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Historisches Fürther Straßenlexikon

Lilienstraße

Warum heißt die Straße so?

Die Bezeichnung ist überliefert; wer oder was der Namensgeber war, ist noch nicht ausreichend nachgewiesen.

Ausführliche Straßenbiografie

Spediteure, Wirte und Wege zwischen alten Höfen

Die Lilienstraße liefert einen Einblick in Fürths Handels- und Gastgewerbewelt. 1886 wird Löb Apfelbaum als Spediteur genannt; unter weiteren historischen Hausnummern begegnen die Wirte Johann Paul Keil, Martin Lößel und Konrad Fischer. Damit stehen Warenbewegung und die Versorgung von Reisenden in derselben kleinen Straße nebeneinander.

Der Nachweis eines Spediteurs dokumentiert eine Adresse und eine Erwerbsfunktion. Er sagt noch nicht, ob Apfelbaum Hauseigentümer war, wo die Lager- oder Stellplätze lagen oder welche Familienbeziehungen bestanden. Gleiches gilt für die mehreren Wirte, deren Betriebe und Konzessionen erst durch die Gewerbeakten rekonstruiert werden können.

Die benachbarte Ortsgeschichte des Liershofs eröffnet einen Blick auf die früheren Kaufmanns- und Hofstrukturen des Quartiers. Die räumliche Nähe allein beweist jedoch keine persönliche oder wirtschaftliche Verbindung zwischen den historischen Familien.

Quellenkritischer Hinweis: Keine ungesicherte Identität mit anderen Personen namens Apfelbaum aus Familien-, Schul- oder Sportdaten.

Weitere Straßen dieser Geschichte

Thematische Verbindungen – keine automatischen Haus- oder Personenidentitäten.

Die Biografie dieser Straße

Adressbelege vorhanden – Namensgeschichte offen

Lilienstraße ist im Fürther Straßenbestand nachgewiesen. Wann und mit welchem Beschluss die Benennung erfolgte, lässt sich aus den derzeit zugeordneten Quellen noch nicht sicher erklären.

Zur Adressgeschichte liegen 35 Quellenbeobachtungen im Forschungsbestand vor; 12 ausgewählte Belege sind in diesem Straßenprofil erschlossen, darunter Nennungen aus 1886 bis 1899. Die Nennungen dokumentieren historische Adressen und Nutzungen, nicht automatisch den Fortbestand desselben Gebäudes.

Namentlich erschlossen sind unter anderem Apfelbaum, Löb (1886, Hausnummer 13, Spediteur.); Keil, Joh. Paul (1886, Hausnummer 2, Wirt.); Lößel, Martin (1886, Hausnummer 4, Gastwirt.); Fischer, Konrad (1886, Hausnummer 6, Wirt.). Die jeweilige Rolle als Bewohner, Gewerbetreibender oder Eigentümer muss anhand der einzelnen Quelle unterschieden werden.

Menschen aus den historischen Quellen

  • 1886: Apfelbaum, Löb, Lilienstraße 13 – Spediteur.Beleg
  • 1886: Keil, Joh. Paul, Lilienstraße 2 – Wirt.Beleg
  • 1886: Lößel, Martin, Lilienstraße 4 – Gastwirt.Beleg
  • 1886: Fischer, Konrad, Lilienstraße 6 – Wirt.Beleg
  • 1886: Eck, Albert, Lilienstraße 9a – Kaufmann.Beleg

Historische Adressnennung ist kein automatischer Nachweis für Eigentum, Wohnsitz oder ein heute erhaltenes Gebäude.

Nachgewiesen im städtischen Großdruck-Stadtplan 2019 · PDF-Seite 5. Ein Nachweis von 2019 ist kein amtlicher Erstbenennungsbeschluss und kein bestätigter aktueller 2026er Straßenstatus. Zur Gesamtliste von 2019 →

Historisch belegte Hausadressen

Archivische Hausbelege sind datierte Quellen-Nennungen. Eine heutige Identität, Eigentümerschaft oder durchgehende Bewohnung ist daraus nicht automatisch ableitbar.

Warum die Quellenphasen wichtig sind

Zum 1. Januar 1890 traten in Fürth geänderte Straßennamen und Hausnummern in Kraft. Ältere Nummern dürfen deshalb nicht anhand der Ziffer allein mit neueren verbunden werden. Mehr zur Nummernreform.

Forschungsstand 11. Oktober 2026 · 35 erfasste Quellenbeobachtungen (nicht gleichzusetzen mit einzelnen Gebäuden).