Historisches Fürther Straßenlexikon
Hornschuchpromenade
Warum heißt die Straße so?
An der Nordseite der ehemaligen Ludwigseisenbahn verlief die „obere Weinstraße“. 1890 wurde sie in Promenade umbenannt; seit 1912 heißt sie Hornschuchpromenade nach dem Unternehmer und Fürther Wohltäter Christian Heinrich Hornschuch (1838–1912). Die noch ältere Straßenführung und die Nummerierung der Häuser sind gesondert zu prüfen.
Datierung nach Quelle: 1890 Promenade; 1912 Hornschuchpromenade
Nachweisstufe: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Ensemble E-5-63-000-5
Quelle zur NamenserklärungAusführliche Straßenbiografie
Vom Bahnrand zur repräsentativen Stadtadresse
Wo Fürth in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts repräsentative Mietshäuser errichtete, war zuvor eine Verkehrs- und Entwicklungszone an der Ludwigseisenbahn entstanden. Nördlich der 1835 eröffneten Bahntrasse wurde 1838 eine schmale Grünanlage angelegt.
Die nördlich verlaufende obere Weinstraße erhielt 1890 den Namen Promenade. Seit 1912 trägt sie den Namen Hornschuchpromenade und erinnert damit an einen Fürther Wohltäter. An der Bahnlinie und ihren begleitenden Straßen lässt sich der Wandel zur großstädtischen, bürgerlich geprägten Baukultur besonders deutlich erkennen: Aufwändige Sandsteinfassaden und mehrgeschossige Mietshäuser wurden zum sichtbaren Ausdruck wirtschaftlicher Stärke.
Zusammen mit der südlich gelegenen Königswarterstraße bildet die Hornschuchpromenade ein bedeutendes Denkmalensemble. Die südliche Straße hieß zuvor Bahnhofstraße und wurde bereits 1875 umbenannt. Die Unterschiede der historischen Teilstrecken sind bei jeder Adresszuordnung zu beachten.
Quellenkritischer Hinweis: Nur die obere Weinstraße ist dieser Namensfolge zuzuordnen; die historische Weinstraße insgesamt darf nicht pauschal gleichgesetzt werden.
Weitere Straßen dieser Geschichte
Thematische Verbindungen – keine automatischen Haus- oder Personenidentitäten.
Die Biografie dieser Straße
Namensgeschichte belegt oder sekundär gedeutet
An der Nordseite der ehemaligen Ludwigseisenbahn verlief die „obere Weinstraße“. 1890 wurde sie in Promenade umbenannt; seit 1912 heißt sie Hornschuchpromenade nach dem Unternehmer und Fürther Wohltäter Christian Heinrich Hornschuch (1838–1912). Die noch ältere Straßenführung und die Nummerierung der Häuser sind gesondert zu prüfen.
Historische Adressnennung ist kein automatischer Nachweis für Eigentum, Wohnsitz oder ein heute erhaltenes Gebäude.
Nachgewiesen im städtischen Großdruck-Stadtplan 2019 · PDF-Seite 5. Ein Nachweis von 2019 ist kein amtlicher Erstbenennungsbeschluss und kein bestätigter aktueller 2026er Straßenstatus. Zur Gesamtliste von 2019 →
Historisch belegte Hausadressen
Archivische Hausbelege sind datierte Quellen-Nennungen. Eine heutige Identität, Eigentümerschaft oder durchgehende Bewohnung ist daraus nicht automatisch ableitbar.
Noch keine direkt verknüpften zeitgenössischen Hausbelege in dieser Datenauswahl.
Warum die Quellenphasen wichtig sind
Zum 1. Januar 1890 traten in Fürth geänderte Straßennamen und Hausnummern in Kraft. Ältere Nummern dürfen deshalb nicht anhand der Ziffer allein mit neueren verbunden werden. Mehr zur Nummernreform.
Forschungsstand 11. Oktober 2026 · 0 erfasste Quellenbeobachtungen (nicht gleichzusetzen mit einzelnen Gebäuden).