Stadt Fürth

Medizingeschichte · Forschung v227

Emilie Lehmus

Mehrere datierte Berufsbelege

Die historische Namensnennung wird mit bestehenden Quellen und einem bereits angelegten Personenprofil abgeglichen. Das ist keine automatische Zusammenführung unterschiedlicher Identitäten.

Historische Namensform
Lehmus, Emilie
Erster Quellenhinweis
1841
Letzter Quellenhinweis
1932
Chronologieeinträge
17

Biografischer Forschungsentwurf

Emilie Lehmus ist in der Fürther Medizin- bzw. Gesundheitsforschung als historische Person beziehungsweise namentliche Berufsbeobachtung erfasst. Für 1841 ist in der überlieferten Quelle die Funktion „Geburt in Fürth, Tochter des Pfarrers Friedrich Theodor Eduard Lehmus“ genannt. Der zugehörige historische Ort lautet in der Quelle „Fürth (Geburt, keine ärztliche Praxis)“. Weitere einzelne Einträge sind unter anderem für 1863, 1864, 1866, 1870, 1875 erfasst. Die Belege dokumentieren die genannten Jahre; ununterbrochene Tätigkeit zwischen ihnen ist damit nicht automatisch bewiesen. Ergänzende biografische Forschung des Masterbestands: Emilie Lehmus wurde 1841 in Fürth geboren und gehört zu den frühen deutschen Ärztinnen. Das Universitätsarchiv Zürich verzeichnet sie unter der Matrikelnummer 3829: Im Wintersemester 1870 begann sie dort das Medizinstudium; am 27. Februar 1875 promovierte sie mit einer Arbeit über die Erkrankung der Macula lutea bei fortschreitender Kurzsichtigkeit. Die Matrikel verbindet ihren Namen ausdrücklich mit Fürth und ihrem Vater, einem dortigen Pfarrer. Nach klinischen Ausbildungsstationen in Prag und Dresden ließ sie sich 1876 in Berlin als Ärztin für Frauen und Kinder nieder. Gemeinsam mit ihrer Studien- und Arbeitskollegin Franziska Tiburtius baute sie eine ärztliche Versorgung für Frauen auf, darunter eine Poliklinik für Patientinnen mit geringen finanziellen Mitteln. Die Charité beschreibt auch ihre Arbeit für Lehrerinnen und weibliche Angestellte. Ihr beruflicher Weg war von den damaligen Beschränkungen für studierende und praktizierende Frauen geprägt; der Schweizer Doktortitel verschaffte ihr zunächst keine deutsche Approbation. Lehmus star

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Erweiterter biografischer Quellenabgleich

Einordnung: Direkter FürthWiki-Personenartikel und bibliografische Originalhinweise. Diese quellengebundene Forschungsergänzung ist kein abgeschlossener Personennachweis und ersetzt keine Originalakten.

Aus Fürth stammende Ärztin, Studium und Promotion in Zürich, Berufstätigkeit in Berlin. Der Quellenvergleich legt ausdrücklich keine Arztpraxis in Fürth nahe.

  • FürthWiki nennt den 30. August 1841 als Geburtstag, die Zürcher Promotion 1875 sowie die Berlin-Praxis mit Franziska Tiburtius ab 1876 und die Poliklinik ab 18. Juni 1878. · FürthWiki-Quellenbeleg · Quelleneinordnung: FürthWiki mit Universität Zürich/Charité und Literaturbelegen
  • Die Bezeichnung „Marienstift“ als angebliche Fürther Ausbildungsstätte wird in FürthWiki als Fehler aus einer älteren Charité-Darstellung bezeichnet; plausible Schulidentität bleibt offen. · FürthWiki-Quellenbeleg · Quelleneinordnung: Negative Quellenkritik zu lokalhistorischer Institutionsbehauptung
  • Die 1903 benannte Lehmusstraße wird laut FürthWiki nach ihrem Vater, nicht nach Emilie selbst benannt. Der 2019 wiederverwendete Grabstein zeigt keine sichere Abbildung Emilie Lehmus und stammt ursprünglich von Christl Schuierer. · FürthWiki-Quellenbeleg · Quelleneinordnung: FürthWiki: städtische Benennung und Denkmalgeschichte; heutiges Gedenkobjekt

Weitere biografische Verbindungen: Friedrich Theodor Eduard Lehmus

Offene Prüfung: Keine Fürther Arztpraxis, keine ungesicherte Marienstift-Schulbeziehung, kein Grabrelief als Personenporträt verwenden.

Quelle: FürthWiki (Autorengemeinschaft); Textlizenz CC BY-SA, soweit auf der betreffenden Seite nicht anders angegeben. Die Angaben wurden in eigener Formulierung zusammengefasst und quellenkritisch ergänzt. Eine Freigabe von Abbildungen ist damit nicht verbunden.

Historische Berufe und Aufgaben

  • Geburt in Fürth, Tochter des Pfarrers Friedrich Theodor Eduard Lehmus
  • Lehrerinnenexamen an einem Seminar in Schwabach, musische Fächer
  • Lehrerin für Französisch und Musik an einer höheren Töchterschule (Name der Schule ungeklärt)
  • Entschluss zum Medizinstudium nach Berliner Begegnung mit Henriette Hirschfeld-Tiburtius; Lateinunterricht durch Vater

Erfasste Anschriften und Orte

  • Fürth (Geburt, keine ärztliche Praxis)
  • Schwabach (Prüfung); Fürth (Heimat)
  • Fürth; historische Schule/Adresse ungeklärt
  • Fürth und Berlin (Besuch)
  • Zürich (kein Fürther Dienstort)

Wohnung, Praxis, Institution und historischer Baukörper werden gesondert geprüft; vor 1890 gilt besondere Vorsicht bei Hausnummern.

Quellenkritik und offener Prüfauftrag

Emilie Lehmus: geboren und zunächst Lehrerin in Fürth, ärztliche Praxis in Berlin. KEINE Fürther Arztpraxis belegt; historischer Name der Fürther Schule teils strittig.

Nächste Originalprüfung

Charité, Universität Zürich und Schularchiv zu frühem Fürther Lehraufenthalt; keine Fürther Arztpraxis übernehmen.

Quellen und Digitalisate

  1. https://geschichte.charite.de/aeik/biografie.php?ID=AEIK00016
  2. https://magazin.aekb.de/kultur-geschichte/aerztinnen-der-ersten-generation-emilie-lehmus
  3. https://www.fuerthwiki.de/wiki/index.php?title=Emilie_Lehmus
  4. https://www.geschichtsverein-fuerth.de/index.php/menuetitel2/fgb-download/category/23-fgb-jahrgang-2020?download=144%3Afgb-heft-4-2020

Quellenverweise stammen aus dem Fachmaster und den ergänzenden Fachrecherchen. Nicht jede genannte Originalseite wurde erneut unabhängig eingesehen.

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