Ärztinnen und Ärzte
Friedrich Ernst Aub – vom Fürther Krankenhaus in die bayerische Gesundheitspolitik
Friedrich Ernst Aub wurde am 30. August 1837 in Fürth geboren und schlug zunächst eine ärztliche Laufbahn ein. Nach dem Studium in Erlangen arbeitete er am Fürther Krankenhaus, später in Oberschwaningen und Feuchtwangen. Auch die kommunalen Aufgaben seiner neuen Heimatstadt prägte er erheblich.
1874 wurde Aub Ehrenbürger von Feuchtwangen. Nach Angaben der Stadt hatten sich 199 Bürger mit ihren Unterschriften dafür eingesetzt. Er wirkte an der örtlichen Verwaltung und der Entwicklung sozialer Einrichtungen mit; die städtische Überlieferung würdigt besonders seine Beteiligung an der Sparkassengründung. 1879 wurde er Bezirksarzt, später übernahm er höhere Aufgaben in der bayerischen Medizinalverwaltung und war politisch tätig.
Bei zwei biografischen Angaben widersprechen sich die Nachschlagewerke: Für sein Promotions- beziehungsweise Prüfungsjahr werden 1862 und 1864 genannt. Die Stadt Feuchtwangen nennt den 16. März 1900 als Todestag, während anderswo der 18. März erscheint. Die städtisch belegte Datierung wird hier mit Nennung dieser Abweichung verwendet. Aub steht für eine Generation von Ärzten, die Medizin, öffentliche Verwaltung und kommunale Sozialpolitik miteinander verbanden.