Stadiongeschichte · Stadtentwicklung · Bürgerfinanzierung · 1908–1933
Ein Stadion auf sandigem Boden: Wie Fürth den Ronhof baute
Der Ronhof entstand auf Äckern und sandigem Waldboden, außerhalb der damaligen Stadtgrenze. Dass ausgerechnet hier eines der größten frühen deutschen Fußballgelände entstand, verdankte sich einer für einen jungen Verein ungewöhnlichen Mischung aus Bürgerkrediten, Planung, Eigenleistung und unternehmerischem Mut.
Redaktioneller Forschungsentwurf. Diese Fassung ist quellenkritisch ausgearbeitet, aber noch nicht zur Veröffentlichung freigegeben. Besonders kenntlich gemachte Aussagen aus Vereinsrückblicken ersetzen keine bisher nicht eingesehenen Originalakten.
Schuldscheine, ein Mühlenbesitzer, ein Baurat und ein Dorf außerhalb Fürths
Noch kein Stadion, sondern Acker und Sand
Wer den Ronhof heute als traditionsreiche Spielstätte kennt, übersieht leicht den Anfang: 1910 war der Platz kein selbstverständlich verfügbares Stück Stadt. Er lag bei dem damaligen Dorf Ronhof, jenseits der Fürther Gemeindegrenze. Zwischen Zentralfriedhof und landwirtschaftlich genutzten Flächen wollte eine kaum sieben Jahre alte Spielvereinigung eine Sportanlage errichten, deren Ausmaß damals ungewöhnlich war. Die Erde bot keine ideale Grundlage. Sandiger Waldboden und Äcker mussten planiert, gewalzt, abgegrenzt und technisch für Ränge und Spielflächen vorbereitet werden.
Der Ort erzählt schon für sich eine Stadtgeschichte. Die Fußballer gingen dorthin, wo genügend Grund verfügbar erschien, auch wenn er politisch und verwaltungsmäßig damals noch nicht zu Fürth gehörte. Der spätere Name Ronhof bezeichnet deshalb nicht einfach eine Vorstadtadresse, die es 1910 schon in unveränderter Form gegeben hätte. Eigentum, Bebauung, Anschlüsse und kommunale Zuständigkeiten müssen für die jeweilige Zeit untersucht werden. [1]
Drei Männer suchen eine Zukunft für den Verein
Der Platz an der Vacher Straße war kaum fertig, als er zu klein wurde. Für 1909 sind bereits 343 Mitglieder und zehn Mannschaften überliefert. Auf einem einzigen Spielfeld konnten sie nicht gleichzeitig trainieren, Freundschaftsspiele austragen und die wachsende Öffentlichkeit bedienen. Wer viele Besucher anlockte, brauchte auch Kassen, Wege und abgetrennte Plätze.
Schon 1908 entstand deshalb ein Platzfonds. Die Mitgliederversammlung vom 19. Januar 1910 wählte Baurat Ludwig Kraus zum Vorsitzenden. Die Suche nach einem neuen Gelände übertrug der Verein einem Ausschuss mit Kraus, dem Mühlenbesitzer Michael Wolfsgruber und dem Gründungsmitglied Bernhard Winkler. Das Dreiergespann veranschaulicht die Voraussetzungen des Projekts: technisches beziehungsweise baupraktisches Wissen, gewerbliche Ressourcen und institutionelles Gedächtnis aus den Gründerjahren. Ob Kraus den späteren Bau technisch selbst entwarf, ist damit noch nicht belegt.
Die Geländesuche führte zu verschiedenen Vorschlägen; die späteren Vereinsrückblicke erwähnen unter anderem die Gegend der Hardhöhe und Flächen bei Unterfarrnbach. Schließlich entschieden sich die Mitglieder für die Äcker am Ronhofer Weg. Wer gab dafür Land ab? FürthWiki nennt als frühere Eigentümer die Gebrüder Lebender und einen Ökonomen Brandstätter. Das sind wertvolle, bisher nicht mit dem Kaufvertrag abgeglichene Anhaltspunkte für den Familien- und Grundstücksmaster: Handelt es sich um zwei verschiedene Teilflächen, wann gingen sie an den Verein über, und welche Parzellen wurden später hinzugekauft? Der bloße Familienname Brandstätter beweist ausdrücklich keine Verwandtschaft oder wirtschaftliche Verbindung zu Horst Brandstätter, der den Ronhof 1983 erwarb. Beide Sachverhalte liegen mehr als sieben Jahrzehnte auseinander. [2] Laut dem Vereinsrückblick von 2025 fiel die Abstimmung im Februar 1910 mit 100 zu einer Stimme. Diese auffällige Zahl zeigt die Zustimmung der Versammlung, ist aber bislang aus dem Rückblick und nicht aus einer unmittelbar eingesehenen Niederschrift bekannt. [1]
Fünf-Mark-Scheine als Bausteine einer Großanlage
Eine der eindrucksvollsten Geschichten des Ronhofs steckt nicht im Pokalschrank, sondern in der Kasse. Die Finanzierung beruhte unter anderem auf Schuldscheinen zu fünf Mark. Ein gut ausgestatteter Fußball kostete nach der überlieferten Darstellung etwa zehn Mark. So wurde aus kleinen Beiträgen vieler Geldgeber Kapital, das der Verein für Boden, Tribüne, Tore und weitere Anlagen benötigte.
Mit den Anteilscheinen kamen nach späteren Angaben rund beziehungsweise mehr als 15.000 Mark zusammen. Weitere Mittel stammten laut Vereinsrückblick aus Bankdarlehen und Zuwendungen von Gönnern. Wer die damaligen Geldgeber waren, welche Fürther Banken Kredit gaben, welche Konditionen galten und wann die Darlehen zurückgezahlt wurden, ist bislang nicht hinreichend ermittelt. Gerade dort liegt das Potenzial für eine neue Wirtschafts- und Familiengeschichte.
Auch die Gesamtrechnung ist keineswegs geklärt. Ein Vereinsartikel von 2025 nennt 24.000 Mark für den Grundstückskauf bei 11,5 Tagwerk Land. Eine andere überlieferte Kostenaufstellung nennt 32.000 Mark Grundstückskosten und weitere 24.000 Mark für bauliche Einrichtungen. Neu ist jetzt eine zeitnah geführte Fürther Chronik: Paul Käppner notiert unter dem 18. Februar 1910, die SpVgg unter Vorstand Oberingenieur Kraus habe im „Romhofer Gebiet“ 10½ Tagwerk für 33.000 Mark erworben. Unter dem 11. September 1910 beschreibt dieselbe Chronik die Einweihung einer 11½ Tagwerk umfassenden Anlage und nennt 60.000 Mark als deren Kosten. Der Unterschied zwischen der Februar-Fläche und der September-Fläche kann zusätzliche Grundstücke, verschiedene Vermessungsgrundlagen oder einen Überlieferungsfehler anzeigen; keiner dieser Erklärungsversuche ist bisher belegt. Ebenso ist die genannte Endsumme von 60.000 Mark nicht gleichbedeutend mit dem nackten Kaufpreis. Die neue Chronikangabe stärkt insbesondere die Überlieferung um 32.000/33.000 Mark, widerlegt 24.000 Mark aber noch nicht zweifelsfrei, solange Kaufvertrag und Bauabrechnung nicht eingesehen sind. Bemerkenswert ist der direkte Vergleich mit FürthWiki: Der dortige Ronhof-Artikel nennt ausdrücklich für denselben 18. Februar 1910 und dieselben 10½ Tagwerk nur 24.000 Mark, unter Berufung auf einen Zeitungsrückblick von Jürgen Schmidt (2020). Hier handelt es sich also nicht bloß um „andere Jahre“ oder ohne Weiteres um unterschiedliche Grundstücksgrößen: Die Preisbehauptungen kollidieren auf denselben Erwerbsvorgang. Der Zahlenkonflikt bleibt in unserer Darstellung sichtbar, mit der zeitnäher überlieferten Käppner-Notiz als gewichtigem, aber noch am Original zu prüfendem Beleg. [3] [4] [1]
Wie eine Baustelle zur Spielstätte wird
Auf dem neuen Areal mussten die Helfer aus einem unregelmäßigen Boden eine funktionierende Anlage formen. Der offizielle Rückblick berichtet von mühsamem Handwalzen und einem beweglichen Gerüst, mit dem die Zuschauerränge rund um das Hauptfeld aufgeschüttet wurden. Gleichzeitig entstanden Tribüne, Gerätehaus und Kassenhäuschen. Der Bau war nicht nur ein technisches Unternehmen, sondern verlangte Koordination: Material musste bestellt, Arbeit eingeteilt und die Finanzierung rechtzeitig gesichert werden.
Im Herbst 1910 sollte das Gelände vorzeigbar sein. Am 11. September 1910 wurde es eingeweiht. Als Gegner kam der amtierende deutsche Meister aus Karlsruhe. Die offizielle Vereinsgeschichte spricht von fast 10.000 Besucherinnen und Besuchern, andere Überlieferungen von rund 8.000. Eine exakte amtliche Kassenabrechnung ist bisher nicht geprüft. Für den Stadionbau ist ohnehin entscheidender, was schon an diesem Tag sichtbar wurde: Die Ränge des neuen Platzes waren für den Zuspruch bereits knapp bemessen.
Käppner erwähnt beim Festakt ausdrücklich die Huldigung an den Protektor der Süddeutschen Fußballvereinigung, Prinz Alfons von Bayern, dem man eine Depesche sandte und von dem noch am Abend eine Antwort eingetroffen sei. Das unterstreicht, wie sehr die Verantwortlichen den neuen Platz auch als öffentliches Repräsentationsprojekt verstanden. [5]
Die Eröffnungsfeier besaß auch eine soziale und kulturelle Seite. Nach der älteren Vereinsüberlieferung hatte Bernhard Winkler einen dem Klub gewidmeten Marsch mit dem Titel „Auf zum Spiel“ komponiert, der von Militärmusikern aufgeführt wurde. Später feierte man im Geismannsaal an der Alexanderstraße. Damit griff das Stadionfest vom neuen Gelände zurück in die Innenstadt – zu Gastwirtschaften, Musik, Vereinskultur und öffentlicher Repräsentation. [6]
Der Sportplatz wird zur öffentlichen Einrichtung
Schon wenige Jahre später veränderte sich die Anlage. 1913 wurde die Tribüne auf 52 Meter verlängert. Weitere Sitzreihen und höhere Stehwälle folgten. Die Entwicklung war ökonomisch: Sitzplätze brachten andere Einnahmen als einfache Stehplätze, und die Mitglieder sowie eine wachsende Zuschauerschaft verlangten mehr Infrastruktur.
Die Spielvereinigung gehörte inzwischen zu den großen Fürther Vereinen, aber der Ronhof war nicht nur die Bühne der ersten Mannschaft. Die Sportanlage diente mehreren Spielfeldern, Tennis und Laufbahn. Auch Schulsport, Privatmannschaften und weitere Abteilungen nutzten sie zeitweilig. Ihre Geschichte ist deshalb eine Geschichte von Freizeitkultur und Stadtgesellschaft. Wenn nur die drei Meisterschaften erwähnt werden, verschwinden jene Menschen aus dem Blick, für die der Ronhof vor allem Trainingsplatz, Vereinsheim oder Ort des Zuschauens war.
Wie sehr der Betrieb gewachsen war, illustriert der Besuch des Berliner BC im Mai 1914, für den der spätere Vereinsbericht 12.000 zahlende Gäste nennt. Die genaue Zahl ist hier keine neu verifizierte Stadionkassenstatistik. Sie verdeutlicht vielmehr, welche Größenordnung ein Verein erreicht hatte, der weniger als ein Jahrzehnt zuvor noch seine Torstangen tragen musste. [7]
287 Mitglieder bauen mit: die verborgene Sozialgeschichte von 1920
Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Anlage weiterentwickelt werden. In der älteren Überlieferung erscheint nun eine ungewöhnlich konkrete Zahl: 287 Mitglieder sollen sich 1920 an Arbeiten zum Ausbau beteiligt und dem Verein dadurch Kosten von rund 68.000 Mark erspart haben. Der Ingenieur Schubert wird als Organisator genannt, die Mitglieder Herbig und Götz als Stifter zweier neuer Tore.
Damit geraten Menschen in den Blick, die in einer normalen Meisterchronik kaum vorkommen: Handwerker, Ingenieure, Kaufleute, Angestellte und freiwillige Helfer. Wie viele Arbeitsstunden sie leisteten und aus welchen Berufen sie kamen, ist offen. Die Ersparnis ist eine Überlieferungszahl und noch keine durch originale Rechnungen bestätigte Bilanz.
Ein Jahr später war die Laufbahn sogar zeitweise für Radrennen hergerichtet worden, nachdem sich der Rennverein Triumph der SpVgg angeschlossen hatte. Die Kurven wurden erhöht. Die Episode war kurz, aber aufschlussreich: Der Verein experimentierte mit Sportarten, Publikum und Nutzungsformen. Der Ronhof war keine reine Fußballmaschine, sondern eine multifunktionale Vereinsanlage mit wechselnden Interessen. [8]
Eine Kugel aus Granit: Erinnerung im Schatten des Krieges
Der Erste Weltkrieg hatte die SpVgg tief getroffen. Am 24. Juni 1923 wurde im Ronhof ein Denkmal in Gestalt eines Fußballs eingeweiht. Als Entwerfer wird der städtische Bauamtmann Maurer genannt. Eine Kapsel mit Erinnerungsobjekten und den Namen der Gefallenen lag im Innern. Für eine Gesellschaft, die Mannschaftssport als Gemeinschaftserlebnis erlebt hatte, war das Denkmal eine bewusste Übersetzung der Vereinsidentität in eine Form des Totengedenkens.
Die Zahl der gefallenen Mitglieder wird in späteren Quellen unterschiedlich überliefert: 142, 144 oder 145. Keine dieser Angaben darf zur endgültigen Zahl werden, bevor die ursprüngliche Namensliste und der genaue Zählkreis geprüft wurden. Ebenso hat das Baujahr 1923 nichts mit dem späteren Standortwechsel zu tun: Das Denkmal stand bis 2000 hinter der Südkurve, gelangte zur DFB-Ausstellung nach Oberhausen und erhielt nach einer überlieferten Datierung am 24. Juni 2005 einen neuen Platz an der Kronacher Straße. Eine andere Überlieferung spricht für 2006 als Jahr der Neuaufstellung. Hier sind Ereignisdatum und spätere Beschreibung voneinander zu unterscheiden. [9]
Als das Dorf zu Fürth kam
Der 1. Juli 1927 ist für die Stadiongeschichte aus kommunaler Sicht zentral: Ronhof wurde eingemeindet. Erst damit lag das 1910 außerhalb der Stadt errichtete Stadion innerhalb des Fürther Stadtgebiets. In den Vereinsberichten wird der Ausbau der Stromversorgung in diese Phase eingeordnet; genaue Anschlussverträge und technische Pläne sind noch zu prüfen.
Die administrative Grenze hatte ganz praktische Folgen. Vor 1927 müssen einschlägige Grundstücks- und Genehmigungsakten gegebenenfalls bei einer anderen zuständigen Gemeinde oder staatlichen Stelle gesucht werden als danach. Eine moderne Fürther Straßenadresse darf deshalb nicht unbesehen als Adresse des Baujahrs 1910 zurückprojiziert werden. Hier verbindet sich die Baugeschichte des Stadions mit Stadtgrenzen, Adressbüchern, Kataster und Elektrizitätsversorgung. [7]
Ein Sportheim – und die Grenze der selbstbestimmten Vereinswelt
1931 entstand ein neues Sportheim, dessen Architektur zeitgenössisch als „skandinavischer Stil“ beschrieben wird. Bis dahin hatte der Verein an einem Gelände gebaut, das Freizeit, Wettbewerb, Vereinsökonomie und Gedenken an einem Ort vereinte.
Mit dem Nationalsozialismus änderte sich diese institutionelle Geschichte grundlegend. 1933 wurde die SpVgg gleichgeschaltet; die Führung beteiligte sich am Ausschluss jüdischer Mitglieder. Dass danach Baumaßnahmen oder sportliche Aktivitäten weitergingen, darf nicht als Beleg politischer Normalität erscheinen. Die Geschichte des Ronhofs muss die Geschichte der Menschen einschließen, die nun von der Vereinsgemeinschaft ausgeschlossen wurden. [10]
Warum der Ronhof mehr ist als ein Stadion
Wer nur Zuschauerrekorde und Titel aufschreibt, kann kaum erklären, warum die Fürther so lange an ihrer Spielstätte festhielten. Die Antwort liegt in einer Infrastruktur, für die Schuldscheine gezeichnet, Bankdarlehen aufgenommen, Flächen erworben, Erdwälle von Hand gebaut und Hunderte Arbeitsstunden geleistet wurden. Zugleich war der Ronhof ein Ort von Festen, Abteilungssport und Gedenken – und ein Ort, an dem sich die politischen Brüche der Stadtgeschichte niederschlugen.
Die stärkste offene Frage für die nächste Recherche lautet daher nicht, wie viele Tore hier erzielt wurden, sondern: Wem gehörte das Land zu welchen Zeitpunkten, wer trug die Baukosten, und wer durfte über die Anlage bestimmen? Mit Kaufverträgen, Kassenbüchern, Bauakten und Mitgliederlisten lässt sich daraus eine Stadionsgeschichte erarbeiten, die zugleich Wirtschafts- und Sozialgeschichte Fürths ist.
Die Entwicklung auf einen Blick
- 1908 – Die SpVgg richtet einen Platzfonds für eine größere Anlage ein.
- 19. Januar 1910 – Baurat Ludwig Kraus wird Vorsitzender; mit Michael Wolfsgruber und Bernhard Winkler bildet er den Grundstücksausschuss.
- 18. Februar 1910 – Paul Käppner verzeichnet einen Ronhofer Flächenankauf von 10½ Tagwerk für 33.000 Mark; neuer, zeitnah datierter Quellenwert.
- Februar 1910 – Vereinsbeschluss zum Kauf des Grundstücks am Ronhofer Weg; 100 Stimmen dafür und eine dagegen laut Vereinsrückblick.
- 11. September 1910 – Käppner nennt bei der Einweihung 11½ Tagwerk Fläche und 60.000 Mark Kosten der fertigen Anlage. Kauf- und Gesamtkosten sind getrennte Werte.
- 1913 – Tribüne auf 52 Meter Länge erweitert, zusätzliche Sitz- und Stehplätze.
- 1920 – Grundstückserweiterung und Mitgliederarbeit beim Ausbau; der Verein berichtet von 287 Helfern.
- 1921 – Rennverein Triumph schließt sich an; Laufbahnkurven werden für Radrennen angehoben.
- 24. Juni 1923 – Einweihung des Kriegerdenkmals in Gestalt eines Fußballs.
- 1. Juli 1927 – Ronhof gehört durch Eingemeindung zur Stadt Fürth; Infrastrukturanschlüsse werden leichter.
- 1931 – Neues Sportheim in der zeitgenössischen Beschreibung 'skandinavischer Stil'.
- 1933 – Die Anpassung der Vereinsführung an das NS-Regime greift auch in den Stadionalltag ein.
Die Zeitleiste unterscheidet zeitnahe Belege, spätere Vereinsrückblicke und noch ungeklärte Daten.
Weitere Kapitel der Vereinsgeschichte
William Townley und die Entwicklung des Fürther Fußballs
Vom englischen Pokalsieger zum Fußballlehrer am Ronhof
Warum die Fürther Fußballer ihren eigenen Verein gründeten
Vom Gasthaus Balzer zum Streit um Geld, Jugend und einen Platz
1933: Wie die Spielvereinigung ihre Selbstständigkeit verlor
Das überlieferte Protokollbuch zeigt eine Folge von Entscheidungen – und die Mitwirkung der Vereinsführung
Wiederaufgebaut, verkauft, beinahe verloren: Der Ronhof 1945–1995
Warum die Spielvereinigung ihr Stadion erst zurückgewann und später veräußern musste
Querverbindungen zur Geschichte Fürths
Die folgenden Register sind konkrete Recherchewege in andere Kleeblattmuseum-Master. Aus einem gemeinsamen Namen oder einer thematischen Nähe folgt dabei noch keine automatisch bestätigte Personen- oder Besitzbeziehung.
Baugeschichte
Bauphasen, Tribüne, Elektrifizierung und Bautechnik
Fürther Firmen
Platzfonds, Banken, Bauausführende und Grundstückskredite
Fürther Personen
Kraus, Wolfsgruber, Winkler, Lebender und Grundstückseigentümer
Straßengeschichte
Ronhofer Weg, Erlanger Straße, spätere Eingemeindung
Historische Bilder und Originalobjekte
Ronhof 1910 – zeitgenössische Aufnahme mit Bildnachweis
Aufnahmejahr, Bildquelle und Lizenz stehen direkt bei jedem Motiv. Das Aufnahmejahr ist nicht automatisch das Baujahr.
Einzeln lizenzierte Originale werden unmittelbar mit Urheber, Datum und Quelle gezeigt. Die weiteren unten genannten Archivstücke sind nur Fundhinweise: Ihre Bild- oder Digitalisatrechte sind noch nicht einzeln zur Veröffentlichung freigegeben, weshalb von ihnen keine Kopien eingebettet werden.
- Vacher-Straße-Sportplatz 1908 · RECHTE_OFFEN
Historisches Foto, Bildrechte der Vereinsseite vor Nachnutzung erfragen.
Fundstelle ansehen - Kassenhäuschen Ronhof 1910 · RECHTE_OFFEN
Architekturszene; Besitz der digitalen Datei bedeutet keine Nutzungsfreigabe.
Fundstelle ansehen - Frühe Stadionansicht und Zuschauer 1910 · RECHTE_OFFEN
Foto vom Eröffnungsspiel als bildhistorische Quelle; Rechte nachfragen.
Fundstelle ansehen - Anteilschein der Sportparkfinanzierung · RECHTE_OFFEN
Reproduktion und Druckvorlage prüfen; Objekt als zeitgenössisches Finanzdokument erfassen.
Fundstelle ansehen
Was noch zu klären ist
Auch ein ausführlicher historischer Artikel muss die Grenzen seines Wissens sichtbar halten.
- Grundstückskauf 1910: Urkunden und Grundbuch zu 24.000 bzw. 32.000 Mark, Grundstückszuschnitt und Grundstückseigentümern sichern; Preis der Bauarbeiten getrennt.
- Platzfonds: erhaltene Schuldscheinmuster, Bankdarlehen, Gönner und Anteilscheine nach Namen/Firmen erschließen.
- Mitgliederarbeit 1920: Ingenieur Schubert und Stifter Herbig/Götz mit Berufs- und Wohnadressnachweisen identifizieren.
- Eröffnung: Besucherangaben 8.000 vs knapp 10.000 am zeitgenössischen Zeitungsdruck kontrollieren.
- Denkmalsliste aus Kapsel und Eigentumsfolge inklusive Nachkriegsstandort archivisch überprüfen; Erinnerungsobjekt getrennt vom Sportplatz modellieren.
- Käppners 18.02.1910 (10½ Tagwerk/33.000 Mark) und 11.09.1910 (11½ Tagwerk/60.000 Mark) mit Originalchronik, Kataster, Kaufvertrag und Bauabrechnung gegenlesen; die Flächendifferenz nicht ungeprüft als weiteren Zukauf interpretieren.
- Direktkonflikt FürthWiki 18.02.1910: 10½ Tagwerk/24.000 Mark gegen Käppner 18.02.1910: 10½ Tagwerk/33.000 Mark, unter Einbezug des von FürthWiki zitierten Jürgen-Schmidt-Artikels vom 7.4.2020 und Kaufvertrags klären.
- Gebrüder Lebender und Ökonom Brandstätter als Verkäufer/Grundeigentümer anhand Ronhof-Grundbuch, Kataster, Adressbüchern und Kaufvertrag identifizieren; nicht mit Horst Brandstätter (Käufer 1983) zusammenführen.
Historische Quellen und ihre Aussagekraft
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SpVgg: 115 Jahre Ronhof, Teil 2 – Bau und Nutzung. Für die Gleichschaltung ist die wissenschaftliche Untersuchung Andreas Mau maßgeblich.
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Stadt Fürth: Eingemeindungen und Stadtfläche – Prüfhinweis auf kommunale Verwaltungsunterlagen; präzise Statistik-URL/Urkunde noch zu verknüpfen
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Wikipedia: Sportpark Ronhof – Vergleichsartikel; Sekundärdarstellung
Zurück zu den Geschichten der SpVgg Fürth. Forschungsstand: 20. Oktober 2026. Keine automatische Produktionsfreigabe.
