Kleeblattmuseum · Bau- und Sportgeschichte
Die Holztribüne an der Magazinstraße – vom Reitplatz zum Stück Fürther Fußballgeschichte
Eine Reittribüne aus dem Jahr 1914, der VfR Fürth und die Zukunft des ASV-Sportplatzes: die Geschichte eines außergewöhnlichen Orts.
Die Holztribüne im Jahr 1914: Postkarte und Bauzeichnungen



Alle Bilder zeigen den Reitsportplatz an der Magazinstraße beziehungsweise die ursprüngliche Tribüne. Die Originaldateien sind auf FürthWiki dokumentiert; die Abbildungen sind nicht bearbeitet.
Eine Tribüne aus dem Jahr 1914, ein fast vergessener Erstligist aus der Südstadt und die Frage, wie ein ungewöhnlicher Sportort seine Zukunft bewahren kann.
Wer heute den Sportplatz des ASV Fürth an der Magazinstraße 45 besucht, blickt auf ein Stück Stadtgeschichte, das älter ist als der heutige Verein. Die überdachte Holztribüne erinnert an die Anfänge des organisierten Sports, an die Zeit großer Fürther Fußballrivalitäten und an die vielen Menschen, für die ein Verein weit mehr bedeutete als neunzig Minuten am Sonntag. Im Jahr 2026 wurde zugleich deutlich, wie gefährdet dieses Erbe ist: Bei der Vorbereitung einer Photovoltaikanlage wurden Probleme an der Konstruktion bekannt. Seither bemüht sich der ASV um die Finanzierung einer aufwendigen Sanierung.
Ein Zuschauerbau für den Reitsport
Der entscheidende Anfang liegt im Frühjahr 1914. Die Tribüne wurde nicht als Fußballtribüne errichtet, sondern gehörte zu einer Reitanlage im Umfeld der Fürther Kasernen. Die heute veröffentlichten Bauarchivhinweise nennen eine Planeingabe vom 20. März und einen Genehmigungsbeschluss vom 26. März 1914. In den historischen Darstellungen erscheint der Reitclub Fürth als Bauinitiator; die Witwe Maria Sahlmann wird als Unterstützerin genannt. Der genaue Anteil der einzelnen Beteiligten an Bau, Finanzierung und Grundstücksbesitz bedarf noch einer vollständigen Auswertung der Bau- und Grundbuchakten.
Schon am 10. Mai 1914 meldete die Rieß-Chronik ein Reitturnier hinter der Infanteriekaserne mit 2.500 Zuschauern. Diese Zahl lässt erahnen, welch großes gesellschaftliches Ereignis der Reitsport damals sein konnte. Offiziere, Pferde und die städtische Öffentlichkeit gehörten zu einer Sportwelt, die sich nur wenige Jahre später tiefgreifend verändern sollte. Wenige Monate nach dem Turnier begann der Erste Weltkrieg.
Die hölzerne Zuschauerkonstruktion überdauerte den Krieg und den Wandel der Anlage. Gerade das macht ihren besonderen Wert aus: Das Gebäude steht für eine Zeit, in der Fürth bereits bedeutende Sportplätze besaß, bevor aus dem Fußball die dominierende Stadionsportart wurde.
Als der VfR Fürth die Magazinstraße eroberte
In den 1920er Jahren änderte sich die Nutzung des Areals. Die Geschichte der Fußballer reicht noch weiter zurück: 1904 entstand der FC Franken Fürth, 1912 wurde daraus der FV Franken Fürth, 1922 schlossen sich die Spieler dem MTV Fürth an. Dieser Zusammenschluss hielt nicht lange. Im Zuge der Auseinandersetzungen zwischen Turnern und Fußballern, der sogenannten „reinlichen Scheidung“, trat die Fußballabteilung 1924 wieder eigenständig auf: als Verein für Rasenspiele Fürth, kurz VfR.
Für den neuen Klub wurde die Magazinstraße zur sportlichen Heimat. Der alte Reitplatz bot eine bereits vorhandene Tribüne, daneben ließen sich Spielfeld und Zuschauerränge herrichten. Zeitgenössische Kapazitätsangaben und spätere Erinnerungen sprechen von rund 5.000 Plätzen; für besondere Spiele werden auch höhere Besucherzahlen genannt. Solche Zahlen sind nicht mit modernen, bauaufsichtlich genehmigten Sitzplatzzahlen gleichzusetzen.
Die Magazinstraße wurde damit zu einem Ort, an dem die Fürther Südstadt großen Fußball erleben konnte. Die SpVgg Fürth war keineswegs der einzige anspruchsvolle Verein der Stadt. In der Bezirksliga Bayern, damals Teil des höchsten süddeutschen Ligabetriebs, traf der VfR auf namhafte Gegner. Mannschaften wie der 1. FC Nürnberg, Bayern München und die SpVgg Fürth waren an der Magazinstraße zu Gast.
Fußball aus dem „Glasscherbenviertel“
Der VfR war eng mit seinem Stadtteil verbunden. In den Straßen der südlichen Innenstadt wohnten zahlreiche Arbeiterfamilien. Die Industrie der Umgebung, darunter die Glas- und Spiegelverarbeitung, prägte den Alltag. Der volkstümliche Name „Glasscherbenviertel“ verweist auf diese städtische Arbeits- und Produktionswelt.
Ein Fußballverein war für viele Menschen nicht nur eine Mannschaft. Er war ein Treffpunkt, eine Freizeitgemeinschaft und ein Stück Zugehörigkeit. Beim VfR gehörten nach den überlieferten Berichten auch Tanzabende und gesellige Veranstaltungen dazu. Die Fußballgeschichte der Magazinstraße lässt sich deshalb nicht von der Geschichte der Betriebe, Gaststätten und Familien ihrer Nachbarschaft trennen.
Ein Name ist besonders interessant: Hans Held, Vereinsvorsitzender und von Beruf Pferdemetzger. In späteren Recherchen wird ihm eine wichtige Rolle bei der Beschaffung des Geländes zugeschrieben. Wie die Eigentums- und Pachtverhältnisse tatsächlich geregelt wurden, lässt sich allerdings erst durch die Originalakten entscheiden. Die Verbindung zur Hopfenhändlerfamilie Sahlmann eröffnet hier eine weitere Spur in die Fürther Stadt- und Wirtschaftsgeschichte.
Der kleine Rivale mit großen Auftritten
Die Mannschaft des VfR konnte sportlich mehr, als ihr heute geringer Bekanntheitsgrad vermuten lässt. Am 10. Oktober 1926 spielte sie beim Eröffnungsspiel des neuen Stadions an der Grünwalder Straße gegen 1860 München und gewann 4:2. Auswärtsspiele und Reisen führten den Verein nach den überlieferten Erinnerungen sogar nach Frankreich und Portugal. Bei der Süddeutschen Meisterschaft gelang dagegen nicht der Durchbruch zur Deutschen Meisterschaft.
Auch personell gab es direkte Verbindungen zum berühmteren Nachbarn. Torwart Hans Neger wechselte vom VfR zur SpVgg Fürth und gehörte dort 1929 zur deutschen Meistermannschaft. Seine Laufbahn macht anschaulich, dass Fürths Fußballlandschaft aus miteinander verbundenen Vereinen und Biografien bestand – und nicht nur aus einer einzigen Erfolgsgeschichte.
1933 und 1936: ein sportlicher und politischer Einschnitt
Mit der Neuordnung des Fußballs unter der nationalsozialistischen Herrschaft änderten sich 1933 die Spielklassen. Der VfR gehörte nicht zur neuen höchsten Liga. Der sportliche Rückschlag verschärfte wirtschaftliche Schwierigkeiten, während Spieler den Verein verließen. Die erhaltenen Darstellungen betonen die sinkenden Einnahmen und die Belastung durch die Kosten des Platzes.
1936 kam das Ende des VfR. Eine später zusammengestellte Fürther Chronik berichtet für September von dessen Auflösung und der gleichzeitigen Neugründung des VfB Fürth. Andere Darstellungen nennen abweichende genaue Tagesdaten. Sicher ist deshalb zunächst der Bruch im Jahr 1936; für die präzise vereinsrechtliche Einordnung müssen die zeitgenössischen Vereinsregister und Presseberichte herangezogen werden.
Für die Kriegsjahre erscheint die Kriegssportgemeinschaft Post Nürnberg/Fürth in der Überlieferung. Auch hier ist zwischen der Geschichte des Sportbetriebs, der Nutzung der Anlage und der rechtlichen Identität der Vereine zu unterscheiden. Die Magazinstraße blieb ein Sportort, selbst wenn Vereinsnamen und Organisationsformen wechselten.
Die Magazinstraße mit Holztribüne in den 1950er-Jahren

Neubeginn nach dem Krieg: der ASV Fürth
Nach Kriegsende begann ein neues Kapitel. Für den ASV Fürth nennen Vereinsportale den 24. November 1945 als Gründungstag. Die heutige Anlage an der Magazinstraße wurde seine Heimat. Damit knüpfte der Verein an eine ältere Sporttradition am selben Ort an, ohne dass aus dieser örtlichen Kontinuität automatisch eine ununterbrochene juristische Vereinsidentität folgt.
Seither erlebte die Tribüne Generationen von Fußballern, Zuschauern, Ehrenamtlichen und Nachwuchssportlern. Ihre einfache Holzkonstruktion, die Nähe zum Spielfeld und die unverwechselbare Atmosphäre machten den Platz auch für Menschen interessant, die gezielt historische Stadien bereisen. Solche „Groundhopper“ besuchen die Magazinstraße gerade deshalb, weil hier noch ein Stück vergangener Fußballkultur sichtbar und erlebbar ist.
2026: Die alte Tribüne braucht eine Zukunft
Die nächste große Zäsur kam im Sommer 2026. Der ASV plante eine Photovoltaikanlage. Bei der Prüfung der Voraussetzungen wurden erhebliche Schäden beziehungsweise statische Probleme an der Tribünenkonstruktion bekannt. Was als Modernisierung gedacht war, führte zu einem unerwartet großen Sanierungsprojekt.
In der städtischen Übersicht zur Sportförderung vom April 2026 waren für die Sanierung des Tribünendachs zunächst 23.000 Euro Gesamtkosten und ein Zuschussvorschlag von 6.900 Euro genannt. Im August berichteten die Nürnberger Nachrichten dagegen von einem Sanierungsbedarf um 180.000 Euro. Ein weiterer Bericht bezifferte zusätzliche Arbeiten auf rund 150.000 Euro; der ASV startete eine Spendenkampagne mit dem Ziel, 99.000 Euro einzuwerben. Diese Angaben beschreiben unterschiedliche Planungs- und Finanzierungsstände. Sie sind weder einfach zu addieren noch als endgültig abgerechnete Baukosten zu verstehen.
Am 18. September 2026 machte die SpVgg Greuther Fürth öffentlich, dass ihre Stiftung „Kleeblatt fürs Leben“ die Renovierung mit 5.000 Euro unterstützt. Auf dem Vereinsgelände wurde die Spende symbolisch übergeben. Beteiligt waren Kleeblatt-Geschäftsführer Holger Schwiewagner, der in der Mitteilung als ASV-Vorsitzender bezeichnete Peter Weich und Stiftungsratsmitglied Markus Braun. Das war nicht nur ein finanzieller Beitrag, sondern auch eine bemerkenswerte Verbindung zwischen dem heutigen Profifußball und einem historischen Fußballort der Südstadt.
Mehr als ein altes Dach
Die Holztribüne an der Magazinstraße ist ein besonders anschauliches Beispiel dafür, wie sich Stadtgeschichte an einem einzigen Ort verdichtet. Aus einem Reitplatz wurde ein Fußballstadion, aus einem Treffpunkt des gehobenen Reitsports ein Sportplatz der Südstadt. Der Ort erlebte den Aufstieg eines ehrgeizigen Vereins, die Umbrüche des Jahres 1933, das Verschwinden alter Klubnamen und die Neugründung von Sportgemeinschaften nach dem Krieg.
Ihr Wert liegt deshalb nicht allein in ihrem hohen Alter. Die Tribüne ist ein Bindeglied zwischen Menschen, Vereinen, Wirtschaftsgeschichte und Stadtentwicklung. Ob sie künftig weiter am Spielfeldrand steht, ist keine bloße Baufrage. Es geht darum, ob Fürth einen Ort bewahrt, an dem seine wechselvolle Sportgeschichte bis heute sichtbar geblieben ist.
Ein Spiel, elf Namen: der VfR gegen die Stuttgarter Kickers
Der VfR war zeitweise einer der leistungsstarken Vereine in der höchsten nordbayerischen Spielklasse. In der Saison 1927/28 erreichte er nach rekonstruierten Tabellen den dritten Rang hinter der SpVgg Fürth und dem 1. FC Nürnberg. Seine Größe zeigt besonders ein belegtes Ergebnis: Am 22. März 1931 besiegte der VfR Fürth in der süddeutschen Meisterschaft die Stuttgarter Kickers mit 5:0.
Das Kickersarchiv nennt die Fürther Elf: Hirsch; Schmidt, Schwender; Leitzmann, Emmert I, Stemmer; Sesselmann, Dietrich, Emmert II, Schönlein und Wolf. Der Name „Wolf“ erscheint in einer Torliste als „Wollf“. Es wäre unvorsichtig, daraus ohne zeitgenössischen Spielbericht eine zweite Person zu machen. Ebenso beweisen die Bezeichnungen Emmert I und Emmert II zunächst nur eine Unterscheidung der Spieler, nicht ihre Verwandtschaft. Aus solchen kleinen Befunden kann erst mit Vereinsakten und Meldeunterlagen eine verlässliche Personen- und Familiengeschichte entstehen.
1936: Sportliche Krise und gesellschaftliches Vereinsleben
Dass ein Verein mehr war als die Spiele seiner Mannschaft, zeigt eine Meldung der bearbeiteten Fürther Chronik von 1936:](https://www.fuerthwiki.de/wiki/images/f/fb/Kuntermann_1936.pdf):) Noch im Januar veranstaltete der VfR einen Faschingsball im Gesellenhospiz an der Simonstraße. Im Sommer desselben Jahres ging es um seine Existenz. Sinkende Einnahmen und steigende Pachtkosten belasteten nach den überlieferten Rückblicken den Spielbetrieb.
Für die Auflösung und die Neubildung des VfB Fürth werden zwei Tagesangaben verbreitet. Eine Chronikmeldung vom 23. September bezieht sich auf eine Versammlung am vorausgehenden Sonntag, dem 20. September 1936. Ein späterer Pressebericht nennt den 22. September. Bis die Originalprotokolle und die zeitgenössische Presse eingesehen sind, bleibt dieser Konflikt offen. Auch die spätere Post-Sportgemeinschaft und der 1945 gegründete ASV dürfen nicht ohne eigene Registerbelege als ein und dieselbe Rechtsperson dargestellt werden.
Ostern an der Magazinstraße: Fußball als Begegnung zwischen Ländern
Die Nachkriegsgeschichte der Anlage ist auch eine Geschichte internationaler Jugendbegegnungen. Zwischen 1957 und 1994 richtete der ASV Fürth das internationale A-Jugend-Osterturnier aus. Ein historischer Rückblick nennt Fritz Engelhardt, Adolf Grüner, Ludwig Weigl, Rudi Hirner und Willi Kiesel als Initiatoren.
Jugendmannschaften aus verschiedenen Ländern reisten an; einige Gäste wohnten bei Fürther Familien. Die Organisation umfasste weit mehr als das Ansetzen von Fußballspielen: Unterkünfte, Verpflegung, Programme, Schiedsrichter und freiwillige Arbeit mussten koordiniert werden. Gäste aus den Niederlanden, Österreich und Schottland sowie aus Ungarn und der damaligen Tschechoslowakei sind in Rückblicken genannt. Solche Begegnungen gehören zum sozialen und europäischen Nachkriegsleben der Stadt.
Für 1982 wurden rund 2.500 Zuschauer als eher enttäuschende Kulisse bezeichnet. Das ist heute eine überraschende Zahl für ein Jugendturnier und zeigt dessen damalige Bedeutung. Ob in jedem Jahr der gesamten Zeitspanne eine Ausgabe stattfand, kann erst eine vollständige Jahrgangsliste klären.
Was die Tribüne für den ASV wirtschaftlich bedeutete
Die Sponsorenmappe des ASV aus dem Jahr 2022 ist eine ungewöhnlich ergiebige Quelle für den Vereinsalltag. Darin bot der Verein Werbeflächen an der historischen Tribüne und an den Ballfangzäunen an. Die dort genannten Beträge waren Angebotspreise, keine bestätigten Einnahmen. Die Mappe meldete damals ungefähr 600 Mitglieder, davon etwa 410 in der Fußballabteilung und innerhalb dieser Teilmenge rund 260 Kinder und Jugendliche. Diese Zahlen lassen sich nicht addieren und sind nicht als Mitgliederstand von 2026 zu verstehen.
Die Mappe nennt Peter Walch als Vorstand. In der Stiftungsmeldung von 2026 steht hingegen Peter Weich als erster Vorsitzender. Ob ein Schreibfehler, eine andere Person oder ein tatsächlicher Amtswechsel vorliegt, lässt sich ohne Protokolle und Registereinträge nicht zuverlässig entscheiden.
Mehrere Sanierungssummen, aber keine Schlussrechnung
Die Zahlen aus dem Jahr 2026 sind sorgfältig voneinander zu trennen. Im Sportförderbericht der Stadt Fürth vom April wurden für die vorgesehene Dachmaßnahme 23.000 Euro veranschlagt und ein Zuschuss von 6.900 Euro vorgeschlagen. Ein Zeitungsbericht vom 13. August berichtete später über einen Sanierungsbedarf von rund 180.000 Euro. Am 18. August wurden etwa 150.000 Euro zusätzliche Kosten und ein Spendenziel von 99.000 Euro genannt. Die Beträge meinen verschiedene Kosten- und Finanzierungsstände; sie dürfen nicht aufaddiert werden.
Die SpVgg Greuther Fürth teilte am 18. September 2026 mit, dass ihre Stiftung „Kleeblatt fürs Leben“ die Sanierung mit 5.000 Euro unterstützt. Die Stiftergemeinschaft berichtete am 29. September über dieselbe Übergabe. Es ist deshalb nur eine Spende belegt. Die Nachricht macht eine Besonderheit der Stadtgeschichte sichtbar: Aus der früheren Rivalität der Sportvereine ist beim Erhalt eines gemeinsamen historischen Ortes eine Form der Unterstützung geworden.
Was die Baugeschichte noch erzählen kann
Für eine noch genauere Rekonstruktion sind die Bauakte von 1914, die späteren Umbaugenehmigungen, Grundstücksunterlagen und datierte Fotos entscheidend. Die publizierte Planrecherche spricht für das ursprüngliche Baujahr 1914, beantwortet aber nicht automatisch, welche heute erhaltenen Holzbauteile aus jener Zeit stammen. Ebenso darf aus der öffentlichen Debatte um Denkmalschutz kein amtlicher Denkmalstatus abgeleitet werden.
Die Magazinstraße ist damit zugleich ein Forschungsort für Stadtentwicklung, Bauhandwerk, Sportvereine und familiäre Erinnerungen. Ihre Geschichte soll nicht an einer beliebigen Rekordbehauptung hängen. Schon die nachvollziehbare Abfolge von Reitturnier, großem Fußball, Vereinskrise und Nachwuchssport zeigt, warum die Tribüne historisch außergewöhnlich ist.
Weitere Geschichten im Kleeblattmuseum
VfR Fürth · ASV Fürth · SpVgg Fürth · Baugeschichte
Quellen
- FürthWiki, Fürther Holztribüne, mit Verweisen auf Bauarchiv Magazinstraße 45, Planeingabe 1914 und Rieß-Chronik: https://www.fuerthwiki.de/wiki/index.php?title=Fürther_Holztribüne
- FürthWiki, VfR Fürth, Vereinsgeschichte und Bezug zur Magazinstraße: https://www.fuerthwiki.de/wiki/index.php?title=VfR_Fürth
- Markus Eigler, Der SpVgg-Konkurrent aus dem Glasscherbenviertel, nordbayern.de, 11. März 2019: https://www.nordbayern.de/sport/der-spvgg-konkurrent-aus-dem-glasscherbenviertel-1.8682799
- Kuntermann-Chronik 1936, Eintrag September 1936 (retrospektive Chronik, nicht die originale Vereinsregisterakte): https://www.fuerthwiki.de/wiki/images/f/fb/Kuntermann_1936.pdf
- Stadt Fürth, Übersicht Investitionszuschuss Fürther Sportvereine 2026, April 2026: https://ratsinfo.fuerth.de/bi/getfile.asp?id=4313846&type=do
- Martin Schano, ASV Fürth schlägt Alarm: Alte Holztribüne bedarf teurer Sanierung, Nürnberger Nachrichten, 13. August 2026: https://www.nn.de/amateurfussball/asv-furth-schlagt-alarm-alte-holztribune-bedarf-teurer-sanierung-1.15239342
- Fürther Fußballgeschichte in Gefahr, Fürth Aktuell, 18. August 2026: https://fuerthaktuell.de/nachrichten-aus-der-stadt-fuerth/12232/fuerther-fussballgeschichte-in-gefahr-asv-muss-holztribuene-sanieren-und-benoetigt-spenden/
- SpVgg Greuther Fürth, 5.000 Euro für die historische Holztribüne des ASV Fürth, 18. September 2026: https://www.sgf1903.de/news/abseits-des-rasens/5-000-euro-fuer-die-historische-holztribuene-des-asv-fuerth
- Stiftergemeinschaft Fürth, 5.000 Euro für die historische Holztribüne des ASV Fürth, 29. September 2026: https://www.die-stifter.de/aktuelles/info/5000-euro-fuer-die-historische-holztribuene-des-asv-fuerth
- Fußballn.de, ASV Fürth – Vereinsinformationen (Gründungsdatum als Portalangabe): https://www.fussballn.de/sites/vereine/start.aspx?SK=4&Ver=633