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Königstraße
Warum heißt die Straße so?
Der rekonstruierte Stadtplan von 1819 stellt „Obere Frankfurther Straße“ der späteren Bezeichnung „Königstraße“ gegenüber. Der Namenswechsel ist damit kartografisch dokumentiert; Grund und Datum eines amtlichen Beschlusses sind dadurch noch nicht belegt.
Datierung nach Quelle: Stadtplan 1819 / Rekonstruktion 2006
Nachweisstufe: Kartografische Namensentsprechung (sekundär, nicht amtlicher Beschluss)
Quelle zur NamenserklärungAusführliche Straßenbiografie
Die große Verbindung – Handel, Rathaus und Wandel
Die Königstraße erzählt von Fürths Lage zwischen Nürnberg und dem westlichen Umland. Die Stadt beschreibt sie noch heute als zentrale Verbindung und Eingang in die Innenstadt. Doch ihr Erscheinungsbild ist kein Werk aus einem Guss: Zwischen älteren Anwesen, Rathaus und modernen Verkehrsansprüchen liegen viele Zeitschichten.
Auf der Rekonstruktion des Plans von 1819 erscheint eine Obere Frankfurther Straße, die der späteren Königstraße zugeordnet wird. Diese Namensrelation sagt noch nicht, wann und aus welchem konkreten Anlass der heutige Name offiziell beschlossen wurde. Die besonders häufigen historischen Adressbuchformen Königsstraße und Königstraße gehören auf Straßenebene zusammen, ohne dass ältere Hausnummern deswegen unverändert fortgelten.
Besonders eindrucksvoll ist das Rathaus an der Königstraße 86/88: Eduard Bürklein entwarf den markanten Sandsteinbau, dessen Turm an den Palazzo Vecchio in Florenz erinnert. Die Baugeschichte des Rathauses reicht in die 1840er Jahre; spätere Erweiterungen zeigen, wie kommunales Selbstbewusstsein die Straße architektonisch prägte.
Zum historischen Handel gehörten zahlreiche Gewerbe- und Privatanschriften. Einzelne Beispiele im Quellenbestand reichen vom Optiker über Metzger und Schreibwarenhändler bis zum Weinhandel. Jede Nennung ist an das jeweilige Jahr und Nummerierungssystem gebunden. Gegenwärtige Planungen zur Neugestaltung des östlichen Straßenabschnitts schreiben die Geschichte dieses zentralen Stadtraums weiter.
Quellenkritischer Hinweis: Die historische Form Königsstraße ist keine eigenständige vollständig rekonstruierte Gebäudeadresse; die Hausnummern bedürfen der Datierung.
Weitere Straßen dieser Geschichte
Thematische Verbindungen – keine automatischen Haus- oder Personenidentitäten.
Die Biografie dieser Straße
Quellenprofil mit Adressgeschichte
Der rekonstruierte Stadtplan von 1819 stellt „Obere Frankfurther Straße“ der späteren Bezeichnung „Königstraße“ gegenüber. Der Namenswechsel ist damit kartografisch dokumentiert; Grund und Datum eines amtlichen Beschlusses sind dadurch noch nicht belegt.
Zur Adressgeschichte liegen 6 Quellenbeobachtungen im Forschungsbestand vor; 6 ausgewählte Belege sind in diesem Straßenprofil erschlossen, darunter Nennungen aus 1710 bis 1899. Die Nennungen dokumentieren historische Adressen und Nutzungen, nicht automatisch den Fortbestand desselben Gebäudes.
Namentlich erschlossen sind unter anderem Isaak Springer (1710, Hausnummer 95, Optikus / Eigentümer); Johann Friedrich Neußer (1792, Hausnummer 110, Charcutier / Besitzer). Die jeweilige Rolle als Bewohner, Gewerbetreibender oder Eigentümer muss anhand der einzelnen Quelle unterschieden werden.
Menschen aus den historischen Quellen
- 1710: Isaak Springer, Königstraße 95 – Optikus / EigentümerBeleg
- 1792: Johann Friedrich Neußer, Königstraße 110 – Charcutier / BesitzerBeleg
Historische Szenen und Ereignisse
1845 · Gastwirtschaft · Nr. 110 (spätere Adresse)
Im August 1845 eröffnete Stockert ein Lokal in der Poppengasse, damals mit der Nummer 391 bezeichnet. Gaab lokalisiert den Ort bei der heutigen Königstraße 110. Historische Gassenführung und Hausidentität bedürfen weiterer Prüfung.
Historischer NachweisHäuser und Baugeschichte
Hausnummer 110
Gebäude 1701; Kinderbewahranstalt 1837
Ehemaliges Gasthaus Zum Posthorn; in diesem Gebäude eröffnete 1837 die Lehmus’sche Kinderbewahranstalt. Verbindung zur Biografie des späteren Namensgebers der Lehmusstraße, nicht als Gebäude an der Lehmusstraße missverstehen.
BaugeschichtsquelleDenkmalverzeichnis und Ortschronik via FürthWiki, Kreuzbezug statt Straßen-Haus-Fusion
Historische Adressnennung ist kein automatischer Nachweis für Eigentum, Wohnsitz oder ein heute erhaltenes Gebäude.
Nachgewiesen im städtischen Großdruck-Stadtplan 2019 · PDF-Seite 5. Ein Nachweis von 2019 ist kein amtlicher Erstbenennungsbeschluss und kein bestätigter aktueller 2026er Straßenstatus. Zur Gesamtliste von 2019 →
Öffentliche Einrichtungen mit Adresse im Jahr 2019
Die Stadt Fürth veröffentlichte diese Nutzungsadressen in ihrem Begleitheft 2019. Sie belegen den damaligen Einrichtungsstandort, nicht Eigentum oder unveränderte Nutzung im Jahr 2026.
Historische Straßenbezeichnungen – Quellenabgleich
Die Zuordnung betrifft Namen und deren historische Belege, nicht pauschal Gebäude, Hausnummern oder Bewohner nach 1890.
Königsstraße · 322 Quellenbeobachtungen
Status: belegt; spätere Entsprechung: Königstraße
Historische Schreibform; die konkrete historische Hausnummer darf nicht als heutige Nummer gelesen werden.
Namens- oder Kartenquelle ansehen Alle 48 historischen Straßennamen und Hausquellen →Auf dem Stadtplan von 1819
Die Rekonstruktion des Stadtplans von 1819 ordnet dieser Bezeichnung folgende historische Namen und Lageangaben zu: Obere Frankfurther Straße, Rosengasse, Untere Frankfurther Straße. Das ist eine kartografische Entsprechung, kein Nachweis des exakten Umbenennungsdatums oder eines unveränderten Straßenverlaufs.
Alle 27 Kartenbezeichnungen von 1819 →Historische Adressfolge: 110
Anwesen- und Standortgeschichte, nicht zwangsläufig derselbe Baukörper.
1792Hausnummer 277; 1807 am Poppengäßlein
1827I. Bezirk, Nr. 391; 1836 Königsstraße 391
Standortkette aus Adressbüchern 1807, 1819, 1836/1846 und Wunschelchronik in lokalhistorischer Sekundärdarstellung. Gebäude wurde im 19. Jahrhundert umgebaut; Besitz- und Baukörperfolge nicht gleichsetzen.
Alle vier Nummerierungssysteme erklären →Menschen, Gewerbe und Hausnummern aus der Kompassmacherforschung
Sekundärrecherche von Hans Gaab mit konkreten Archiv-, Adressbuch- und Zeitungshinweisen. Eigentliche Hausnutzung, Geschäft und Nummernänderung werden getrennt dargestellt.
1845: 110 (spätere Adresse) – Gastwirtschaft
Christoph Stockert
Im August 1845 eröffnete Stockert ein Lokal in der Poppengasse, damals mit der Nummer 391 bezeichnet. Gaab lokalisiert den Ort bei der heutigen Königstraße 110. Historische Gassenführung und Hausidentität bedürfen weiterer Prüfung.
Quelle: Gaab PDF S. 43, Anm. 155; Tagblatt 26.08.1845Alt-/Neu-Adressen nach Krause (1994)
Die folgenden Paare stammen aus einer nach Archivquellen zusammengestellten Tabelle. Sie sind sekundär dokumentiert; die vollständige originale Nummerierungsübersicht von 1889 wurde noch nicht gegengeprüft. Bei Straßenwechseln kann der spätere Name erst Jahrzehnte nach 1890 entstanden sein.
K1890-028 · Neu-Nummerierung
Königstraße 105 → Königstraße 123
Quellentabelle, PDF-Seite 4K1890-029 · Neu-Nummerierung
Königstraße 106 → Königstraße 121
Quellentabelle, PDF-Seite 11K1890-030 · Neu-Nummerierung
Königstraße 113 → Königstraße 107
Quellentabelle, PDF-Seite 8K1890-031 · Neu-Nummerierung
Königstraße 122 → Königstraße 89
Quellentabelle, PDF-Seite 1K1890-032 · Neu-Nummerierung
Königstraße 134 → Königstraße 65
Quellentabelle, PDF-Seite 9K1890-033 · Neu-Nummerierung
Königstraße 24 → Königstraße 48
Quellentabelle, PDF-Seite 11K1890-034 · Neu-Nummerierung
Königstraße 65 → Königstraße 134
Quellentabelle, PDF-Seite 1K1890-035 · Neu-Nummerierung
Königstraße 68 → Königstraße 140
Quellentabelle, PDF-Seite 4K1890-036 · Neu-Nummerierung + Straßenzuordnung/Name
Königstraße 73 → Nürnberger Straße 10
Quellentabelle, PDF-Seite 1K1890-037 · Neu-Nummerierung + Straßenzuordnung/Name
Königstraße 75 → Nürnberger Straße 14
Quellentabelle, PDF-Seite 1K1890-038 · Neu-Nummerierung + Straßenzuordnung/Name
Königstraße 76 → Nürnberger Straße 16
Quellentabelle, PDF-Seite 10K1890-039 · Neu-Nummerierung + Straßenzuordnung/Name
Königstraße 94b → Nürnberger Straße 7
Quellentabelle, PDF-Seite 4 Alle 99 Forschungs-Konkordanzen ansehen →Historisch belegte Hausadressen
Archivische Hausbelege sind datierte Quellen-Nennungen. Eine heutige Identität, Eigentümerschaft oder durchgehende Bewohnung ist daraus nicht automatisch ableitbar.
Historische Gebäude und Baudenkmäler
Diese Angaben stammen aus denkmalpflegerischen und lokalen Gebäudebeschreibungen. Sie bilden eine getrennte Quellengattung gegenüber den historischen Personen-/Hausbelegen.
Nr. 110
Baualter: Gebäude 1701; Kinderbewahranstalt 1837
Ehemaliges Gasthaus Zum Posthorn; in diesem Gebäude eröffnete 1837 die Lehmus’sche Kinderbewahranstalt. Verbindung zur Biografie des späteren Namensgebers der Lehmusstraße, nicht als Gebäude an der Lehmusstraße missverstehen.
Denkmalverzeichnis und Ortschronik via FürthWiki, Kreuzbezug statt Straßen-Haus-Fusion
GebäudequelleWarum die Quellenphasen wichtig sind
Zum 1. Januar 1890 traten in Fürth geänderte Straßennamen und Hausnummern in Kraft. Ältere Nummern dürfen deshalb nicht anhand der Ziffer allein mit neueren verbunden werden. Mehr zur Nummernreform.
Forschungsstand 11. Oktober 2026 · 6 erfasste Quellenbeobachtungen (nicht gleichzusetzen mit einzelnen Gebäuden).