Stadtgeschichte Fürth · Historische Biografie
Emilie Lehmus
Stadt Fürth · auch bekannt als: Dr. Emilie Lehmus
Biografie
Emilie Lehmus wurde 1841 in Fürth geboren und gehört zu den frühen deutschen Ärztinnen. Das Universitätsarchiv Zürich verzeichnet sie unter der Matrikelnummer 3829: Im Wintersemester 1870 begann sie dort das Medizinstudium; am 27. Februar 1875 promovierte sie mit einer Arbeit über die Erkrankung der Macula lutea bei fortschreitender Kurzsichtigkeit. Die Matrikel verbindet ihren Namen ausdrücklich mit Fürth und ihrem Vater, einem dortigen Pfarrer.
Nach klinischen Ausbildungsstationen in Prag und Dresden ließ sie sich 1876 in Berlin als Ärztin für Frauen und Kinder nieder. Gemeinsam mit ihrer Studien- und Arbeitskollegin Franziska Tiburtius baute sie eine ärztliche Versorgung für Frauen auf, darunter eine Poliklinik für Patientinnen mit geringen finanziellen Mitteln. Die Charité beschreibt auch ihre Arbeit für Lehrerinnen und weibliche Angestellte. Ihr beruflicher Weg war von den damaligen Beschränkungen für studierende und praktizierende Frauen geprägt; der Schweizer Doktortitel verschaffte ihr zunächst keine deutsche Approbation.
Lehmus starb 1932 in Gräfenberg bei Erlangen. Ihr Fürther Herkunftsbezug und ihre spätere Berliner Berufstätigkeit werden dabei als unterschiedliche Lebensstationen geführt.
Weitere biografische Quellen und Zusammenhänge
Einordnung: Direkter FürthWiki-Personenartikel und bibliografische Originalhinweise. Diese quellengebundene Forschungsergänzung ist kein abgeschlossener Personennachweis und ersetzt keine Originalakten.
Aus Fürth stammende Ärztin, Studium und Promotion in Zürich, Berufstätigkeit in Berlin. Der Quellenvergleich legt ausdrücklich keine Arztpraxis in Fürth nahe.
- FürthWiki nennt den 30. August 1841 als Geburtstag, die Zürcher Promotion 1875 sowie die Berlin-Praxis mit Franziska Tiburtius ab 1876 und die Poliklinik ab 18. Juni 1878. · FürthWiki-Quellenbeleg · Quelleneinordnung: FürthWiki mit Universität Zürich/Charité und Literaturbelegen
- Die Bezeichnung „Marienstift“ als angebliche Fürther Ausbildungsstätte wird in FürthWiki als Fehler aus einer älteren Charité-Darstellung bezeichnet; plausible Schulidentität bleibt offen. · FürthWiki-Quellenbeleg · Quelleneinordnung: Negative Quellenkritik zu lokalhistorischer Institutionsbehauptung
- Die 1903 benannte Lehmusstraße wird laut FürthWiki nach ihrem Vater, nicht nach Emilie selbst benannt. Der 2019 wiederverwendete Grabstein zeigt keine sichere Abbildung Emilie Lehmus und stammt ursprünglich von Christl Schuierer. · FürthWiki-Quellenbeleg · Quelleneinordnung: FürthWiki: städtische Benennung und Denkmalgeschichte; heutiges Gedenkobjekt
Weitere biografische Verbindungen: Friedrich Theodor Eduard Lehmus
Offene Prüfung: Keine Fürther Arztpraxis, keine ungesicherte Marienstift-Schulbeziehung, kein Grabrelief als Personenporträt verwenden.
Quelle: FürthWiki (Autorengemeinschaft); Textlizenz CC BY-SA, soweit auf der betreffenden Seite nicht anders angegeben. Die Angaben wurden in eigener Formulierung zusammengefasst und quellenkritisch ergänzt. Eine Freigabe von Abbildungen ist damit nicht verbunden.
Lebensstationen und Verbindungen im Detail
Beruf
- –Ärztin für Frauen und Kinder[2]