Fürther Gaststätten · Historische Biografie
Martin Geistlehner: Pächter im Fürther Stadtwald
Martin Geistlehner ist als Fürther Gastwirt über einen Registereintrag, eine Pressechronik und eine erhaltene Werbung greifbar. Das Namensregister von 1931 führt einen Martin Geistlehner als Wirt am Reichsbodenweg 144, erster Stock. Der lokalhistorische Ortsartikel nennt dieselbe Hausnummer als historische Adresse des Waldrestaurants Forsthaus. Diese Übereinstimmung stützt die…
Geschichte und Lebensweg
Martin Geistlehner ist als Fürther Gastwirt über einen Registereintrag, eine Pressechronik und eine erhaltene Werbung greifbar. Das Namensregister von 1931 führt einen Martin Geistlehner als Wirt am Reichsbodenweg 144, erster Stock. Der lokalhistorische Ortsartikel nennt dieselbe Hausnummer als historische Adresse des Waldrestaurants Forsthaus. Diese Übereinstimmung stützt die Verbindung, ersetzt aber die Kontrolle der gedruckten Registerseite nicht.
Das direkt eingesehene Werbebild bezeichnet Martin Geistlehner ausdrücklich als Pächter des Kaffee- und Waldrestaurants Forsthaus im Fürther Stadtwald. Damit ist seine Rolle gegenüber dem Gebäude- oder Grundeigentum klarer gefasst: Die Anzeige belegt eine Pachtrolle. Zum beworbenen Angebot gehören Restaurationsräume, eine überdachte Halle, Trinkstube und Saal. Die genannten 2.000 Sitzplätze beschreiben die beworbene Kapazität des Waldparks, keine tatsächliche Besucherzahl.
Kuntermanns Pressechronik nennt ihn am 31. Mai 1932 im Zusammenhang mit einer Forsthausanzeige. Das vorliegende Werbebild wird auf seiner Dateiseite dagegen 1924 zugeordnet. Da im Bild selbst keine Jahreszahl steht, darf daraus kein gesicherter Pachtbeginn 1924 oder ununterbrochener Betrieb bis 1932 entstehen. Auch eine Postkarte mit dem Versandjahr 1932 nennt in ihrer Dateibeschreibung eine Rückseitenbeschriftung mit seinem Namen; direkt betrachtet wurde hier nur die Vorderseite.
Geburtsdatum, Sterbedatum, Herkunft, Familie und vollständige Pachtlaufzeit bleiben unbekannt. Eine Verwandtschaft mit späteren Wirten gleichen Namens ist nicht belegt. Das Alte Forsthaus in der Cadolzburger Straße ist ein getrennter Standort.
Überlieferte Personen und Stationen
Martin Geistlehner
1931 DES Reichsbodenweg 144; 1932 Chronikwerbung. Werbebild selbst undatiert.
Pachtrolle im Forsthaus-Werbebild direkt belegt; Erwerbsbiografie mit Register- und Chronikankern 1931/32.
Historische Zuordnungen und Abgrenzungen
Martin Geistlehner: Keine Gleichsetzung mit Distler im Alten Forsthaus; keine Verwandtschaft mit späterem Geistlehner. 1924 als Metadatum, nicht als gesicherter Pachtbeginn.
Quellen und Literatur
- [1]Kaffee und Waldrestaurant Forsthaus: Pächter Martin Geistlehnerundatiert; Dateibeschreibung ordnet 1924 zu · Gesamtes Anzeigenbild, direkt visuell eingesehenhttps://www.fuerthwiki.de/wiki/index.php?title=Datei:Werbung_Forsthaus.jpeg
- [2]Waldrestaurant Forsthaus: historische Adressen und Quellenpfadelaufender Artikel; abgerufen 15.10.2026 · Abschnitte Geschichte und Einzelnachweisehttps://www.fuerthwiki.de/wiki/index.php?title=Waldrestaurant_Forsthaus
- [3]Fürther Chronik 1932 (Kuntermann)1932 · Fürther Chronik 1932, digitalisiertes PDF, insbesondere S. 37 (01.07.1932: 13 Wirte/Lokale, deren Konzession im Juli erneuert/verlängert werden sollte) und S. 75 (Jahresendstatistik: 24 Gastwirtschaften, 341 Bierschankwirtschaften, 2 Weinschankwirtschaften, 52 Schankstätten für nichtgeistige Getränke). Weitere Betriebs-/Pächterbelege: 09.04.1932 Theater-Restaurant Königstraße 111; 14.06.1932 Gaststätte zur Badeanstalt, Badstraße 7.https://www.fuerthwiki.de/wiki/images/4/4d/Kuntermann_1932.pdf
Weitere nachgewiesene Fundstellen
;;; DES 24543416
Weitere Forschungsfragen
Originalanzeige datieren; Adressbuchscan 1931; Pacht-/Konzessionsakten; Personenstand.
Forschungsstand und historische Abgrenzungen
Die Darstellung beruht auf datierten Personen- und Betriebsnachweisen. Sie belegt nicht automatisch Eigentum, Familienbeziehungen oder den ununterbrochenen Fortbestand eines Lokals.
Einzelne Vor- und Nachfolger, historische Hausnummern und persönliche Beziehungen bleiben offen, wo die Originalquellen keine eindeutige Zuordnung erlauben.