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Fürther Firmengeschichte bis 1945
L. Kleefeld & Co. – Nürnberger Spielefabrik in Fürth
Gesellschafts-, Karten-, Brett- und Beschäftigungsspiele
Zeitlicher Ausgangspunkt: spätestens 1891
Unternehmensgeschichte
Die Nürnberger Spielefabrik L. Kleefeld & Co. wurde 1884 durch den Fürther Kaufmann Ludwig Kleefeld (1857–1908) mit Unterstützung aus der Familie Löwensohn aufgebaut. Der Begriff Nürnberger im Firmennamen bezeichnet nicht den ausschließlichen Fabrikort. Die Spielefabrik nutzte in ihrer Frühzeit auch Produktionsräume der Fürther Bilderbücherfabrik G. Löwensohn.
Die Betriebe ergänzten sich: Löwensohn fertigte Druck- und Spielmaterialien für Kleefeld, darunter Aufdrucke für Brett-, Karten-, Beschäftigungs- und Kubusspiele. Albert Rosenfelder war ab 1888 als Prokurist der Spielefabrik tätig. Sein Wechsel 1890 in die Bilderbücherfabrik gehört zur Geschichte zweier getrennter Unternehmen.
FIORDA berichtet von einem Umzug der Spielefabrik 1927 in das frühere Kaufhaus Berlin, Nürnberger Straße 129 / Kurgartenstraße, in Fürth. Eine andere Museumsüberlieferung nennt 1926 und beschreibt einen Wechsel nach Nürnberg. Diese abweichenden Datierungen und Ortsangaben bleiben zu prüfen.
Für 1939 berichtet die Museumsstiftung Post und Telekommunikation von der nationalsozialistisch erzwungenen Übernahme durch Max Herbart. Der langjährige Unternehmer Leopold Bromeisl wurde später im Vernichtungslager Sobibor ermordet; Moritz Bromeisl überlebte. Die Handelsregister-, Vermögens- und Restitutionsakten sind für eine vollständige rechtliche Darstellung noch zu erschließen.
Personen und ihre Rollen
Ludwig Kleefeld als Gründer, Albert Rosenfelder als Prokurist ab 1888; Verbindungen zu Bernhard und Theodor Löwensohn. Hugo Ludwig Kleefeld im Adressbuch und Ludwig Kleefeld in Sekundärquellen vor Personenidentifizierung separat prüfen.
- Hugo Ludwig Kleefeld – MitinhaberDie veröffentlichte Firmenüberlieferung nennt Hugo Ludwig Kleefeld in der Rolle „Mitinhaber“. Die Quelle belegt diese Nennung, nicht automatisch weitere Amtsjahre, Familienbeziehungen oder Rechtsträgerkontinuität.
Adressen und Betriebsstätten
Sommerstraße 16/18, zeitweise Birkenstraße 12; später Nürnberger Straße 129 nach FIORDA 1927. Standort-/Jahreskonflikt gegen Museumsüberlieferung prüfen.
Verwandte Firmen und Gebäude
Historische Quellenfälle im Forschungsregister: L. Kleefeld & Cie. – Nürnberger Spielefabrik
- G. Löwensohn – Drucke für KleefeldDie beiden Unternehmen nutzten Räume gemeinsam und produzierten komplementär. Keine einheitliche Gesellschaft.
Quellenstand und offene Verbindungen
Die Bilddruckfirma Löwensohn, die Spielefabrik Kleefeld und das frühere Kaufhaus Berlin sind drei getrennte Firmengeschichten. Personenform Bomeisl/Bromeisl in Quellen abgleichen.
Quellen: Fürther Adressbücher und Firmenbelege aus dem Fachmaster; zusätzliche Forschung wird getrennt angegeben. Die genaue Rechtsform und Identität sind anhand der Originalakten zu prüfen.
- https://api.digitale-sammlungen.de/ocr/bsb11559292/439
- https://theyweresoldiers.com/wp-content/uploads/2017/09/Der-Schild-1936-14-Pesach-vor-Verdun.pdf
- https://fiorda1418.wordpress.com/bilderbuecherfabrik-loewensohn/
- https://onlinesammlung.museumsstiftung.de/detail/collection/eeb9b7cd-ad7e-4fca-8a02-18151ebd327c
- https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11559292?page=439