Stadt Fürth

Stadtgeschichte Fürth · Historische Biografie

Georg Frosch

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Biografie

Vereinsstationen vor dem Fürther Wechsel

Georg Frosch wurde am 25. April 1920 geboren. Ein ungewöhnlich aussagekräftiger Quellenvergleich verbindet die DFB-Daten mit der Fürther Spielerchronik: Der DFB weist für den exakt gleich datierten Spieler zwischen 1940 und 1941 vier Endrundenspiele für den Luftwaffen-Sportverein Stettin aus. Die Kleeblatt-Chronik nennt denselben Verein als frühere Station vor dem Wechsel nach Fürth und verzeichnet außerdem Abschnitte beim 1. FC Nürnberg sowie bei Nürnberger Vereinen der Nachkriegszeit.

Das Auftreten im LSV Stettin ist ein sporthistorischer Befund in der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Aus dieser Mannschaftszugehörigkeit kann weder eine persönliche politische Haltung noch ein genauer militärischer Lebenslauf abgeleitet werden. Die historischen Liga- und Meisterschaftsstrukturen waren durch Krieg und staatliche Organisation geprägt, erfordern aber für individuelle Biografien gesonderte Personal- und Dienstquellen. Ein DFB-Wettbewerbsdatensatz ist kein militärischer Personalnachweis.

Der Wiederaufstieg des Kleeblatts

Ab Juli 1947 führt das Spielerarchiv Frosch als Fürther Abwehrspieler. Die folgenden Jahre umfassen Fürths Weg aus der Bayern- beziehungsweise Landesliga zurück in die Oberliga Süd und den süddeutschen Meisterschaftserfolg der Spielzeit 1949/50. Die Position in der Abwehr beschreibt seine hauptsächliche sportliche Rolle, nicht zwingend jede einzelne Aufstellung oder ein unveränderliches taktisches System. Die Chronik ordnet Frosch acht Spielzeiten bis Juni 1955 zu und notiert regionale Ligaspiele getrennt von Pokalwettbewerben und der nationalen Endrunde.

Die nationale Meisterschaft 1950 verleiht seinem Namen besondere Aussagekraft. Das DFB-Spielerprofil erfasst drei Fürther Spiele in der Endrunde vom 21. Mai bis 11. Juni 1950. Bei den Endrundenspielen 1941 für LSV Stettin erfasst der DFB separat vier Einsätze. Die Summe von sieben dokumentierten nationalen Endrundenspielen verteilt sich somit ausdrücklich auf zwei verschiedene Vereine und zwei historische Epochen. Sie ist keine vollständige Fürther Ligaeinsatzsumme.

Konkrete Verbindung zur Fürther Mannschaft 1950

Im DFB-Einzelspielprotokoll des Viertelfinals gegen den FC St. Pauli am 4. Juni 1950 steht Georg Frosch als Abwehrspieler in der Fürther Startelf. Das Team gewann in Gelsenkirchen mit 2:1. Otto Brenzke traf per Elfmeter, Hans Nöth erzielte das zweite Tor. Frosch spielte dabei mit bereits veröffentlichten Fürther Persönlichkeiten wie Kurt Goth, Kurt Helbig, Hans Nöth und Horst Schade. Hier sind die Mitspieler durch eine zeitgenau rekonstruierte Aufstellung des DFB belegt und nicht bloß aus einer allgemeinen Kaderübersicht vermutet.

Die Stadt- und Vereinsgeschichte Fürths ist an dieser Stelle besonders eng verflochten: Froschs Spielzeiten umfassen Nachkriegsneuanfang, Rückkehr in die erstklassige Oberliga und später eine Phase abnehmender Einsatzzeiten. Einzelne Ligazahlen sollten an den jeweiligen originalen Spielberichten nachvollzogen werden, statt über alle Wettbewerbe hinweg einen einzigen Karrieregesamtwert zu behaupten.

Lebensdaten und Forschungslücken

Im übernommenen historischen Spielerarchiv ist für Georg Frosch kein ISO-genaues Todesdatum vorhanden. Eine online abrufbare Version der Spielerchronik nennt den 28. Juni 1986; ohne abgeglichenen originalen Sterbeeintrag wird dieses Datum nicht als gesicherter taggenauer Sterbetag in den neuen Kernpersonendatensatz übernommen. Ebenso sind Geburtsort, familiäre Zugehörigkeit, zivile Berufe sowie die Umstände früher Vereinswechsel noch aus Originalregistern zu klären.

Quellenkritik und Einordnung

Der DFB stellt für Frosch einen namentlichen, geburtsdatumsgenauen Identitätsbeleg und die abgegrenzten Endrundenwettbewerbe bereit. Die Fürther Chronik bietet eine breitere regionale Saisonchronologie und eine Karriereliste. Die beiden Bestände ergänzen sich, doch ein Kader allein belegt keinen Einzelspielauftritt – hierfür wird die konkrete DFB-Aufstellung von 1950 herangezogen. Der historische Kontext des LSV Stettin bleibt als eigener Forschungsgegenstand offen; ohne personenbezogene Akten sind politische Zuschreibungen unzulässig. Es werden keinerlei historische Bilder ohne belegte Nutzungsrechte publiziert.

Ausgewählte Belege: DFB, Spieler Georg Frosch; DFB, Fürth–St. Pauli 1950; Kleeblatt-Chronik, Spieler 202.

Lebensstationen und Verbindungen im Detail

Beruf

  • –Fußballspieler der SpVgg Fürth, Position Abwehr; Chronik-Intervall Juli 1947 bis Juni 1955; DFB-Spielerprofil weist vier historische Meisterschaftseinsätze für LSV Stettin und getrennt drei Meisterschaftseinsätze für SpVgg Fürth 1949/50 aus.[1][2][3][4]
Quellen und weiterführende Nachweise (4)

Quellen

  1. [1]Badische Neueste Nachrichten (Digitalisat BLB): Montag 5. Juni 1950, Spielbericht Fürth gegen St. Pauli
  2. [2]DFB: SpVgg Fürth 2:1 FC St. Pauli, nationale Endrunde am 4. Juni 1950, Aufstellung und Elfmeter
  3. [3]Deutscher Fußball-Bund: historisches Spielerprofil Georg Frosch
  4. [4]Kleeblatt-Chronik: historisches Spielerarchiv, ID 202