Fürther Stadtgeschichte · Politik und Verwaltung

Dr. Johann Emil Friedrich Stark

Arzt; Stadtarzt; Sanitätsrat; DAV-Mitglied

Lebensgeschichte

Dr. Johann Emil Friedrich Stark gehörte zu den Medizinern, die im frühen 20. Jahrhundert für die Fürther Stadtverwaltung arbeiteten. Der Kommunalmaster nennt ihn als Stadtarzt und später als Sanitätsrat. Quellenpunkte zu 1907, 1909, 1920 und 1927 belegen die öffentliche Amtsbezeichnung. Ein Nachruf von 1939 beschreibt eine Einstellung im städtischen Dienst 1906; die genaue zeitliche und juristische Folge der Ernennung und späteren Ruhestandsversetzung muss anhand der Personalakte nachvollzogen werden.

Starks Tätigkeit war nicht auf die Verwaltung beschränkt. Die Fürther Sektion des Deutschen Alpenvereins nennt ihn in ihrer Vereinsüberlieferung bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert mit einer Funktion und später als Vorsitzenden. Die Vereinsfestschriften und Mitteilungen ermöglichen eine chronologische Rekonstruktion des ehrenamtlichen Engagements. Die im späteren Bericht verwendete kürzere Form Dr. Emil Stark muss bei fehlender voller Namensnennung jeweils mit den übrigen Merkmalen abgeglichen werden.

Die Verbindung von Stadtarztamt und Alpenverein zeigt, wie sich Gesundheitswesen, wissenschaftliche Berufe und bürgerliches Vereinsleben in Fürth überschnitten. Sie belegt allerdings nicht, dass die Sektion selbst Aufgaben der kommunalen Gesundheitspflege übernommen hätte. Die im Master überlieferte Sterbeangabe vom 9. Februar 1939 bleibt anhand des zeitgenössischen Nachrufs und der Sterbeurkunde abschließend zu prüfen; weitere Familienangaben sind bislang nicht belastbar.

Zur Person

Historische Namensformen
Dr. Emil Stark; Emil Stark
Tod
1939-02-09

Historische Hausnummern und politische Organisationsbezeichnungen gelten nur für den genannten Zeitrahmen. Eine Namensgleichheit wird nicht als Personenidentität behandelt.

Funktionen und Amtsstationen

  1. 1906
    Stadtarzt

    Stadtverwaltung / kommunaler Gesundheitsdienst

    nach Staatsdienstprüfung sofort angestellt [retrospektiver Nachruf]

  2. 1907
    Stadtarzt

    Stadtverwaltung / kommunaler Sanitätsdienst

  3. 1909
    Stadtarzt

    Stadtverwaltung / kommunaler Gesundheitsdienst

  4. 1920
    Stadtarzt

    Stadtverwaltung / kommunaler Gesundheitsdienst

  5. 1927-02-16
    Stadtarzt

    Stadtverwaltung / kommunaler Sanitätsdienst

  6. 1929
    Stadtarzt i. R. (Ruhestandsstatus)

    kommunaler Gesundheitsdienst

Wahl, Ernennung, Einführung, kommissarische Vertretung und tatsächlicher Amtsbeginn sind nicht automatisch identisch. Datierte Nennungen ergeben noch keine ununterbrochene Amtszeit.

Weitere Verbindungen

Vereins- und Sozialgeschichte

Die Verweise zeigen datierte Forschungszusammenhänge. Bei gleichlautenden Namen bleibt die abschließende Personenidentität bis zum Abgleich weiterer Originalquellen offen.

Politischer und institutioneller Zusammenhang

Stadtoberhäupter, Magistrat und Distrikte im historischen Überblick →

Wahl-, Verwaltungs- und Ratsakten im Quellenverzeichnis →

Quellen und weitere Nachprüfung

Noch zu prüfen: Stadtarchiv-Verzeichnis nennt „Stadtarzt Dr. Johann Emil Friedrich Stark“; direkte Stadtarztpunkte 1907/1909/1920/1927, 1929 „Stadtarzt i. R.“. DAV-Festschrift nennt Dr. Stark 1898 als 1. Schriftführer – Vereinsrolle getrennt vom späteren Stadtarztamt. Nachruf 1939 nennt die Anstellung 1906 retrospektiv (B+/Q2); exakter Übergang 1928 bleibt über Personalakte zu klären. Vollnamensidentität Dr. Stark/Emil Stark weiterhin Kandidatenbrücke, Stadtarzt 1906 aus Nachruf (späterer Beleg); Sterbeurkunde und exakter Ruhestandszeitpunkt offen.

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