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Historisches Fürther Straßenlexikon

Kaiserplatz

Warum heißt die Straße so?

Der Platzname wurde für die Häuser an seiner Südseite 1890 verwendet; 1895 entstand die Grünanlage. Ein einzelner Namensgeber ist nicht nachgewiesen.

Datierung nach Quelle: 1890

Nachweisstufe: Sekundärquelle, teilweise erklärt

Quelle zur Namenserklärung

Ausführliche Straßenbiografie

Die Grünanlage der Südstadt und ihre wechselnden Aufgaben

Der Kaiserplatz gehört zum späten Ausbau der Fürther Südstadt. Die Grünanlage entstand 1895 und entwickelte sich zum Erholungsort in einem dicht bebauten Wohngebiet. Die Stadtgeschichte umfasst nicht nur die Anpflanzung von Bäumen, sondern auch die wechselnden Vorstellungen von städtischem Aufenthalt und Spiel.

Bei einer umfassenden Neugestaltung des rund 2.300 Quadratmeter großen Areals wurden zusätzliche Bäume, Sitzbänke, ein Trinkbrunnen, Spielgeräte und eine öffentliche Toilette geschaffen. Die Stadt berichtete im Januar 2024 über die Sanierung; die WBG Fürth dokumentierte die neue WC-Anlage im Juni 2024. Die moderne Anlage ist damit eine weitere Schicht der Platzbiografie.

Die öffentliche Freifläche ist kein Hausobjekt, und der Name Kaiserplatz beweist noch nicht, welchem konkreten Kaiser die Benennung galt. Die Rekonstruktion früherer Hausnummern an den Rändern des Platzes bleibt deshalb von der Grünanlagengeschichte zu trennen.

Quellenkritischer Hinweis: Kein bestimmter Kaiser als Namensgeber verifiziert. Platzfläche, Randhäuser und öffentliche Baumaßnahmen sind getrennte historische Einheiten.

Weitere Straßen dieser Geschichte

Thematische Verbindungen – keine automatischen Haus- oder Personenidentitäten.

Die Biografie dieser Straße

Quellenprofil mit Adressgeschichte

Der Platzname wurde für die Häuser an seiner Südseite 1890 verwendet; 1895 entstand die Grünanlage. Ein einzelner Namensgeber ist nicht nachgewiesen.

Zur Adressgeschichte liegen 6 Quellenbeobachtungen im Forschungsbestand vor; 6 ausgewählte Belege sind in diesem Straßenprofil erschlossen, darunter Nennungen aus 1891 bis 1899. Die Nennungen dokumentieren historische Adressen und Nutzungen, nicht automatisch den Fortbestand desselben Gebäudes.

Namentlich erschlossen sind unter anderem Ferdinand Karl Wilhelm Friedrich Memmert (1895, Hausnummer 2, Sohlenstepper; Wirt). Die jeweilige Rolle als Bewohner, Gewerbetreibender oder Eigentümer muss anhand der einzelnen Quelle unterschieden werden.

Menschen aus den historischen Quellen

  • 1895: Ferdinand Karl Wilhelm Friedrich Memmert, Kaiserplatz 2 – Sohlenstepper; WirtBeleg

Historische Adressnennung ist kein automatischer Nachweis für Eigentum, Wohnsitz oder ein heute erhaltenes Gebäude.

Nachgewiesen im städtischen Großdruck-Stadtplan 2019 · PDF-Seite 5. Ein Nachweis von 2019 ist kein amtlicher Erstbenennungsbeschluss und kein bestätigter aktueller 2026er Straßenstatus. Zur Gesamtliste von 2019 →

Historisch belegte Hausadressen

Archivische Hausbelege sind datierte Quellen-Nennungen. Eine heutige Identität, Eigentümerschaft oder durchgehende Bewohnung ist daraus nicht automatisch ableitbar.

Warum die Quellenphasen wichtig sind

Zum 1. Januar 1890 traten in Fürth geänderte Straßennamen und Hausnummern in Kraft. Ältere Nummern dürfen deshalb nicht anhand der Ziffer allein mit neueren verbunden werden. Mehr zur Nummernreform.

Forschungsstand 11. Oktober 2026 · 6 erfasste Quellenbeobachtungen (nicht gleichzusetzen mit einzelnen Gebäuden).