Vereinsführung · Nationalsozialismus · Ausgrenzung · 1933
1933: Wie die Spielvereinigung ihre Selbstständigkeit verlor
Am 14. August 1933 trat die Spielvereinigung in ihrem Vereinsheim zu einer außerordentlichen Versammlung zusammen. Sie stellte sich auf das nationalsozialistische Führerprinzip um und bestätigte die Ausgrenzung ihrer jüdischen Mitglieder. Was an diesem Abend beschlossen wurde, hatte sich über Monate angebahnt – teilweise auf Anordnung von außen, teilweise durch Entscheidungen des Vereins selbst.
Redaktioneller Forschungsentwurf. Diese Fassung ist quellenkritisch ausgearbeitet, aber noch nicht zur Veröffentlichung freigegeben. Besonders kenntlich gemachte Aussagen aus Vereinsrückblicken ersetzen keine bisher nicht eingesehenen Originalakten.
Das überlieferte Protokollbuch zeigt eine Folge von Entscheidungen – und die Mitwirkung der Vereinsführung
Ein Vereinsheim, ein Beschluss – und die Menschen, die nicht mehr dazugehören sollten
Am 14. August 1933 versammelten sich die Mitglieder der Spielvereinigung Fürth zu einer außerordentlichen Hauptversammlung. Im Vereinsheim hingen nach der damals berichtenden Nordbayerischen Zeitung Symbole des NS-Staates neben den sportlichen Erinnerungsstücken des Vereins. Die Anwesenden beschlossen den Umbau der Vereinsführung nach dem nationalsozialistischen Führerprinzip. Sie bestätigten zugleich die Ausgrenzung jüdischer Mitglieder.
In einer üblichen Vereinschronik steht hierfür meist ein einziges Wort: Gleichschaltung. Doch dieses Wort erklärt nicht, wer wann welche Entscheidung traf, welche Anweisungen von Behörden und Sportverbänden kamen und wo die Funktionäre selbst Handlungsspielräume nutzten. Genau das untersucht der Historiker Andreas Mau in einer Studie von 2016. Seine wichtigste Grundlage ist ein weitgehend erhaltenes Protokollbuch der SpVgg von Februar 1930 bis März 1934, ergänzt um Schriftstücke des Fürther Stadtarchivs und zeitgenössische Presse. Diese Quellenbasis erlaubt eine ungewöhnlich genaue Rekonstruktion; die Originalakten selbst wurden für diesen Redaktionsentwurf noch nicht erneut vorgelegt. [1]
Im Frühjahr: Der Vereinsalltag läuft zunächst weiter
Nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler im Januar 1933 arbeiteten viele Vereinseinrichtungen zunächst äußerlich wie zuvor. In Fürth wurden Beiträge verwaltet, Versammlungen abgehalten und Mannschaften betreut. Doch bereits die March-Versammlungen zeigen, wie sehr politische Veränderungen in die Vereinswelt eindrangen.
Die SpVgg hatte eine Vereinsführung mit langer Erfahrung; im März übernahm Hans Roll den Vorsitz, der zuvor bereits verschiedene Vereinsämter bekleidet hatte. Der abtretende Vorsitzende Paul Sörgel stellte in seiner Abschiedsrede die Werte des Vereins in einen Bezug zur neuen Regierung. Das war nicht bloß eine Stimmung am Rand des Fußballfelds. Für Funktionäre galt nun als politische Frage, welche Fahnen bei Sportveranstaltungen wehten, wer Mitglied werden durfte und auf welche staatlichen Stellen man sich zu beziehen hatte.
Bereits am 21. März 1933 empfahl der DFB nach Maus Auswertung, keine Arbeitersportvereine aufzunehmen. Eine Woche später verstärkte der Fürther Vorstand die Kontrolle über Neuaufnahmen und regelte die Beflaggung seiner Anlage. Ob die Änderung der Aufnahmeverfahren konkret gegen ehemalige Arbeitersportler zielte, ist aus den erhaltenen Protokollen nicht ersichtlich; Mau weist diese Frage ausdrücklich als nicht bewiesen aus. [2]
Stuttgart, 9. April: Eine Erklärung mit Fürther Beteiligung
Eine Zäsur kam am 9. April 1933. In Stuttgart berieten süddeutsche Spitzenvereine, darunter die SpVgg Fürth, über die politischen Umbrüche. Ursprünglich standen sportorganisatorische Fragen an. Doch die Konferenz bekannte sich schließlich zu den Zielen der neuen Machthaber und erklärte ausdrücklich die Bereitschaft zur Ausgrenzung jüdischer Mitglieder sowie zur Einführung militärisch ausgerichteter Jugenderziehung.
Die spätere örtliche Umsetzung war daher nicht nur die mechanische Reaktion auf einen fertigen Befehl aus Berlin. Das überregionale Bekenntnis der Vereinsvertreter war Teil des Prozesses selbst. Fürth gehörte zu jenen Institutionen, die sich früh öffentlich anpassten, auch wenn konkrete Vorgaben der Verbände noch fehlten. [3]
Der Beschluss vom 11. Mai – und seine verzögerte Durchführung
Am 11. Mai 1933 befasste sich die Vereinsverwaltung mit der Ausgrenzung jüdischer Vereinsmitglieder. Nach intensiver Aussprache fasste sie den Beschluss, noch verbliebene jüdische Mitglieder aus den Verzeichnissen zu streichen. Zugleich sollten die Abteilungen vollständige Mitgliederlisten vorlegen. Mau hält den genauen Zweck dieser zusätzlichen Erfassung für nicht vollständig geklärt; ein unmittelbarer Nachweis, dass sie speziell der Identifizierung jüdischer Mitglieder diente, liegt nach seiner Untersuchung nicht vor.
Noch Mitte Juni war die Maßnahme nicht abschließend umgesetzt. Am 14. Juni stellte der Vorstand einen weiteren Beschluss zurück und verwies auf Äußerungen des Reichssportkommissars. Das darf nicht als Widerstand gegen die Ausgrenzung umgedeutet werden. Der Ausschluss war beschlossen worden; umstritten beziehungsweise unklar war vor allem der Ablauf der Umsetzung im System der neuen Sportführung.
Hier liegt ein grundlegender Unterschied zwischen Geschichtsschreibung und einer Datums-Tabelle: „11. Mai – Juden ausgeschlossen“ wäre als pauschale Aussage ungenau. Korrekt ist die Folge Beschluss, Verzögerung, Vollzug und spätere Bestätigung. [4]
Ein Fragebogen zeigt, wie tief die Verwaltung eindrang
Ende Juni verlangten Behörden genauere Angaben über die Fürther Sportvereine. Ein Schreiben des Beauftragten Georg Linsenmeyer vom 23. Juni an den Stadtrat wurde über die Stadtverwaltung weitergegeben. Die SpVgg erhielt einen Fragebogen zur Größe des Vereins, zur politischen Zusammensetzung seiner Leitung und zur Zahl jüdischer Mitglieder. Es wurden sogar Alter, Beruf, Parteizugehörigkeit und Eintrittsdatum von Vorstandsmitgliedern erhoben.
Am 3. Juli 1933 antwortete die SpVgg. Die von Mau ausgewertete Anlage nennt 963 Vereinsmitglieder, darunter 42 jüdische Menschen. Das entspricht etwa 4,4 Prozent der damals gezählten Mitgliedschaft. Diese Zahl dokumentiert den Moment der Auskunft, nicht die Mitgliederstruktur vor 1933. Wie viele jüdische Menschen vor den Repressionen der ersten Monate zur SpVgg gehörten, lässt sich aus den bisher bekannten Unterlagen nicht rekonstruieren.
Das Antwortschreiben behauptete, viele jüdische Mitglieder hätten den Verein zuvor aus eigenem Antrieb verlassen. Diese Formulierung ist eine damalige Selbstdarstellung der Vereinsführung, keine unabhängige Beurteilung der Freiwilligkeit in einem von Verfolgung und sozialem Druck geprägten Umfeld. Wir übernehmen sie deshalb nicht als Tatsache über individuelle Entscheidungen. [5]
Wer führte den Verein – und wer trat der Partei bei?
Die Juli-Unterlagen erlauben auch eine präzise Aussage zur Vereinsleitung. Fünf der zehn Vorstandsmitglieder gehörten inzwischen der NSDAP an. Von 16 Verwaltungsangehörigen hatten fünf die NSDAP-Mitgliedschaft und zwei weitere waren Mitglieder anderer Parteigliederungen. Mau weist darauf hin, dass die verzeichneten Parteieintritte der Funktionsträger erst zwischen März und Mai 1933 erfolgten.
Für den damaligen Vorsitzenden Hans Roll und den Ehrenvorsitzenden Michael Wolfsgruber vermerkte die Vereinsmeldung, sie seien bis dahin parteilos gewesen. Das ist ein Quellenbefund zur amtlich gemeldeten Parteimitgliedschaft und keine Aussage über private Überzeugungen oder die politische Verantwortung ihrer späteren Handlungen.
Gerade Wolfsgruber steht für eine tiefere Verbindung in der Vereinsgeschichte. Derselbe Mühlenbesitzer hatte bereits 1910 im Grundstücksausschuss mitgewirkt, der den Ronhof ermöglichte. Die Geschichte der SpVgg von der selbstfinanzierten Stadiongründung bis zur Gleichschaltung lässt sich also auch über die personellen Kontinuitäten ihrer Führung erzählen. Der genaue genealogische und gewerbliche Lebenslauf Wolfsgrubers bleibt ein eigenständiger Archivauftrag. [6]
Warum der 14. August und nicht der 16. August entscheidend ist
Am 24. Juli 1933 ordnete der bayerische Sportgau die Umstellung auf das Führerprinzip für August an. Das Datum der Fürther Versammlung wurde im Vereinsprotokoll zunächst auf den 5. August festgelegt und später mehrfach verschoben. Schließlich trat sie am 14. August zusammen.
Die Hauptversammlung bestätigte den Ausschluss jüdischer Mitglieder, den Umbau der Satzung und die neue Leitungsform. Michael Wolfsgruber wurde Vereinsführer, während Hans Pfeiffer als geschäftsführender Vorsitzender die praktische Leitung übernahm. Außerdem erhielt der NS-Funktionär Albert Forster die Ehrenmitgliedschaft. Die Zustimmung der damaligen Versammlung war nach dem zitierten Pressebericht einstimmig.
Warum nennen einige ältere Chroniken stattdessen den 16. August? Mau weist auf einen Bericht in der Nordbayerischen Zeitung vom 16. August über die am 14. August abgehaltene Versammlung hin. Das erklärt die abweichende Datierung zumindest plausibel; sie sollte in der Quellenmatrix sichtbar bleiben. [7]
42 an einem Stichtag – oder 43 im Mitgliederverzeichnis?
Der aktuelle FürthWiki-Artikel nennt, unter Bezug auf die sporthistorische Studie von Claus W. Schäfer (2021, S. 96), 38 aus dem Mitgliederverzeichnis gestrichene und fünf zuvor ausgetretene jüdische Mitglieder, zusammen 43. Maus zeitgenössisch belegte Vereinsmeldung weist dagegen 42 jüdische Mitglieder am 3. Juli 1933 aus. Beide Zahlen beschreiben offenbar verschiedene Zählgrößen: die eine eine später rekonstruierte Gruppe von Austritten und Streichungen, die andere den Stand eines bestimmten Tages. Deshalb dürfen wir weder „42 Ausgeschlossene“ noch „43 jüdische Mitglieder am 3. Juli“ als geklärte Tatsache behaupten.
Diese Zahlen ergeben erst dann ein belastbares Gesamtbild, wenn die jeweiligen Personenlisten, Erhebungsdaten und Kategorien verglichen werden. Aus der Differenz von eins folgt noch kein Rechenfehler; bei unterschiedlichen Listen kann es Zu- und Abgänge, abweichende Kategorien oder Übertragungsfehler geben. Der Gesamtumfang der vor 1933 zur SpVgg gehörenden jüdischen Mitglieder bleibt offen. [8]
Die fehlenden Menschen hinter den Listen
Eine institutionelle Geschichte kann den Ablauf der Ausschlüsse rekonstruieren. Sie erklärt damit aber noch nicht, was diese für die betroffenen Menschen bedeuteten. Wer waren die 42 im Juli 1933 noch aufgeführten jüdischen Mitglieder? Welche Altersgruppen, Familien, Berufe und Stadtteile waren vertreten? Wie lange gehörten sie der SpVgg an? Was geschah nach ihrer Ausgrenzung?
Hier sind die frühen Mitgliederbücher des Vereins, historische Adressverzeichnisse, Steuer- und Meldeunterlagen sowie Akten zur jüdischen Gemeinde wertvoll. Eine bloße Übereinstimmung eines Namens aus einer Liste mit einem Opferverzeichnis würde allerdings keine Identität beweisen. Jedes Einzelschicksal benötigt eigene, unabhängige Belege.
Hinzu kommt ein schwieriger Archivbefund: Der Luftangriff vom Februar 1945 beschädigte beziehungsweise vernichtete große Teile der Vereinsunterlagen. Das Protokollbuch von 1930 bis 1934 überdauerte offenbar, während weitere Unterlagen aus der NS-Zeit fehlen. Mau nennt als denkbare, aber ausdrücklich nicht nachgewiesene Möglichkeit nachträgliche Vernichtung. Hier darf aus einer Archivalienlücke keine erfundene Tätergeschichte werden. [9]
Eine andere Form der Vereinsgeschichte
Die SpVgg 1933 ausschließlich als Opfer des politischen Drucks zu schildern, würde nach Maus Untersuchung die selbst getroffenen Beschlüsse ausblenden. Umgekehrt lässt sich aus den Protokollen keine pauschale Aussage über politische Überzeugungen sämtlicher Mitglieder ableiten. Beides wäre historisch unzuverlässig.
Die Quellen zeigen einen gestuften Prozess aus Anpassung, Kontrolle, selbstständiger Zustimmung zur Ausgrenzung und schließlich formaler Gleichschaltung. An dieser Geschichte lässt sich ermessen, wie sehr Vereine nicht nur vom politischen Umbruch betroffen waren, sondern an dessen Umsetzung mitwirkten. Die noch ausstehende Forschung muss den im Protokoll sichtbaren Führungspersonen die namentlich belegbaren Schicksale der ausgeschlossenen Menschen gegenüberstellen.
Die Entwicklung auf einen Blick
- 21. März 1933 – Der DFB empfiehlt laut zeitgenössischer Sportpresse, keine Arbeitersportvereine aufzunehmen.
- 28. März 1933 – Die SpVgg regelt Aufnahmeverfahren und Stadionbeflaggung neu.
- 9. April 1933 – Stuttgarter Erklärung süddeutscher Spitzenvereine zur Unterstützung nationalsozialistischer Sportpolitik, auch mit Fürther Beteiligung.
- 11. Mai 1933 – Verwaltungsbeschluss zur Streichung verbliebener jüdischer Mitglieder; Umsetzung zunächst nicht abgeschlossen.
- 14. Juni 1933 – Der Vorstand stellt die Vollzugserklärung zunächst zurück.
- 23.–27. Juni 1933 – Behördliche Vorgaben und städtischer Fragebogen zur politischen Zusammensetzung der Vereine.
- 3. Juli 1933 – SpVgg meldet 963 Mitglieder, darunter 42 jüdische; 5 von 10 Vorstandsmitgliedern gehören der NSDAP an.
- 24. Juli 1933 – Sportgau fordert Umstellung auf das Führerprinzip im August.
- 31. Juli 1933 – Verwaltung bestätigt Vollzugsbericht zu Ausschlüssen; Albert Forsters Ehrenmitgliedschaft.
- 14. August 1933 – Außerordentliche Versammlung sanktioniert Ausschluss und ordnet Führungsstruktur neu.
Die Zeitleiste unterscheidet zeitnahe Belege, spätere Vereinsrückblicke und noch ungeklärte Daten.
Weitere Kapitel der Vereinsgeschichte
William Townley und die Entwicklung des Fürther Fußballs
Vom englischen Pokalsieger zum Fußballlehrer am Ronhof
Warum die Fürther Fußballer ihren eigenen Verein gründeten
Vom Gasthaus Balzer zum Streit um Geld, Jugend und einen Platz
Ein Stadion auf sandigem Boden: Wie Fürth den Ronhof baute
Schuldscheine, ein Mühlenbesitzer, ein Baurat und ein Dorf außerhalb Fürths
Wiederaufgebaut, verkauft, beinahe verloren: Der Ronhof 1945–1995
Warum die Spielvereinigung ihr Stadion erst zurückgewann und später veräußern musste
Querverbindungen zur Geschichte Fürths
Die folgenden Register sind konkrete Recherchewege in andere Kleeblattmuseum-Master. Aus einem gemeinsamen Namen oder einer thematischen Nähe folgt dabei noch keine automatisch bestätigte Personen- oder Besitzbeziehung.
Fürther Politik
Stadtverwaltung, Gleichschaltung und NSDAP-Funktionsträger
Fürther Vereine
Parallele Eingriffe in andere Sport- und Arbeitervereine
Personenbiografien
Vereinsfunktionäre und einzeln belegbare Verfolgungsschicksale
Pressegeschichte
Nordbayerische Zeitung und zeitgenössische Deutungen
Historische Bilder und Originalobjekte
Einzeln lizenzierte Originale werden unmittelbar mit Urheber, Datum und Quelle gezeigt. Die weiteren unten genannten Archivstücke sind nur Fundhinweise: Ihre Bild- oder Digitalisatrechte sind noch nicht einzeln zur Veröffentlichung freigegeben, weshalb von ihnen keine Kopien eingebettet werden.
- Fachstudie Andreas Mau, 2016 (Titel und archivalische Fundstellen) · QUELLE_NUR_VERLINKEN
Buch unter Urheberrecht; wissenschaftlichen Beleg verlinken, nicht PDF oder Druckfotos nachnutzen.
Fundstelle ansehen - Vereinsprotokollbuch 1930–1934 · RECHTE_OFFEN
Originale nicht als Scan verfügbar; Foto-/Abdruckrechte vor Veröffentlichung klären.
VASF-Vereinsarchiv, laut Mau 2016, S. 37
Was noch zu klären ist
Auch ein ausführlicher historischer Artikel muss die Grenzen seines Wissens sichtbar halten.
- VASF-Protokollbuch 1930–1934 im Original fotografisch und diplomatisch kontrollieren, insbesondere 11.5., 14.6., 31.7. und 14.8.1933.
- Stadtarchiv 5/424: vollständige Fragebogenanlage, datierte Parteieintritte und Mitgliedschaftsliste erschließen, dabei personenbezogene Daten verantwortungsvoll behandeln.
- Die 42 Mitglieder vom 3. Juli 1933 nicht als vollständige Zahl aller im Jahr 1933 ausgeschlossenen jüdischen Menschen missverstehen; Gesamtzahl der vorherigen jüdischen Mitglieder unbekannt.
- Die frühere Ehe-, Familien- und Berufsgeschichte von Michael Wolfsgruber nicht aus seiner dokumentierten Vereinsrolle erraten; mögliche Identität mit Mühlenbesitzer 1910 bereits stark gestützt, Primärpersonendaten nachholen.
- Einzelschicksale ausgeschlossener Menschen recherchieren – ohne vorweggenommene Namen oder unbelegte Aussagen über freiwilligen Austritt und weitere Verfolgung.
- Abweichendes Datum 16. August 1933 gegen Presse-Datum und tatsächlich gehaltene Versammlung 14. August dokumentieren.
- Schäfer 2021, S. 96 im Original gegen Maus Stichtagsmeldung 03.07.1933 vergleichen: 38 Streichungen plus fünf frühere Austritte sind kein Nachweis, dass am Stichtag 43 Personen registriert waren.
Historische Quellen und ihre Aussagekraft
- [1]
- [2]
- [3]
- [4]
- [5]
Andreas Mau: Die 'Gleichschaltung' der Spielvereinigung Fürth im Jahr 1933, in: Markwart Herzog (Hg.), Stuttgart 2016, S. 35–48, S. 43–44; Originalfragebogen nach Mau in Stadtarchiv Fürth 5/424.
- [6]
- [7]
- [8]
Andreas Mau: Die 'Gleichschaltung' der Spielvereinigung Fürth im Jahr 1933, in: Markwart Herzog (Hg.), Stuttgart 2016, S. 35–48, S. 43–44; FürthWiki: SpVgg Greuther Fürth, Fußnoten 6–8 unter Verweis auf Claus W. Schäfer: Konrad, Kissinger & Co., 2021, S. 91–96, Fußnote 7, Referat der Untersuchung Schäfer 2021.
- [9]
- [10]
Stadtarchiv Fürth, Aktenbestand 5/424 – Von Mau zitierte Originalakten; im vorliegenden Durchgang nicht direkt eingesehen
- [11]
VASF: Protokollbuch der SpVgg Fürth 04.02.1930 bis 14.03.1934 – Von Mau ausgewertete originale Vereinsprotokolle; im vorliegenden Durchgang nicht direkt eingesehen
- [12]
SpVgg: Vereinsgeschichte, Abschnitt Gleichschaltung 1933 – Offizielle Vereinskurzchronik
- [13]
Wikipedia: SpVgg Greuther Fürth, Geschichte – Vergleichstext, keine Primärquelle
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