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Historisches Fürther Straßenlexikon

Beim Liershof

Warum heißt die Straße so?

Der Hofname erinnert an Catharina van Lierd (1636–1710). Die reformierte Kaufmannsfamilie prägte den Bereich um die heutige Lilienstraße. In der Überlieferung erscheint „Frau von Liershof“ beziehungsweise mundartlich „Fraveliershuf“. Der historische Hof- und Ortsname ist älter als die moderne Hausnummerierung.

Datierung nach Quelle: Hofbezeichnung bereits im 18. Jahrhundert; Stadtplan von 1819

Nachweisstufe: Stadt Fürth, Gänsberg-Chronik (historische Ortsgeschichte); rekonstr. Stadtplan 1819

Quelle zur Namenserklärung

Ausführliche Straßenbiografie

Der Name einer Kaufmannsfrau überdauert die Jahrhunderte

Der Liershof bewahrt eine bemerkenswerte historische Ortsbezeichnung: Catharina van Lierd (1636–1710) lebte im Umfeld einer reformierten Fürther Kaufmannsfamilie, deren Hofbereich in älteren Quellen als Frau-von-Liershof und in mundartlicher Form überliefert ist. Der Name hielt sich über Verwaltungs- und Nummerierungsreformen hinweg.

Zur Lebensgeschichte gehört auch der Aufschwung Fürths nach dem Dreißigjährigen Krieg. Reformierte Kaufleute und Handwerker brachten neue Geschäfts- und Produktionsformen in den Marktort. Catharina van Lierd gehörte zu jener Welt von Handel und Familiennetzwerken, die sich nicht allein über repräsentative öffentliche Gebäude erschließen lässt.

Die Denkmalliste beschreibt Beim Liershof 1 als ehemaliges Bräuhaus und die benachbarten Häuser 3 und 3a als historisch zusammengehörende, aber baulich unterschiedliche Teile mit Sandstein und Fachwerk. Ihre älteren Entstehungsdaten weichen in einzelnen Darstellungen voneinander ab. Daraus darf weder ein einheitliches Baujahr noch der ununterbrochene Bestand eines einzigen Hauses gefolgert werden.

Quellenkritischer Hinweis: Der Hofname und die Gebäude sind belegt; abweichende Baudatierungen, insbesondere 1621 und 1679, bleiben gesonderte Prüfaufgaben.

Weitere Straßen dieser Geschichte

Thematische Verbindungen – keine automatischen Haus- oder Personenidentitäten.

Die Biografie dieser Straße

Namensgeschichte belegt oder sekundär gedeutet

Der Hofname erinnert an Catharina van Lierd (1636–1710). Die reformierte Kaufmannsfamilie prägte den Bereich um die heutige Lilienstraße. In der Überlieferung erscheint „Frau von Liershof“ beziehungsweise mundartlich „Fraveliershuf“. Der historische Hof- und Ortsname ist älter als die moderne Hausnummerierung.

Häuser und Baugeschichte

Hausnummer 1

1679 laut Denkmallistenwiedergabe

Ehemaliges Bräuhaus des Frau-van-Lierd-Hofes mit Sandsteinquaderfassade, Korbbogenportal und Fachwerkteilen; Baudenkmal D-5-63-000-103. Die gelegentlich für das Haus genannten Jahre 1621 und 1679 dürfen ohne Bauakten nicht als dasselbe exakte Baujahr behandelt werden.

Baugeschichtsquelle

Amtliche Bayerische Denkmalliste, Stand 30.05.2026; D-5-63-000-103/104, unterschiedliche Datierungen 1621/1679 in weiteren Darstellungen offen

Hausnummer 3/3a

17./18. Jahrhundert (Baukern)

Historisches Doppelwohnhaus: östlicher Fachwerkteil Nr. 3 und westlicher Sandsteinquaderteil Nr. 3a; Teil des zusammenhängenden Liershof-Ensembles.

Baugeschichtsquelle

Amtliche Bayerische Denkmalliste, Stand 30.05.2026; D-5-63-000-103/104, unterschiedliche Datierungen 1621/1679 in weiteren Darstellungen offen

Historische Adressnennung ist kein automatischer Nachweis für Eigentum, Wohnsitz oder ein heute erhaltenes Gebäude.

Nachgewiesen im städtischen Großdruck-Stadtplan 2019 · PDF-Seite 3. Ein Nachweis von 2019 ist kein amtlicher Erstbenennungsbeschluss und kein bestätigter aktueller 2026er Straßenstatus. Zur Gesamtliste von 2019 →

Auf dem Stadtplan von 1819

Die Rekonstruktion des Stadtplans von 1819 ordnet dieser Bezeichnung folgende historische Namen und Lageangaben zu: Bei dem Frau von Liershof. Das ist eine kartografische Entsprechung, kein Nachweis des exakten Umbenennungsdatums oder eines unveränderten Straßenverlaufs.

Alle 27 Kartenbezeichnungen von 1819 →

Historisch belegte Hausadressen

Archivische Hausbelege sind datierte Quellen-Nennungen. Eine heutige Identität, Eigentümerschaft oder durchgehende Bewohnung ist daraus nicht automatisch ableitbar.

Noch keine direkt verknüpften zeitgenössischen Hausbelege in dieser Datenauswahl.

Historische Gebäude und Baudenkmäler

Diese Angaben stammen aus denkmalpflegerischen und lokalen Gebäudebeschreibungen. Sie bilden eine getrennte Quellengattung gegenüber den historischen Personen-/Hausbelegen.

Nr. 1

Baualter: 1679 laut Denkmallistenwiedergabe

Ehemaliges Bräuhaus des Frau-van-Lierd-Hofes mit Sandsteinquaderfassade, Korbbogenportal und Fachwerkteilen; Baudenkmal D-5-63-000-103. Die gelegentlich für das Haus genannten Jahre 1621 und 1679 dürfen ohne Bauakten nicht als dasselbe exakte Baujahr behandelt werden.

Amtliche Bayerische Denkmalliste, Stand 30.05.2026; D-5-63-000-103/104, unterschiedliche Datierungen 1621/1679 in weiteren Darstellungen offen

Gebäudequelle

Nr. 3/3a

Baualter: 17./18. Jahrhundert (Baukern)

Historisches Doppelwohnhaus: östlicher Fachwerkteil Nr. 3 und westlicher Sandsteinquaderteil Nr. 3a; Teil des zusammenhängenden Liershof-Ensembles.

Amtliche Bayerische Denkmalliste, Stand 30.05.2026; D-5-63-000-103/104, unterschiedliche Datierungen 1621/1679 in weiteren Darstellungen offen

Gebäudequelle

Warum die Quellenphasen wichtig sind

Zum 1. Januar 1890 traten in Fürth geänderte Straßennamen und Hausnummern in Kraft. Ältere Nummern dürfen deshalb nicht anhand der Ziffer allein mit neueren verbunden werden. Mehr zur Nummernreform.

Forschungsstand 11. Oktober 2026 · 0 erfasste Quellenbeobachtungen (nicht gleichzusetzen mit einzelnen Gebäuden).