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Historisches Fürther Straßenlexikon

Kohlenmarkt

Warum heißt die Straße so?

Die Bezeichnung ist überliefert; wer oder was der Namensgeber war, ist noch nicht ausreichend nachgewiesen.

Ausführliche Straßenbiografie

Der kleine Handelsplatz zwischen Textilien und Sandstein

Der Kohlenmarkt führt mitten in ein historisches Quartier, in dem Handel, Wohnnutzung und öffentliche Einrichtungen auf engem Raum zusammentrafen. Der Name lässt an einen früheren Kohlenhandel denken, doch seine konkrete amtliche Herleitung ist im bisherigen Material noch nicht eindeutig belegt.

Ein datierter Gewerbehinweis von 1873 nennt Bernhard Benedikt mit Hemdenfertigung beziehungsweise Textilhandel an einer damaligen Kohlenmarktadresse. 1880 erscheint Albert Berneis im Zusammenhang mit Kurzwaren und Filzschuhfertigung. Auch Wirte und weitere Kaufleute sind in den Quellen des späten 19. Jahrhunderts vertreten. Jede Angabe ist eine einzelne Quelle, keine lückenlose Geschäfts- oder Besitzerfolge.

Die Lage nahe der Hirschenstraße macht einen übergreifenden Blick auf repräsentative Geschäftsbauten und ältere Hofstrukturen sinnvoll. Eine genaue Gebäudechronologie muss noch durch Denkmallisten, Bauakten und historische Nummernkonkordanzen abgestützt werden.

Quellenkritischer Hinweis: Für den Straßennamen und die Baugeschichte einzelner Marktgebäude werden noch Originalakten benötigt.

Weitere Straßen dieser Geschichte

Thematische Verbindungen – keine automatischen Haus- oder Personenidentitäten.

Die Biografie dieser Straße

Adressbelege vorhanden – Namensgeschichte offen

Kohlenmarkt ist im Fürther Straßenbestand nachgewiesen. Wann und mit welchem Beschluss die Benennung erfolgte, lässt sich aus den derzeit zugeordneten Quellen noch nicht sicher erklären.

Zur Adressgeschichte liegen 16 Quellenbeobachtungen im Forschungsbestand vor; 12 ausgewählte Belege sind in diesem Straßenprofil erschlossen, darunter Nennungen aus 1873 bis 1899. Die Nennungen dokumentieren historische Adressen und Nutzungen, nicht automatisch den Fortbestand desselben Gebäudes.

Namentlich erschlossen sind unter anderem Bernhard Benedikt (1873, Hausnummer 1, Hemdenfabrikation / Textilhandel); Albert Berneis (1880, Hausnummer 2, Kurzwarenhändler; Filzschuhfabrikant); Bald, Konr. (1886, Hausnummer 10, Gastwirt (Saal.)); Hirschmann, Friedrich (1886, Hausnummer 13, Kaufmann.). Die jeweilige Rolle als Bewohner, Gewerbetreibender oder Eigentümer muss anhand der einzelnen Quelle unterschieden werden.

Menschen aus den historischen Quellen

  • 1873: Bernhard Benedikt, Kohlenmarkt 1 – Hemdenfabrikation / TextilhandelBeleg
  • 1880: Albert Berneis, Kohlenmarkt 2 – Kurzwarenhändler; FilzschuhfabrikantBeleg
  • 1886: Bald, Konr., Kohlenmarkt 10 – Gastwirt (Saal.)Beleg
  • 1886: Hirschmann, Friedrich, Kohlenmarkt 13 – Kaufmann.Beleg
  • 1886: Friedmann, Manuel, Kohlenmarkt 14 – Kaufmann.Beleg
  • 1886: Bärmann, Hirsch, Kohlenmarkt 2 – Kaufmann. Helbing & Ritter, Weißmarengeschäft.Beleg
  • 1886: Steinbauer, Joh. Gottlieb, Kohlenmarkt 3 – Wirt.Beleg

Historische Adressnennung ist kein automatischer Nachweis für Eigentum, Wohnsitz oder ein heute erhaltenes Gebäude.

Nachgewiesen im städtischen Großdruck-Stadtplan 2019 · PDF-Seite 5. Ein Nachweis von 2019 ist kein amtlicher Erstbenennungsbeschluss und kein bestätigter aktueller 2026er Straßenstatus. Zur Gesamtliste von 2019 →

Historisch belegte Hausadressen

Archivische Hausbelege sind datierte Quellen-Nennungen. Eine heutige Identität, Eigentümerschaft oder durchgehende Bewohnung ist daraus nicht automatisch ableitbar.

Warum die Quellenphasen wichtig sind

Zum 1. Januar 1890 traten in Fürth geänderte Straßennamen und Hausnummern in Kraft. Ältere Nummern dürfen deshalb nicht anhand der Ziffer allein mit neueren verbunden werden. Mehr zur Nummernreform.

Forschungsstand 11. Oktober 2026 · 16 erfasste Quellenbeobachtungen (nicht gleichzusetzen mit einzelnen Gebäuden).