Stadt Fürth

Pflegeorte · Forschungsfrage – noch zu prüfen

Niederbronner Schwestern – die Filiale Theaterstraße

Ein historischer Ort der Fürther Gesundheitsgeschichte: Seine Nutzung, die beteiligten Menschen und seine Entwicklung werden anhand überlieferter Quellen rekonstruiert.

Historische Anschrift
Theaterstraße 20
Überlieferter Zeitraum
vor 1945; Zeitpunkt zu prüfen
Einrichtung oder Nutzung
Pflegeorte
Forschungsstand
Forschungsfrage – noch zu prüfen

Geschichte und Nutzung

In der Theaterstraße 20 verzeichnet der Forschungsbestand eine Filiale der Niederbronner Schwestern. Das Haus ist Teil einer meist übersehenen Geschichte: Pflege wurde in der Stadt nicht nur hinter den Mauern großer Anstalten erbracht, sondern auch durch örtliche Ordensniederlassungen organisiert.

Für die Gebäudechronik muss zwischen der Existenz einer Filiale, der konkreten Wohnnutzung und einem ambulanten Pflegedienst unterschieden werden. Ohne Quellenbeleg kann auch ein späterer Umzug nicht auf ein bestimmtes Jahr datiert werden.

Vertiefung v199: Die Niederbronner Filiale an der Theaterstraße 20 war Teil einer pflegerischen Infrastruktur, die außerhalb öffentlicher Spitäler arbeitete. Eine Filialadresse zeigt zuerst einen organisatorischen Stützpunkt, nicht bereits ein eigenes Ordenskrankenhaus. Die nahe Theaterstraße 36 mit dem Israelitischen Hospital ist als ganz anderer institutioneller Komplex zu behandeln. Falls Ordensregister Personalnamen und Wohnräume nennen, könnten diese künftig eine eigenständige Hausgeschichte ermöglichen; derzeit bleibt der Zeitraum der Niederlassung in der Theaterstraße nachzuweisen.

Vertiefung v201 — Die Fürther Niederbronner Pflegegeschichte hat nun eine gesichertere Folge: Bender gibt nach Holzer ausdrücklich die Theaterstraße 20 als frühere Filiale an und nennt die Lessingstraße 2 als spätere Niederlassung. Die katholische Pfarrei St. Heinrich datiert den Beginn des Wirkens des Ordens in Fürth auf den 20. Oktober 1895, zunächst mit drei Schwestern. Sie pflegten Menschen unabhängig von Religion und Stand und waren über Jahre auch auf dem Fahrrad in der Stadt unterwegs. Aus diesen allgemeinen Angaben folgt noch KEIN Einzugsdatum für das Haus Theaterstraße 20 oder eine sichere Belegung aller Räume dieses Hauses.

Baugeschichte und historische Adressen

Denkmal- bzw. Objektvermerk: D-5-63-000-1349 (Adressabgleich, Objektidentität zu prüfen)

Diese Angaben sind keine automatische Gleichsetzung mit heutigen Hausnummern oder benachbarten Gebäudeteilen. Baukörper und historische Nutzungszeiten werden getrennt geprüft.

Zum Häuser- und Adressregister →

Offene Fragen und Quellenkritik

Ordensarchiv, genaue Adresse, Zeitraum und Personen.

Das Dossier dokumentiert den jeweiligen Forschungsstand und kann bei neuen Originalfunden ergänzt oder korrigiert werden.

Quellen und Nachweise

  1. https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/
  2. https://api.digitale-sammlungen.de/ocr/bsb12067866/305
  3. https://geodaten.bayern.de/denkmal_static_data/externe_denkmalliste/pdf/denkmalliste_merge_563000.pdf#page=30
  4. https://fis.uni-bamberg.de/bitstream/uniba/9/1/Dokument_1.pdf#page=165
  5. https://st-heinrich-fuerth.de/service1/geschichte/schwestern/

Die Nachweise sind Forschungsquellen. Ihre Aufnahme bedeutet keine pauschale Zustimmung zu allen Einzelangaben.

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