße 18 – Steingraveur; InhaberBeleg

Historische Adressnennung ist kein automatischer Nachweis für Eigentum, Wohnsitz oder ein heute erhaltenes Gebäude.

Nachgewiesen im städtischen Großdruck-Stadtplan 2019 · PDF-Seite 5. Ein Nachweis von 2019 ist kein amtlicher Erstbenennungsbeschluss und kein bestätigter aktueller 2026er Straßenstatus. Zur Gesamtliste von 2019 →

Historisch belegte Hausadressen

Archivische Hausbelege sind datierte Quellen-Nennungen. Eine heutige Identität, Eigentümerschaft oder durchgehende Bewohnung ist daraus nicht automatisch ableitbar.

Hausnummer 18 (1901)

Christian August Habermeier

Steingraveur; Inhaber

Wohn-/Berufsbezug gemischt; Wohnstatus einzeln prüfen

Quellenknoten H-00301

Historischen Quellenverweis ansehen

Warum die Quellenphasen wichtig sind

Zum 1. Januar 1890 traten in Fürth geänderte Straßennamen und Hausnummern in Kraft. Ältere Nummern dürfen deshalb nicht anhand der Ziffer allein mit neueren verbunden werden. Mehr zur Nummernreform.

Forschungsstand 11. Oktober 2026 · 11 erfasste Quellenbeobachtungen (nicht gleichzusetzen mit einzelnen Gebäuden).