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Historisches Fürther Straßenlexikon

Königswarterstraße

Warum heißt die Straße so?

Die frühere Bahnhofstraße im Bereich der Ludwigseisenbahn wurde laut Fürther Geschichtslexikon am 11. März 1875 nach dem Fürther Wohltäter Wilhelm Königswarter benannt. Die 1889 an einem anderen Straßenabschnitt vergebene Bezeichnung Bahnhofstraße ist davon zu unterscheiden.

Datierung nach Quelle: 11.03.1875

Nachweisstufe: Schwammberger, Fürth von A bis Z; frühere Bahnhofstraße dieses Abschnitts

Quelle zur Namenserklärung

Ausführliche Straßenbiografie

Wie eine Eisenbahnstraße den Namen eines Wohltäters bekam

Die Königswarterstraße gehört zur Verkehrsgeschichte des frühen Eisenbahnzeitalters. Im Bereich des 1835 eröffneten Bahnhofs der Ludwigseisenbahn hieß der Straßenzug ursprünglich Bahnhofstraße. Seit dem 11. März 1875 erinnert der neue Name nach der Geschichtsüberlieferung an den Fürther Wohltäter Wilhelm Königswarter.

Die Adressbelege erzählen vom Leben zwischen Bahnhof und Stadt: 1880 begegnet Schreinermeister und Distriktsvorsteher Erhard Zucker unter der damaligen Nummer 25, 1883 der Arzt und Bahnarzt Bernhard Fronmüller unter Nummer 21. Kaufleute wie Heimann Hirsch werden 1886 genannt. Diese Nennungen dokumentieren berufliche oder persönliche Adressbezüge, nicht automatisch Eigentum.

Die 1889 neu benannte Bahnhofstraße lag in einem anderen Abschnitt bei der Peterstraße. Die zwei historischen Bahnhofstraßen dürfen in keinem Häuserregister zusammengezogen werden. Diese Unterscheidung verhindert besonders bei der Zeit um 1890 fehlerhafte Lebensläufe und Grundstückskonkordanzen.

Quellenkritischer Hinweis: Ursprüngliche Bahnhofstraße (bis 1875) und neue Bahnhofstraße (ab 1889) sind verschiedene Straßenphasen.

Weitere Straßen dieser Geschichte

Thematische Verbindungen – keine automatischen Haus- oder Personenidentitäten.

Die Biografie dieser Straße

Quellenprofil mit Adressgeschichte

Die frühere Bahnhofstraße im Bereich der Ludwigseisenbahn wurde laut Fürther Geschichtslexikon am 11. März 1875 nach dem Fürther Wohltäter Wilhelm Königswarter benannt. Die 1889 an einem anderen Straßenabschnitt vergebene Bezeichnung Bahnhofstraße ist davon zu unterscheiden.

Zur Adressgeschichte liegen 60 Quellenbeobachtungen im Forschungsbestand vor; 12 ausgewählte Belege sind in diesem Straßenprofil erschlossen, darunter Nennungen aus 1880 bis 1899. Die Nennungen dokumentieren historische Adressen und Nutzungen, nicht automatisch den Fortbestand desselben Gebäudes.

Namentlich erschlossen sind unter anderem Erhard Zucker (1880, Hausnummer 25, Schreinermeister; Distriktsvorsteher); Dr. Bernhard Fronmüller (1883, Hausnummer 21, praktischer Arzt; Bahnarzt); Hirsch, Heimann (1886, Hausnummer 10a, Kaufmann.); Besold, Wolfgang Friedrich August (1886, Hausnummer 11, Kaufmann.). Die jeweilige Rolle als Bewohner, Gewerbetreibender oder Eigentümer muss anhand der einzelnen Quelle unterschieden werden.

Menschen aus den historischen Quellen

  • 1880: Erhard Zucker, Königswarterstraße 25 – Schreinermeister; DistriktsvorsteherBeleg
  • 1883: Dr. Bernhard Fronmüller, Königswarterstraße 21 – praktischer Arzt; BahnarztBeleg
  • 1886: Hirsch, Heimann, Königswarterstraße 10a – Kaufmann.Beleg
  • 1886: Besold, Wolfgang Friedrich August, Königswarterstraße 11 – Kaufmann.Beleg
  • 1886: Spear, Jakob, Königswarterstraße 14 – Fabrikant.Beleg
  • 1886: Bierer, Emil, Königswarterstraße 15 – Kaufmann.Beleg
  • 1886: Uhlmann, Sigmund, Königswarterstraße 20 – Kaufmann.Beleg

Historische Adressnennung ist kein automatischer Nachweis für Eigentum, Wohnsitz oder ein heute erhaltenes Gebäude.

Nachgewiesen im städtischen Großdruck-Stadtplan 2019 · PDF-Seite 5. Ein Nachweis von 2019 ist kein amtlicher Erstbenennungsbeschluss und kein bestätigter aktueller 2026er Straßenstatus. Zur Gesamtliste von 2019 →

Alt-/Neu-Adressen nach Krause (1994)

Die folgenden Paare stammen aus einer nach Archivquellen zusammengestellten Tabelle. Sie sind sekundär dokumentiert; die vollständige originale Nummerierungsübersicht von 1889 wurde noch nicht gegengeprüft. Bei Straßenwechseln kann der spätere Name erst Jahrzehnte nach 1890 entstanden sein.

Alle 99 Forschungs-Konkordanzen ansehen →

Historisch belegte Hausadressen

Archivische Hausbelege sind datierte Quellen-Nennungen. Eine heutige Identität, Eigentümerschaft oder durchgehende Bewohnung ist daraus nicht automatisch ableitbar.

Hausnummer 25 (1880)

Erhard Zucker

Schreinermeister; Distriktsvorsteher

Wohn-/Berufsbezug gemischt; Wohnstatus einzeln prüfen

Quellenknoten H-04022

Historischen Quellenverweis ansehen

Hausnummer 21 (1883)

Dr. Bernhard Fronmüller

praktischer Arzt; Bahnarzt

Wohn-/Berufsbezug gemischt; Wohnstatus einzeln prüfen

Quellenknoten H-00295

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Warum die Quellenphasen wichtig sind

Zum 1. Januar 1890 traten in Fürth geänderte Straßennamen und Hausnummern in Kraft. Ältere Nummern dürfen deshalb nicht anhand der Ziffer allein mit neueren verbunden werden. Mehr zur Nummernreform.

Forschungsstand 11. Oktober 2026 · 60 erfasste Quellenbeobachtungen (nicht gleichzusetzen mit einzelnen Gebäuden).