Fürther Stadtgeschichte · Politik und Verwaltung

Johann Friedrich Karl von Langhans

rechtskundiger Bürgermeister

Lebensgeschichte

Johann Friedrich Karl von Langhans wurde am 12. März 1840 in Nürnberg geboren und studierte Rechtswissenschaften in Erlangen. Seit 1869 arbeitete er als rechtskundiger Magistratsrat in Fürth, 1872 folgte die Ernennung zum zweiten rechtskundigen Magistratsrat. Als er 1873 die Nachfolge von Bürgermeister Adolph John antrat, begann eine städtische Wachstumsphase, in der Fürth immer mehr Aufgaben der Bildung, Versorgung und öffentlichen Gesundheit übernehmen musste.

Mit Langhans verbindet die historische Darstellung einen Ausbau der Volksschulen, die Gründung des Gymnasiums 1896, die städtische Wasserleitung, den Schlacht- und Viehhof sowie den neuen Friedhof. Das Rathaus erhielt einen Anbau; die erste Sitzung im neuen Saal fand am 10. September 1901 statt. Diese Projekte waren Entscheidungen städtischer Gremien und kommunaler Fachverwaltungen, nicht das Werk eines einzelnen Mannes. Die Amtschronik nennt ihn außerdem 1893 bis 1899 als liberalen Landtagsabgeordneten und für die mittelfränkische Kreisvertretung in verschiedenen Funktionen.

1896 wurde Langhans mit dem Verdienstorden der Bayerischen Krone ausgezeichnet; damit war die persönliche Erhebung in den Adelsstand verbunden. 1901 erhielt er den Titel Geheimer Hofrat. Nach dem Fürther Geschichtslexikon endete seine aktive Dienstzeit am 16. Oktober 1901; er starb bereits am 30. November desselben Jahres. Im bisherigen Forschungsregister steht für das Amtsende auch der 15. Oktober. Diese Abweichung bleibt bis zur Einsicht in die Personalakte ausdrücklich offen. Der Schulrektor Dr. Heinrich Langhans ist eine eigenständige Person; aus dem Familiennamen ergibt sich keine Verwandtschaft.

Zur Person

Historische Namensformen
Friedrich Langhans; Fr. Langhans; v. Langhans
Geburt
1840-03-12 (Schwammberger)

Historische Hausnummern und politische Organisationsbezeichnungen gelten nur für den genannten Zeitrahmen. Eine Namensgleichheit wird nicht als Personenidentität behandelt.

Funktionen und Amtsstationen

  1. 1869
    Rechtskundiger Magistratsrat – rückblickender Jahresanker

    Stadtmagistrat Fürth

    Eintritt 1869 laut Biografie

  2. 1872
    Ernennung zum zweiten rechtskundigen Magistratsrat – Jahresanker

    Stadtmagistrat Fürth

    zweiter rechtskundiger Magistratsrat 1872 laut Biografie

  3. 1873–1901-10-15
    1. Bürgermeister

    Stadtmagistrat

  4. 1873-01-02
    Deputierter des Magistrats

    Armenpflegschaftsrat

    Neubildung der Kommissionen

  5. 1880
    Magistratskollegium

    Magistrat

  6. 1885–1886
    rechtskundiger Bürgermeister

    Stadtmagistrat

  7. 1885–1886
    Vorsitzender

    Schulkommission der Kgl. Realschule / Fortbildungsschule

  8. 1891
    Magistratskollegium

    Magistrat

  9. 1893
    Magistratskollegium

    Magistrat

  10. 1894
    rechtskundiger Bürgermeister

    Magistrat

    Amtskontinuität

  11. 1894
    Vorsitzender der Schulkommission für die Fortbildungsschule

    Schulkommission / gemeindliche Schulverwaltung

    kraft Bürgermeisteramt im Bericht 1894

  12. 1895
    Magistratskollegium

    Magistrat

  13. 1898
    rechtskundiger Bürgermeister

    Stadt Fürth

  14. 1899
    Magistratskollegium

    Magistrat

  15. 1899
    Vorsitzender

    Kgl. Lokalschulkommission

    Adressbuch 1899

Wahl, Ernennung, Einführung, kommissarische Vertretung und tatsächlicher Amtsbeginn sind nicht automatisch identisch. Datierte Nennungen ergeben noch keine ununterbrochene Amtszeit.

Politischer und institutioneller Zusammenhang

Stadtoberhäupter, Magistrat und Distrikte im historischen Überblick →

Wahl-, Verwaltungs- und Ratsakten im Quellenverzeichnis →

Quellen und weitere Nachprüfung

Noch zu prüfen: Originalbelege, Lebensdaten, Familie, konkrete politische Handlungen und Projekt-Crosslinks weiter prüfen. | KM129: siehe Ergänzung zur Amts-/Statusfolge. Ruhestand: 15.10.1901 im älteren Register versus 16.10.1901 im Geschichtslexikon. Personalakte Fürth Stadtarchiv Fach 130/22 prüfen. Schulrektor Heinrich Langhans nicht genealogisch zuordnen.

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