Stadt Fürth

Pflegeorte · Forschungsfrage – noch zu prüfen

Pflegestation der Diakonissen in der Katharinenstraße

Ein historischer Ort der Fürther Gesundheitsgeschichte: Seine Nutzung, die beteiligten Menschen und seine Entwicklung werden anhand überlieferter Quellen rekonstruiert.

Historische Anschrift
Katharinenstraße 7
Überlieferter Zeitraum
vor 1945, Zeitpunkt offen
Einrichtung oder Nutzung
Pflegeorte
Forschungsstand
Forschungsfrage – noch zu prüfen

Geschichte und Nutzung

Neben Krankenhäusern unterhielten Pflegegemeinschaften städtische Anlaufstellen. Für die Katharinenstraße 7 ist im Forschungsregister eine Diakonissen-Anstalt beziehungsweise Wartestation vermerkt. Solche Einrichtungen lassen erkennen, dass Versorgung durch häusliche Pflege, Betreuung und kirchliche Netzwerke die stationäre Krankenhausgeschichte ergänzte.

Die Bezeichnung „Wartestation“ erlaubt jedoch keine sichere Aussage über Schlafräume, Krankenbetten oder die ständige Anwesenheit einer Diakonisse. Dafür fehlen gegenwärtig Dienstbücher und Einzelakten.

Menschen, Zeitspuren und Hausregister – Ergänzung v198

1891 verzeichnet das Häuserregister an der Katharinenstraße 7 die Oberschwester Regine Dietrich bei einer als Wartestation bezeichneten Einrichtung. Dieser Hinweis verknüpft die Adresse erstmals mit einer namentlich genannten Pflegeperson. Aus dem Eintrag ergeben sich jedoch weder ein durchgehender Ordensstandort noch eine gesicherte institutionelle Nachfolge. Gerade für Pflegegeschichte ist die Rolle einer Oberschwester ein wichtiger biografischer Ausgangspunkt, der durch Personal- oder Ordensakten weiter vertieft werden muss.

Eine Oberschwester und zwei Bauphasen

Der 1891er Eintrag der Oberschwester Regine Dietrich macht aus der Wartestation an der Katharinenstraße 7 einen biografisch greifbaren Gesundheitsort. Er zeigt eine leitende Pflegefunktion an genau dieser Adresse, nicht aber, dass das gesamte Anwesen 1891 als Krankenhaus genutzt wurde. Für die räumliche Einordnung ist die bauliche Schichtung wichtig: Das Denkmalkorpus nennt einen Hauskern von 1883 sowie einen ebenfalls aus dieser Zeit stammenden rückwärtigen Bau. Die Aufstockung und Fassadenneugestaltung durch Peringer und Rogler folgten erst 1911.

Das bedeutet: Die 1891 belegte Pflegestation gehört zur älteren Bauphase. Die später repräsentativere Sandsteinfassade kann nicht als zeitgenössische Ansicht des Jahres 1891 ausgegeben werden. Welcher Gebäudeteil als Dienst-, Wohn- oder Arbeitsbereich der Oberschwester diente, bleibt ohne Grundriss offen. Ebenso ist für die spätere Geschichte eine gesonderte Untersuchung der Pflegegemeinschaft und ihrer Träger nötig.

Baugeschichte und historische Adressen

Denkmal- bzw. Objektvermerk: D-5-63-000-1596 (Adressabgleich, Objektidentität zu prüfen)

Hinweis zum Häuserregister: H-00468 (Adressgleichheit; Zeitstufe getrennt prüfen)

Diese Angaben sind keine automatische Gleichsetzung mit heutigen Hausnummern oder benachbarten Gebäudeteilen. Baukörper und historische Nutzungszeiten werden getrennt geprüft.

Zum Häuser- und Adressregister →

Offene Fragen und Quellenkritik

Trägerschaft, Abteilungen, Personal, Zeitraum und Baugeschichte prüfen.

Das Dossier dokumentiert den jeweiligen Forschungsstand und kann bei neuen Originalfunden ergänzt oder korrigiert werden.

Quellen und Nachweise

  1. https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/
  2. https://api.digitale-sammlungen.de/ocr/bsb11559292/395
  3. https://geodaten.bayern.de/denkmal_static_data/externe_denkmalliste/pdf/denkmalliste_merge_563000.pdf#page=99
  4. https://api.digitale-sammlungen.de/ocr/bsb11559292/394
  5. https://www.fuerthwiki.de/wiki/index.php/Architekturb%C3%BCro_Peringer_und_Rogler

Die Nachweise sind Forschungsquellen. Ihre Aufnahme bedeutet keine pauschale Zustimmung zu allen Einzelangaben.

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