Nebengebäude · Quellengebundenes Forschungsdossier
Die beiden Torpavillons der Lungenheilstätte
Ein historischer Ort der Fürther Gesundheitsgeschichte: Seine Nutzung, die beteiligten Menschen und seine Entwicklung werden anhand überlieferter Quellen rekonstruiert.
Geschichte und Nutzung
Ein Vierteljahrhundert nach der Eröffnung erhielt die Heilstätte eine markante neue Eingangssituation: zwei zweigeschossige Torpavillons mit Walmdächern und holzverkleideten Obergeschossen. Die Denkmalliste nennt Hermann Herrenberger als Architekten und datiert die Anlagen auf 1928. An einem der Pavillons befindet sich eine Steinfigur mit der Bezeichnung K. Muggenhöfer.
Die Torbauten sind nicht Teil des ursprünglichen Plans von 1902/03. Ihr Entstehungsjahr 1928 führt direkt zur bisher nicht eingesehenen Jubiläumsschrift „25 Jahre Lungenheilstätte“ und macht sie zu einem aussichtsreichen Einstieg für die Rekonstruktion der späten Weimarer Klinikgeschichte.
Vertiefung v199: Die 1928 entworfenen Torpavillons von Hermann Herrenberger markieren einen deutlichen Einschnitt: Ein Vierteljahrhundert nach dem Hauptbau wurde der Zugang neu geordnet und gestalterisch gefasst. Sie sind kein Teil des ursprünglichen Entwurfs von Bernhard Mucke. Die Steinfigur mit dem in der amtlichen Beschreibung erwähnten Künstlernamen K. Muggenhöfer ist eine eigene kunsthistorische Spur. Ob Bauanlass und Jubiläumsjahr zusammenhängen, muss die Schrift „25 Jahre Lungenheilstätte“ von 1928 belegen; die zeitliche Übereinstimmung allein beweist keinen Festauftrag.
Baugeschichte und historische Adressen
Überlieferte Bau- und Gestaltungspersonen: Hermann Herrenberger
Denkmal- bzw. Objektvermerk: D-5-63-000-1527
Diese Angaben sind keine automatische Gleichsetzung mit heutigen Hausnummern oder benachbarten Gebäudeteilen. Baukörper und historische Nutzungszeiten werden getrennt geprüft.
Offene Fragen und Quellenkritik
Steinfigur, getrennte Standorte der beiden Pavillons und Festschrift 1928 prüfen.
Das Dossier dokumentiert den jeweiligen Forschungsstand und kann bei neuen Originalfunden ergänzt oder korrigiert werden.
Quellen und Nachweise
Die Nachweise sind Forschungsquellen. Ihre Aufnahme bedeutet keine pauschale Zustimmung zu allen Einzelangaben.