Stadt Fürth

Historische Quellen · Forschungsabgleich 19. Oktober 2026

Forschung und Quellen

Zeitungsberichte, Adressbücher, Verwaltungsakten und biografische Sammlungen liefern unterschiedliche Ausschnitte der Fürther Medizingeschichte. Hier werden wichtige Quellen, Erkenntnisse und offene Fragen eingeordnet.

FürthWiki-Forschungsabgleich v230

18 einzeln dokumentierte Beobachtungen zu Klinikärzten, Krankenhausgebäuden, dem Nathanstift und historischen Adresskonflikten. Die Hinweise sind auch den jeweiligen Medizinorten zugeordnet.

Alle 18 Quellenbeobachtungen lesen →

Wasser, Typhus und Wilhelmsbad 1889

Fünf neue, datierte FürthWiki- und Denkmallistenfunde betreffen die Schließung von 30 Privatbrunnen, die Geschichte des Wilhelmsbads und verschiedene Ärzte namens Fronmüller. Die unterschiedlichen Gebäude, Anschriften und Personen bleiben getrennt.

Fünf neue v231-Quellenbeobachtungen und Konflikte lesen →

Quellenbeobachtungen aus den Forschungsblöcken v232 bis v242

Krankenhäuser, Pflegende, Schulgesundheit, Rettungswesen, soziale Fürsorge und medizinische Berufe und historische Apotheken: 152 einzeln erfasste Forschungsbeobachtungen mit Verknüpfungen zu den 152 historischen Medizinstandort-Dossiers. Identische Personen, Gebäude und Quellenausgaben werden nicht automatisch zusammengeführt.

Die 152 quellengebundenen Forschungsbeobachtungen durchsuchen →

Apotheken und Apotheker: 27 neue FürthWiki-Forschungshinweise

Von den jüdischen Apothekern Löw über die Familien Fleischauer und Hertlein bis zur Stern- und Hirsch-Apotheke: Standortwechsel, Privatbiografien und Quellenkonflikte sind einzeln erfasst. Historische Gebäude bleiben getrennt.

Apothekengeschichte mit 27 Einzelnachweisen entdecken →

Jüdische Apothekengeschichte und der Notdienst von 1931

Ein zusätzlicher FürthWiki-Abgleich dokumentiert frühe Apothekenhäuser an Mohrenstraße und Königstraße, widersprüchliche Erbdaten zu Kayla/Chaja Hirsch und die neue Billing-Apotheke im Notdienst von 1931. Unterschiedliche Eigentümer, Baukörper und Konzessionen bleiben getrennt.

22 neue Quellenbeobachtungen und zehn offene Konflikte →

Drogerie Tischendorf: 1835 bis 1945

Von Heinrich August bis Catharina Tischendorf und der Familie Witzsch: 16 Quellenbeobachtungen aus v246 zu den Menschen, historischen Ladengeschäften, Baugeschichte, Heilkräuterheften und Konsumwerbung.

Zur Geschichte der Drogerie Tischendorf →

Die Fachdrogerien der Stadt im Jahr 1937

Ein weiterer FürthWiki-Abgleich nennt zwölf Fachdrogerien mit den damaligen Anschriften. Sie sind nicht automatisch zwölf bislang unbekannte Unternehmen oder Apotheken. Ein zusätzliches Inserat von 1932 ergänzt das historische Sortiment Tischendorfs.

Die historische Fachdrogerienliste ansehen →

Weitere Quellen zu Schwappach, Scheidig, Fritsch und Augustin

Sieben datierte Beobachtungen und sieben Archiv- oder Bildkandidaten eröffnen neue Verbindungen zu Unternehmern, historischen Häusern und der Fotogeschichte. Adresskonflikte bleiben als Prüfaufträge erhalten.

FürthWiki- und Archivabgleich v248 ansehen →

Quellenabgleich 19. Oktober 2026: Medizin v251 und Fürther Chronik 1937

Neu geprüft wurden 23 dokumentierte Quellenbeobachtungen, 21 biografische Verweise, 12 fachübergreifende Verknüpfungen und 16 Prüfhinweise. Das ist ein wissenschaftlicher Forschungsnachlauf, keine pauschale Freigabe aller Datensätze.

Sechs nachprüfbare Quellenhinweise aus der Zeit bis 1945 eignen sich für eine vorsichtige Darstellung. Aussagen aus bearbeiteten Chroniken sind als Überlieferung gekennzeichnet; Personenzusammenführungen und Bildübernahmen erfolgen nicht.

  • Entdeckung der späteren König-Ludwig-Quelle

    Ein Geschichtsblätter-Beitrag berichtet von der Bohrung bis 356 Metern am 4. Juli 1901 und kohlensäurereichem artesischen Wasser.

    Quellenkritik: Nicht als Standort oder Produkt der privaten Firma Fritz List gleichsetzen.

    Quelle und Beleg ↗ · Kennung V251-008

  • König-Ludwig-Sprudel

    Ein zeitgenössischer Bericht zum 7. März 1902 kündigte die Bezeichnung König-Ludwig-Sprudel an; weitere medizinhistorische Quellen prüfen.

    Quellenkritik: Ein zeitgenössischer Wirksamkeitsanspruch ist kein moderner Therapienachweis.

    Quelle und Beleg ↗ · Kennung V251-009

  • Kindermaskenfeste wegen Scharlachgefahr abgesagt

    Ein Fürther Pressebericht begründet den Verzicht auf Kindermaskenfeste im Jahr 1937 mit Ansteckungsgefahr durch Scharlach. Der Hinweis zeigt eine vorbeugende Beschränkung des öffentlichen Kinderalltags.

    Quellenkritik: Eine begründete Absage ist kein Nachweis einer bestimmten Scharlach-Fallzahl oder eines behördlich dokumentierten Ausbruchsgeschehens. Kindermaskenfest ist nicht automatisch mit dem für 1937 ebenfalls beschriebenen Kindermaskenzug gleichzusetzen.

    Quelle und Beleg ↗ · Kennung FW37H-002

  • Leistungen der Fürther Tuberkulosefürsorgestelle 1936

    Für 1936 meldet die FürthWiki-Pressechronik 2.200 ärztliche Untersuchungen, 2.700 Röntgendurchleuchtungen, 900 als Neuerkrankungen bezeichnete Fälle, die Untersuchung von 830 Kindern sowie 4.400 Hausbesuche.

    Quellenkritik: Unterschiedliche Zähleinheiten. „900 Neuerkrankungen“ ist die Wortwahl der später bearbeiteten Chronik; nicht ungeprüft als 900 gesicherte aktive Erstdiagnosen, 900 Neuaufnahmen oder 900 unterschiedliche Menschen deuten. Keine Summe und keine Übertragung auf alle Einwohner. Die 1936/37 durchgeführten 836 Schuluntersuchungen sind eine andere Kohorte.

    Quelle und Beleg ↗ · Kennung FW37H-003

  • Rund 50 Frauen und Mädchen nach DRK-Kursen eingegliedert

    Für das Fürther Kolonnenhaus an der Nordstraße meldet die Pressechronik die Verpflichtung und Aufnahme von etwa 50 Frauen und Mädchen nach Rotkreuz-Ausbildungskursen. Als zweite Vorsitzende der Ortsgruppe wird Liesl Kießling, in der Chronik als Schwester Gustav Schickedanz’ bezeichnet, genannt.

    Quellenkritik: Die Zahl ist eine Presseangabe, kein namentliches Personalregister. Rotkreuz-Kursabschluss beweist keine spätere Krankenhaustätigkeit. Datum 22. März aus „am Montagabend“ zum Bericht 25.03. erschlossen; genaue Kursorte und Dienstgrade offen. „Schwester“ bei Gustav Schickedanz ist Verwandtschaftsrolle, nicht Pflegeberuf.

    Quelle und Beleg ↗ · Kennung FW37H-005

  • Renovierte Volksspeisungsstätte Schwabacher Straße 96 wieder geöffnet

    Der Bericht vom 8. Oktober 1937 hält fest, dass die renovierte Volksspeisungsstätte Schwabacher Straße 96 seit 4. Oktober wieder in Betrieb war. Gegen Ausweiskarte des Winterhilfswerks wurde, außer sonntags, ein vollständiges Mittagessen für zehn Pfennig angeboten.

    Quellenkritik: Die Leistung war an einen WHW-Ausweis gebunden; keine allgemeine Anspruchsberechtigung daraus folgern. Die Anschrift bezeichnet die Speisungsstätte 1937, nicht ohne Katasterabgleich den Eigentümer/Baukörper oder das frühere Krankenhaus Schwabacher Straße 51.

    Quelle und Beleg ↗ · Kennung FW37H-007

Hinweise zu den Fällen Fritz List/Gutmann, historischen Hofrechten, abweichenden Hausnummern und Drogeriennennungen von 1970 verbleiben bis zur Originalquellenprüfung im Forschungsregister.

Neuer Forschungsabgleich B22 – Klinikgeschichte, Hospiz und Archivquellen

Aus den ergänzenden Blöcken B20 und zwei zusammengeführten B21-Forschungszweigen liegen 143 neue quellenkritische Forschungspositionen vor. 785 Roh- und Prüfzeilen sind im Neon-Forschungs-Staging erfasst. 18 Konflikt- und Sicherungsfälle sowie 69 Quellenpositionen bleiben separat nachvollziehbar. Das ist keine automatische Freigabe neuer Personen- oder Gebäudeseiten.

Die 143 neuen B22-Forschungsbefunde mit Quellen prüfen →

Gesamtmaster v270: 71 Forschungsregister für Fürth

Vom aktuellen Medizin-Gesamtmaster wurden die 71 Zusatzblätter v263 bis v270 vollständig in das Neon-Forschungs-Staging übernommen: 1.040 inhaltliche Einträge sowie 142 separate Titel- und Spaltenüberschriften. Von 100 unterschiedlichen Quellenadressen waren zehn bereits vorhanden; 90 neue Quellenverweise sind ergänzt. Der Forschungsbestand bleibt ausdrücklich ohne automatische Freigabe von Personenidentitäten oder Bildern.

Die 71 Register und 1.040 Forschungseinträge des Gesamtmasters v270 öffnen →

Medizin-Master B23: 18 Konfliktfälle einzeln nachgeprüft

Der Quellenabgleich B23 wertet 18 bereits bekannte Konflikte neu aus, ergänzt 16 quellenkritische Forschungsbeobachtungen und präzisiert 15 noch ausstehende Originalquellenprüfungen. Hildburg/Hildegard Goeke, Gesellschaftsvertrag und Registereintrag des Palliativ-Care-Teams, historische Klinikstatistiken, die Kinderklinik 1969, das Nathanstift und jüdische Hospitalakten bleiben mit ihren jeweiligen Beleggrenzen kenntlich. Keine automatische Personenfusion und keine Produktionsfreigabe.

Die nachgeprüften Konflikte und Quellen des Medizin-Masters B23 öffnen →

Medizin-Master B24: neue Quellenprüfungen, Klinikgeschichte und Originalakten-Aufträge

Die Fortsetzung B24 ergänzt 20 quellenkritische Forschungspositionen und bearbeitet alle 18 dokumentierten Konfliktfälle erneut. Zwölf Archivaufträge, neue Belege zur Hospizbewegung und zum Waldkrankenhaus sowie der rechnerische Vergleich der Klinikstatistiken sind zugänglich. Nicht belegte historische Zahlen und amtliche Identitäten bleiben ausdrücklich ungeklärt; keine Produktions- oder Bildfreigabe.

Zum B24-Forschungsregister mit Quellen und Prüfstatus →

Medizin B25 – Nathanstift, historische Kinderklinik und ambulante Palliativmedizin

Der quellenkritische B25-Nachtrag ergänzt 22 Forschungsbeobachtungen, 22 belegte Quellenpositionen und 14 präzisierte Archivaufträge. Er untersucht insbesondere die Inbetriebnahme des Nathanstifts 1967/68, die ersten Jahre des Fürther Palliativ-Care-Teams und den genauen statistischen Aussageumfang einer wissenschaftlichen Studie. Nicht eingesehene Originalakten und ungeklärte Personenidentitäten bleiben mit Prüfstatus dokumentiert, ohne Produktionsfreigabe.

Den neuen B25-Medizin-Forschungsstand und die Beleggrenzen öffnen →

Quellenkritische Forschungsfragen

Spiegelglasarbeiter, Tuberkulose und Fürsorge

Ein Beitrag in der Bayerischen Ärztezeitung vom 25. März 1933 berichtet über die Untersuchung von 174 Fürther Spiegelglasarbeitern aus den Jahren 1931/32. Rund 15 Prozent zeigten tuberkulosebezogene Befunde; bei 8,6 Prozent wurden sogenannte Glaschleiferlungen erfasst. Vier Fälle überschnitten sich. Die Ergebnisse beziehen sich auf diese untersuchte Gruppe, nicht auf die gesamte Fürther Industriebevölkerung.

Im Bericht wird Dr. Kiermayr bei der Fürther Tuberkulose-Fürsorgestelle genannt. Der Name Dr. Kaestle steht dagegen bei einer anderen Untersuchungsgruppe. Auch die ambulante Fürsorgestelle, eine stationäre Lungenheilstätte und eine Walderholungsstätte müssen institutionell unterschieden werden.

Originalquelle: Bayerische Ärztezeitung, 25. März 1933 (Digitalisat).

Jüdische Krankenversorgung und Verfolgung

Das Israelitische Hospital an der Theaterstraße darf nicht mit dem jüdischen Waisenhaus oder anderen Fürsorgeeinrichtungen verwechselt werden. Das Krankenhaus bestand als jüdische Einrichtung bis zur endgültigen Schließung 1943; zur baulichen und personellen Geschichte bestehen weitere Prüfaufträge.

Bei Dr. Jakob Frank widersprechen sich bislang Quellenangaben zu Maßnahmen von März 1933 und 1935. Ausreise, Ankunft in New York, Entlassung und spätere berufliche Stationen werden als getrennte Ereignisse behandelt. Eine Originalpersonalakte bleibt dafür besonders wichtig.

Zum Dossier des Israelitischen Hospitals →

Stiftungen, Einrichtungen und historische Rollen

Förderung, Verwaltung und Pflege waren auf verschiedene Personen und Träger verteilt. Die Forschungsregister unterscheiden daher Ärzte, Patienten, Pflegepersonal, Bauherren, Stifter und Eigentümer. Widersprüchliche Angaben bleiben bis zur Prüfung der Originalunterlagen erhalten; aus Namensgleichheit, Adressnähe oder institutioneller Ähnlichkeit entsteht keine automatisch gesicherte Beziehung.

Neue Forschungsfunde: jüdische Medizin- und Familiengeschichte

Der Nachlauf vom 18. Oktober 2026 ergänzt zehn datierte Quellenbeobachtungen, zwei vertiefte biografische Dossiers und den Abgleich mit bereits bekannten Ärzten. Nur zwei neue familien-/verfolgungsgeschichtliche Dossiers, keine zusätzliche Arztidentität.

  • Arthur Werner Teitz – historische Opferbiografie / Gesundheitsgeschichte, kein Arzt
  • Emil Teitz – Familien- und Firmenbiografie, kein nachgewiesener Arzt

Dr. Leo Teitz: Die USHMM-Forschung nennt ihn ausdrücklich als Bruder des Fürther Metallwarenunternehmers Emil Teitz und bestätigt seine Emigration im Mai 1938. Der Arzt war schon im bisherigen Register enthalten. Eine neue Arzt-ID ist nicht entstanden.

Dr. Jakob Frank: Unterschiedliche Literaturangaben zu Maßnahmen im März 1933 und März 1935 könnten verschiedene dienstrechtliche Vorgänge betreffen; dies bleibt bis zur Personalaktenprüfung offen. Ein biografischer Fachbeitrag verzeichnet die Ankunft in New York am 3. Februar 1940, getrennt von der früheren Ausreise.

Quellen: https://encyclopedia.ushmm.org/content/en/document/letter-from-arthur-werner-teitz-dated-may-2-1943 · https://rijo.hier-im-netz.de/pdf_2/DE_FU_JU_frank.pdf