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Historisches Fürther Straßenlexikon

Marktplatz

Warum heißt die Straße so?

Die Bezeichnung ist überliefert; wer oder was der Namensgeber war, ist noch nicht ausreichend nachgewiesen.

Ausführliche Straßenbiografie

Konditorei, Gewerbe und medizinische Versorgung

Der Marktplatz war nicht bloß ein Platz für den Warenumschlag, sondern zugleich eine Adresse für Läden, Ausschank und Dienstleistungen. Die historischen Einzelbelege machen eine solche alltägliche soziale Infrastruktur des alten Fürth sichtbar.

1873 begegnet an einer damaligen Nummer 13 die Konditorei oder Verkaufsstelle J. Röder. 1880 wird an der gleichen Nummer ein Konditor und Distriktsvorsteher unter der abweichenden Namensform J. Nöder geführt. Ob es sich um dieselbe Person oder um eine Verlesung handelt, ist gerade nicht gesichert und muss am Original geprüft werden.

Für 1891 wird unter Marktplatz 1 der praktische Arzt Friedrich Wilhelm Herzog genannt. Die Adresse ist ein konkreter Ansatzpunkt für die Arzt- und Hausgeschichte, belegt aber ohne weitere Angaben weder die Eigentümerschaft noch die genaue Verbindung zwischen Wohnort und Praxis.

Marktordnungen, alte Kartierungen und Baupläne könnten zukünftig die bekannte Namens- und Hausgeschichte mit der Nutzung des öffentlichen Platzes verbinden.

Quellenkritischer Hinweis: Röder und Nöder nicht ohne Originalprüfung zu einer Identität zusammenführen.

Weitere Straßen dieser Geschichte

Thematische Verbindungen – keine automatischen Haus- oder Personenidentitäten.

Die Biografie dieser Straße

Adressbelege vorhanden – Namensgeschichte offen

Marktplatz ist im Fürther Straßenbestand nachgewiesen. Wann und mit welchem Beschluss die Benennung erfolgte, lässt sich aus den derzeit zugeordneten Quellen noch nicht sicher erklären.

Zur Adressgeschichte liegen 29 Quellenbeobachtungen im Forschungsbestand vor; 12 ausgewählte Belege sind in diesem Straßenprofil erschlossen, darunter Nennungen aus 1873 bis 1899. Die Nennungen dokumentieren historische Adressen und Nutzungen, nicht automatisch den Fortbestand desselben Gebäudes.

Namentlich erschlossen sind unter anderem J. Röder (1873, Hausnummer 13, Conditorei / Verkaufsstelle); J. Nöder (1880, Hausnummer 13, Conditor; Distriktsvorsteher); Herzog, Friedrich Wilhelm (1891, Hausnummer 1, praktischer Arzt). Die jeweilige Rolle als Bewohner, Gewerbetreibender oder Eigentümer muss anhand der einzelnen Quelle unterschieden werden.

Menschen aus den historischen Quellen

  • 1873: J. Röder, Marktplatz 13 – Conditorei / VerkaufsstelleBeleg
  • 1880: J. Nöder, Marktplatz 13 – Conditor; DistriktsvorsteherBeleg
  • 1891: Herzog, Friedrich Wilhelm, Marktplatz 1 – praktischer ArztBeleg

Historische Adressnennung ist kein automatischer Nachweis für Eigentum, Wohnsitz oder ein heute erhaltenes Gebäude.

Nachgewiesen im städtischen Großdruck-Stadtplan 2019 · PDF-Seite 5. Ein Nachweis von 2019 ist kein amtlicher Erstbenennungsbeschluss und kein bestätigter aktueller 2026er Straßenstatus. Zur Gesamtliste von 2019 →

Historisch belegte Hausadressen

Archivische Hausbelege sind datierte Quellen-Nennungen. Eine heutige Identität, Eigentümerschaft oder durchgehende Bewohnung ist daraus nicht automatisch ableitbar.

Warum die Quellenphasen wichtig sind

Zum 1. Januar 1890 traten in Fürth geänderte Straßennamen und Hausnummern in Kraft. Ältere Nummern dürfen deshalb nicht anhand der Ziffer allein mit neueren verbunden werden. Mehr zur Nummernreform.

Forschungsstand 11. Oktober 2026 · 29 erfasste Quellenbeobachtungen (nicht gleichzusetzen mit einzelnen Gebäuden).