Historisches Forschungsregister · nur Staging
V263_TEITZ: David Teitz: Ein später Weg in die Medizin
13 Forschungs-, Quellen-, Artikel- oder Prüfzeilen aus dem originalen Tabellenblatt des Medizin-Gesamtmasters v270.
Die folgende Wiedergabe erhält die ursprüngliche Kennung und Excel-Zeilennummer. Historische Aussagen sind nach den im Master notierten Quellengrenzen zu beurteilen. Kein Eintrag ist allein durch diesen Import zur Produktionsveröffentlichung freigegeben. Es wurden keine Bilder übernommen und keine Personenidentitäten vereinheitlicht.
Quellen- und Prüfpositionen
Ein Lebenslauf hinter dem TitelTEITZ-01 · Originalblatt V263_TEITZ, Excel-Zeile 5
Absatz-ID: TEITZ-01
Kapitel: Ein Lebenslauf hinter dem Titel
Artikeltext: Der Weg zum Arzt begann für David Teitz nicht mit einem geradlinigen Schul- und Universitätsbesuch. Seine Dissertation von 1884 enthält einen Lebenslauf, der eine kaufmännische Frühphase, die Beschäftigung mit Orientalia und erst danach den Entschluss zum Medizinstudium beschreibt. Gerade diese kleine autobiografische Quelle erschließt einen Menschen, der im Fürther Gedächtnis vor allem als Hospitalarzt erscheint. Sie ist seine eigene Darstellung des Weges zum Abschluss und muss als solche gelesen werden.
Belege und Masteranschluss: M262-010–019; S262-07; Q263-06
Einordnung: Selbstauskunft als Leitquelle
Übernahmeart: quellengetreue Forschungsposition · keine automatische Sach-, Personen-, Bildrechts- oder Publikationsfreigabe.
HerkunftTEITZ-02 · Originalblatt V263_TEITZ, Excel-Zeile 6
Absatz-ID: TEITZ-02
Kapitel: Herkunft
Artikeltext: Teitz nennt den 10. Februar 1857 als Geburtstag und Kros in Russland als Geburtsort. Der heutige Normdatensatz führt dieselbe Angabe. Ein unabhängiger Geburtsregisterbeleg liegt noch nicht vor. Auch die genaue Zuordnung des Ortes muss gesichert werden. Die spätere Beschreibung seiner Herkunft als litauisch ist nicht schon deshalb ein Widerspruch: Region und damalige Staatszugehörigkeit können Verschiedenes bezeichnen. Eine heutige Ortskennung sollte erst nach Prüfung der historischen Ortsbrücke vergeben werden.
Belege und Masteranschluss: M262-011–012; M262-033; S262-07; S262-09
Einordnung: Geburtsregister und Orts-ID offen
Übernahmeart: quellengetreue Forschungsposition · keine automatische Sach-, Personen-, Bildrechts- oder Publikationsfreigabe.
Kaufmann und SelbststudiumTEITZ-03 · Originalblatt V263_TEITZ, Excel-Zeile 7
Absatz-ID: TEITZ-03
Kapitel: Kaufmann und Selbststudium
Artikeltext: Nach erster Schulbildung am Herkunftsort trat Teitz nach eigener Aussage im fünfzehnten Lebensjahr in ein Geschäft ein. In freien Stunden setzte er seine Bildung fort. 1876 zog er nach Posen. Seine spätere Vita beschreibt die geschäftliche Arbeit als unbefriedigend und verbindet den nächsten Schritt mit seinem Interesse an Orientalia. Den Namen eines Arbeitgebers, ein Einkommen oder eine familiäre Entscheidung nennt sie nicht. Diese Lücken verbieten eine ausgeschmückte Geschichte über eine angeblich erzwungene Berufswahl.
Belege und Masteranschluss: M262-013–015; S262-07; Q263-06
Einordnung: Motiv nur nach eigener Aussage
Übernahmeart: quellengetreue Forschungsposition · keine automatische Sach-, Personen-, Bildrechts- oder Publikationsfreigabe.
Berlin vor der MedizinTEITZ-04 · Originalblatt V263_TEITZ, Excel-Zeile 8
Absatz-ID: TEITZ-04
Kapitel: Berlin vor der Medizin
Artikeltext: Im Frühjahr 1878 ging Teitz nach Berlin, zunächst für Orientalia und zur Vertiefung der klassischen Sprachen. Erst für den Sommer 1879 berichtet er die Einschreibung in die medizinische Fakultät. Das häufig naheliegende Jahr 1878 bezeichnet damit nach der Vita noch nicht den Beginn seines Medizinstudiums. Welche einzelnen Umstände sein medizinisches Interesse weckten, bleibt ungenannt. Die Quelle beschreibt einen Richtungswechsel, ohne ihn zu einer dramatischen Bekehrungsszene auszubauen.
Belege und Masteranschluss: M262-016–017; S262-07; Q263-06
Einordnung: Studienphasen getrennt
Übernahmeart: quellengetreue Forschungsposition · keine automatische Sach-, Personen-, Bildrechts- oder Publikationsfreigabe.
Hauslehrer in MarburgTEITZ-05 · Originalblatt V263_TEITZ, Excel-Zeile 9
Absatz-ID: TEITZ-05
Kapitel: Hauslehrer in Marburg
Artikeltext: Seit Herbst 1879 besuchte Teitz die Universität Marburg und arbeitete gleichzeitig als Hauslehrer. Damit ist eine konkrete berufliche Tätigkeit neben dem Studium benannt. Ob sie sämtliche Lebenshaltungskosten deckte und in welchem Haushalt er unterrichtete, ist unbekannt. Für einen biografischen Ausbau sind hier Meldeunterlagen, Universitätsakten und mögliche Korrespondenzen wichtiger als die bloße Ergänzung weiterer Professorennamen. Sie könnten zeigen, wie Studium und Lebensunterhalt tatsächlich miteinander vereinbart wurden.
Belege und Masteranschluss: M262-018; A262-06; S262-07
Einordnung: Arbeit belegt, Finanzierung offen
Übernahmeart: quellengetreue Forschungsposition · keine automatische Sach-, Personen-, Bildrechts- oder Publikationsfreigabe.
Die Reifeprüfung kam späterTEITZ-06 · Originalblatt V263_TEITZ, Excel-Zeile 10
Absatz-ID: TEITZ-06
Kapitel: Die Reifeprüfung kam später
Artikeltext: Den ungewöhnlichsten Schritt hält der Lebenslauf selbst fest: Für die Zulassung zum Physikum musste Teitz eine Maturitätsprüfung nachholen. Am 8. September 1882 bestand er sie als Externer am Marburger Gymnasium, am 23. Dezember folgte das Tentamen physicum. Er hatte also schon Medizin studiert, bevor er diese schulische Voraussetzung erfüllte. Warum und unter welchen rechtlichen Bedingungen die frühe Einschreibung möglich war, lässt sich aus der Vita allein nicht vollständig erklären.
Belege und Masteranschluss: M262-019–020; S262-07; A262-06
Einordnung: Keine mehrjährige Gymnasialzeit behauptet
Übernahmeart: quellengetreue Forschungsposition · keine automatische Sach-, Personen-, Bildrechts- oder Publikationsfreigabe.
Mehrere Abschlüsse im Jahr 1884TEITZ-07 · Originalblatt V263_TEITZ, Excel-Zeile 11
Absatz-ID: TEITZ-07
Kapitel: Mehrere Abschlüsse im Jahr 1884
Artikeltext: Nach seiner Vita wurde Teitz durch ministerielle Verfügung vom 12. April 1884 zur ärztlichen Staatsprüfung zugelassen. Die Prüfung erstreckte sich vom 15. April bis zum 3. Juli. Am 18. August bestand er das Rigorosum. Der Titel seiner im August datierten Dissertation bezeichnet ihn bereits als approbierten Arzt. Ein Jubiläumsbericht von 1934 nennt dagegen den 21. Oktober 1884 als Promotionsdatum. Diese Daten gehören zunächst zu unterschiedlichen überlieferten Verfahrensschritten. Ihre genaue rechtliche Abfolge kann erst die Fakultätsakte klären.
Belege und Masteranschluss: M262-021–025; S262-07; S262-12; A262-05
Einordnung: Keine Gleichsetzung von Prüfung und Urkunde
Übernahmeart: quellengetreue Forschungsposition · keine automatische Sach-, Personen-, Bildrechts- oder Publikationsfreigabe.
Ein Thema aus der GeburtshilfeTEITZ-08 · Originalblatt V263_TEITZ, Excel-Zeile 12
Absatz-ID: TEITZ-08
Kapitel: Ein Thema aus der Geburtshilfe
Artikeltext: Die Arbeit trägt den Titel Ueber das Spätfieber im Wochenbette. Teitz bedankt sich bei Professor Ahlfeld für die Anregung und für Material und Literatur. Das belegt eine konkrete wissenschaftliche Unterstützung. Der förmliche Referentenstatus ist damit noch nicht nachgewiesen. Ebenso wenig macht das Thema den Verfasser zu einem Facharzt nach heutiger Ordnung. Die diskutierten Krankheitsfälle dürfen ohne Herkunftsnachweis nicht als Fürther Patientinnen in die Forschungsdatenbank eingehen.
Belege und Masteranschluss: M262-026–028; M262-032; S262-07
Einordnung: Thema und spätere Praxis getrennt
Übernahmeart: quellengetreue Forschungsposition · keine automatische Sach-, Personen-, Bildrechts- oder Publikationsfreigabe.
Freundschaft und religiöses WissenTEITZ-09 · Originalblatt V263_TEITZ, Excel-Zeile 13
Absatz-ID: TEITZ-09
Kapitel: Freundschaft und religiöses Wissen
Artikeltext: Die Widmung richtet sich an den Provinzialrabbiner Dr. L. Munk in Marburg und bezeichnet ihn als Freund. Amt, Ort und Zeit passen zu Leo Munk. Die volle Namensauflösung und die nähere Beziehung bleiben bis zu einem eindeutigen Anschluss zu prüfen. Die Widmung lässt religiöse und akademische Kontakte nebeneinander sichtbar werden. Eine finanzielle Förderung oder ein konkreter Einfluss auf die Berufswahl folgt aus ihr nicht. Der spätere Nachruf betont Teitz’ talmudisches Wissen, spricht aber aus der Perspektive des ehrenden Rückblicks.
Belege und Masteranschluss: M262-029–030; S262-07; S261-21
Einordnung: Freundeswidmung, keine Fördergeschichte
Übernahmeart: quellengetreue Forschungsposition · keine automatische Sach-, Personen-, Bildrechts- oder Publikationsfreigabe.
Die Brücke nach FürthTEITZ-10 · Originalblatt V263_TEITZ, Excel-Zeile 14
Absatz-ID: TEITZ-10
Kapitel: Die Brücke nach Fürth
Artikeltext: Die Zuordnung des Dissertationsautors zum späteren Fürther Hospitalarzt ist sehr plausibel: Name, Universitätsorte und Abschlussjahr stimmen mit dem Jubiläumsbericht überein. Eine Fürther Personalakte mit vollem Geburtsdatum würde diese Brücke amtlich absichern. Bis dahin soll der Zusammenhang mit offengelegtem Identitätsvorbehalt geführt werden. Insbesondere darf der FürthWiki-Eintrag Albrecht Teitz für 1901 nicht allein wegen des Nachnamens mit David Teitz verschmolzen werden. Der zugrunde liegende Adressbucheintrag ist gesondert zu lesen.
Belege und Masteranschluss: M262-034; A262-04; Q263-01
Einordnung: Mehrmerkmalsbrücke, Restprüfung offen
Übernahmeart: quellengetreue Forschungsposition · keine automatische Sach-, Personen-, Bildrechts- oder Publikationsfreigabe.
Arzt und MittelbeschafferTEITZ-11 · Originalblatt V263_TEITZ, Excel-Zeile 15
Absatz-ID: TEITZ-11
Kapitel: Arzt und Mittelbeschaffer
Artikeltext: Der Bericht zum goldenen Doktorjubiläum nennt den 1. Juli 1900 als Beginn von Teitz’ Tätigkeit als Hospitalarzt. Er würdigt seine ehrenamtliche Lazarettleitung im Ersten Weltkrieg und seine Werbung um Unterstützung in amerikanischen jüdischen Kreisen. Das erweitert das Berufsbild: Zum medizinischen Dienst trat die Beschaffung von Mitteln für die Ausstattung des Hauses. Welche Geldgeber er gewann und welche Geräte damit bezahlt wurden, muss erst mit Spendenlisten und Rechnungen verbunden werden. Das Jubiläum allein liefert keine vollständige Investitionsgeschichte.
Belege und Masteranschluss: S261-20; S262-12; M261-057–060
Einordnung: Ehrender Rückblick, Wirkung noch aufzuschlüsseln
Übernahmeart: quellengetreue Forschungsposition · keine automatische Sach-, Personen-, Bildrechts- oder Publikationsfreigabe.
Aufnahme jenseits der GemeindeTEITZ-12 · Originalblatt V263_TEITZ, Excel-Zeile 16
Absatz-ID: TEITZ-12
Kapitel: Aufnahme jenseits der Gemeinde
Artikeltext: Derselbe Jubiläumsbericht erinnert daran, dass auch christliche Patienten das Hospital besucht hätten. Das ist ein Beleg für eine berichtete spätere Nutzung und keine rückwirkende Aufnahmeordnung seit 1846. Gerade der Vergleich mit dem älteren Stiftungsformular ist aufschlussreich: Dort wird der Kapitalstock als für jüdische Glaubensgenossen bestimmte Stiftung beschrieben. Wie Stiftungsrecht, praktische Aufnahme und Selbstverständnis zusammenpassten, ist eine historische Frage, kein Anlass, die jüdische Trägerschaft aus der Darstellung zu entfernen.
Belege und Masteranschluss: S261-20; M261-031; S261-05; Q263-01
Einordnung: Zeitstufen nicht vereinheitlicht
Übernahmeart: quellengetreue Forschungsposition · keine automatische Sach-, Personen-, Bildrechts- oder Publikationsfreigabe.
Der Abschied 1936TEITZ-13 · Originalblatt V263_TEITZ, Excel-Zeile 17
Absatz-ID: TEITZ-13
Kapitel: Der Abschied 1936
Artikeltext: Der Nachruf vom 2. Juli 1936 nennt den Nachmittag des 18. Siwan als Todeszeit. Im Kalender des Jahres ergibt das den 8. Juni 1936. Es ist eine kenntlich gemachte Ableitung aus einer Personenquelle, noch kein neuer Sterberegisterbeleg. Mit dem in der Vita genannten Geburtstag wäre Teitz 79 Jahre alt geworden. Die Formulierung von acht Jahrzehnten beschreibt das Lebensalter nur ungefähr. Familienverhältnisse, Wohnadressen und Nachlass sind für eine vollständige Fürther Biografie weiterhin auszuwerten.
Belege und Masteranschluss: M261-062; S261-21; S261-23; M262-036
Einordnung: Kalenderableitung und Register getrennt
Übernahmeart: quellengetreue Forschungsposition · keine automatische Sach-, Personen-, Bildrechts- oder Publikationsfreigabe.
Alle 71 Register des v270-Masters ansehen
Quelle: Fuerther_Medizin_GESAMTMASTER_v270_Hospiz_Altersmedizin_20261021.xlsx · SHA-256: c9c89a59b88635c99beb5392bca95e4b629da51d3c325de530bc4c83aece5987