Fürther Gaststätten · Historische Biografie
Johann Christian Barnbacher und die Drei Hacken
Johann Christian Barnbacher ist eine der am stärksten greifbaren frühen Fürther Gastwirtebiografien in diesem Bestand. 1854 bezeichnet ihn Hanauer als Wirt „zu den drei Hacken“ und nennt zusätzlich Branntweinbrennerei und Holzhandel. Fünf Jahre später führt das Adressbuch „Christian Barnbacher“ als Wirt und Holzhändler an der Bergstraße Haus-Nr. 120; der Häuserbestand…
Geschichte und Lebensweg
Johann Christian Barnbacher ist eine der am stärksten greifbaren frühen Fürther Gastwirtebiografien in diesem Bestand. 1854 bezeichnet ihn Hanauer als Wirt „zu den drei Hacken“ und nennt zusätzlich Branntweinbrennerei und Holzhandel. Fünf Jahre später führt das Adressbuch „Christian Barnbacher“ als Wirt und Holzhändler an der Bergstraße Haus-Nr. 120; der Häuserbestand bezeichnet ihn dort auch als Hauseigentümer. Die Kombination aus seltenem Namen, Berufsbündel und engem Zeitraum stützt die Zuordnung des abgekürzten „Chr.“ von 1859 zu Johann Christian von 1854 stark.
Für die Ortsgeschichte ist die Folge der Nummern entscheidend: Haus 120 ist in der Häuser- und Distriktforschung mit B+ auf das alte Bergstraße-Haus 26 und die neue Nr. 27 bezogen. Die spätere neue Bergstraße 29, die in sekundären Lokalnamenlisten ebenfalls mit „Drei Hacken“ auftaucht, ist ein separates Haus. Das Lokal darf also nicht als unverändert am selben Gebäude fortgeführt erzählt werden. Ebenso wenig lässt sich aus späteren Barnbacher-Einträgen eine Familien- oder Betriebsnachfolge ableiten.
Das Personenregister führt Johann Christian als -000726 und die Firmenmappe als F-103. Das ist ein guter Kern für eine lokale Biografie: Gastwirtschaft, Brennerei und Holzhandel sind als unterschiedliche Erwerbsfelder desselben Mannes sichtbar. Was nach 1859 aus ihm, seiner Familie oder dem Betrieb wurde, ist in den hier gegengeprüften Jahrgängen nicht geschlossen.
Überlieferte Personen und Stationen
Johann Christian Barnbacher
1854 Haus-Nr. 119 I; 1859 Bergstraße Haus-Nr. 120.
Wirt „zu den drei Hacken“, außerdem Branntweinbrenner und Holzhändler. 1854 und 1859 ist dieselbe seltene Berufs- und Namenskombination belegt; im zweiten Jahr kommt die Hausbesitzerrolle hinzu. Damit entsteht eine kurze, aber belastbare Fürther Erwerbsbiografie aus Gastronomie, Brennerei und Holzhandel.
Historische Zuordnungen und Abgrenzungen
Johann Christian Barnbacher: Haus 120 → alte Bergstraße 26 → neue Nr. 27 bleibt B+. Keine Verwandtschaft zu Jakob und keine Fortsetzung an neue Bergstraße 29 behaupten.
Passende historische Quellenbeobachtungen
Hier erscheinen nur anhand der vorliegenden Person-, Orts- und Quellenangaben zusammengeführte Einträge. Andere ähnlich benannte Personen bleiben getrennt.
Quellen und Literatur
- [1]Vollständiges Adreßbuch der Stadt Fürth für Kaufleute, Fabrikanten, Professionisten und Geschäftsleute aller Art1854 · Scans 9–51https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10384466?page=,1
- [2]Fürther Adressbuch / Häuser- und Gewerbeverzeichnis 18591859 · relevante Scans 12–18https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10370001?page=,1
Weitere nachgewiesene Fundstellen
Hanauer 1854 Scan 11; AB1859 Scan 15; Firmen F-103; Häuser.
Weitere Forschungsfragen
Amtliche Hausnummernkonkordanz weiter stärken; Personenstands- oder Familienbogen für Christian, Jakob und Margaretha; Betreiberfolge nach 1859; Konzessionsakten und Belege zur Namensübertragung „Drei Hacken“ auf die neue Bergstraße 29.
Forschungsstand und historische Abgrenzungen
Die Darstellung beruht auf datierten Personen- und Betriebsnachweisen. Sie belegt nicht automatisch Eigentum, Familienbeziehungen oder den ununterbrochenen Fortbestand eines Lokals.
Einzelne Vor- und Nachfolger, historische Hausnummern und persönliche Beziehungen bleiben offen, wo die Originalquellen keine eindeutige Zuordnung erlauben.