Nebengebäude · Quellengebundenes Forschungsdossier
Die zwei Liegehallen – Therapie im Freien
Ein historischer Ort der Fürther Gesundheitsgeschichte: Seine Nutzung, die beteiligten Menschen und seine Entwicklung werden anhand überlieferter Quellen rekonstruiert.
Geschichte und Nutzung
Neben dem großen Hauptbau entstanden zwei offene, abgewinkelte hölzerne Liegehallen mit flachen Pultdächern. Sie waren nach der amtlichen Denkmalliste Teil von Bernhard Muckes Gesamtanlage von 1902/03. Die Architektur verdeutlicht das damalige Heilkonzept unmittelbarer als jede Statistik: Der Aufenthalt in frischer Luft war baulich vorgesehen und wurde nicht nur als Gartenaufenthalt improvisiert.
Die Denkmalliste spricht ausdrücklich von zwei Hallen. Ohne Grundrisse lässt sich nicht belegen, wie sie im Tagesablauf verteilt waren oder welche Belegungszahlen jeweils galten. Ihr späterer Umbau- und Erhaltungszustand ist einzeln zu recherchieren.
Vertiefung v199: Die Liegehallen stehen für den besonderen therapeutischen Alltag des Lungensanatoriums. Ihr offener Charakter verbindet Architektur und damaliges medizinisches Konzept: Frischluft und Aufenthalt im Freien waren Teil der vorgesehenen Behandlung, nicht bloß Freizeit im Park. Beide Hallen sind nach der Denkmalbeschreibung Teil der ursprünglichen Baugruppe 1902/03; sie dürfen nicht mit der 1908 eröffneten separaten Walderholungsstätte gleichgesetzt werden. Wer in welcher Halle wie lange betreut wurde, kann nur ein Pflege- oder Stationsbericht beantworten, nicht allein der erhaltene Grundriss.
Baugeschichte und historische Adressen
Überlieferte Bau- und Gestaltungspersonen: Bernhard Mucke
Denkmal- bzw. Objektvermerk: D-5-63-000-1527
Diese Angaben sind keine automatische Gleichsetzung mit heutigen Hausnummern oder benachbarten Gebäudeteilen. Baukörper und historische Nutzungszeiten werden getrennt geprüft.
Offene Fragen und Quellenkritik
Zwei Hallen mit Standorten, historischen Ansichten und Erhaltungszustand getrennt prüfen.
Das Dossier dokumentiert den jeweiligen Forschungsstand und kann bei neuen Originalfunden ergänzt oder korrigiert werden.
Quellen und Nachweise
Die Nachweise sind Forschungsquellen. Ihre Aufnahme bedeutet keine pauschale Zustimmung zu allen Einzelangaben.