Fürther Gaststätten · Historische Biografie
Johann Matthäus Stumpfmeier: der Wirt „zum Kronprinzen“
Die Eger-Liste von 1819 nennt Johann Matthäus Stumpfmeier mit einem größeren gastronomischen Angebot an der alten Hausnummer 434: einen Gasthof 1. Klasse „zum Kronprinzen von Preußen“, außerdem eine Weinschenke und ein Kaffee-/Billardhaus. Die Mehrfachnennung belegt ein vielfältiges Angebot am Standort, aber nicht, ob alle Bereiche organisatorisch ein Betrieb waren. Das…
Geschichte und Lebensweg
Die Eger-Liste von 1819 nennt Johann Matthäus Stumpfmeier mit einem größeren gastronomischen Angebot an der alten Hausnummer 434: einen Gasthof 1. Klasse „zum Kronprinzen von Preußen“, außerdem eine Weinschenke und ein Kaffee-/Billardhaus. Die Mehrfachnennung belegt ein vielfältiges Angebot am Standort, aber nicht, ob alle Bereiche organisatorisch ein Betrieb waren.
Das Familiennetz führt einen gleichnamigen Kaufmann als Vater der am 14. Dezember 1830 geborenen Maria Magdalena Emilia Stumpfmeier. Als Mutter ist Barbara Rießner/Stumpfmeier genannt. Maria Magdalena Emilia heiratete am 15. Mai 1853 Johann Georg Schreiber. Diese Familienkonstellation erweitert das Bild des späteren Kaufmannshaushalts und stellt eine Verbindung zum Fürther Schreiber-Gewerbeumfeld her. Sie macht die Personengleichheit mit dem Gastwirt von 1819 aber weiterhin nicht sicher: Für den Wirt fehlen eine gemeinsame Adresse, ein Geburtsdatum und eine direkte Berufs- oder Personenstandsbrücke. Die Familienangaben beruhen auf einer veröffentlichten, kirchenbuchbezogenen Rekonstruktion; die Originalmatrikel wurden nicht selbst eingesehen.
Ein Tagblattbeleg vom 2. Februar 1867 nennt zusätzlich einen nur als „P. Stumpfmeier“ bezeichneten Wirt, der seine Wirtschaft von der Theaterstraße in ein erworbenes Haus in der Mathildenstraße 9 verlegte. Wegen der abweichenden Vornamensform und fehlender Verwandtschaftsangabe bleibt auch dieser Wirt ein eigener Prüfknoten. Er wird weder mit Johann Matthäus noch mit dessen Tochter zusammengeführt.
Überlieferte Personen und Stationen
Johann Matthäus Stumpfmeier
1819: Gasthof 1. Klasse, Weinschenke und Kaffee-/Billardhaus an Haus 434. Familiennetz: gleichnamiger Kaufmann; Vater der 1830 geborenen Maria Magdalena Emilia; Mutter Barbara Rießner/Stumpfmeier; Tochter 1853 verheiratet. 1867: „P. Stumpfmeier“ in Mathildenstraße 9 als getrennter Prüfknoten.
Für 1819 belegt die Eger-Liste Johann Matthäus Stumpfmeier als Betreiber des Gasthofs 1. Klasse „zum Kronprinzen von Preußen“; bei derselben alten Haus-Nr. 434 erscheinen eine Weinschenke und ein Kaffee-/Billardhaus. Das Familiennetz nennt einen gleichnamigen Kaufmann als Vater von Maria Magdalena Emilia Stumpfmeier (geb. 14.12.1830) und Barbara Rießner/Stumpfmeier als Mutter. Die Tochter heiratete 1853 Johann Georg Schreiber. Der volle Namensgleichklang ist eine plausible Verbindung, aber ohne gemeinsame Adresse oder direkten Lebenslaufbeleg bleibt sie Identitätskandidat. Der 1867er „P. Stumpfmeier“ wird nicht mit ihm verbunden.
Historische Zuordnungen und Abgrenzungen
Johann Matthäus Stumpfmeier: Der Kaufmanns- und Familienknoten erweitert den sozialen Kontext, liefert aber keine gemeinsame Adresse oder direkte Lebenslaufbrücke zum Wirt von 1819. „P. Stumpfmeier“ von 1867 bleibt eigenständig.
Passende historische Quellenbeobachtungen
Hier erscheinen nur anhand der vorliegenden Person-, Orts- und Quellenangaben zusammengeführte Einträge. Andere ähnlich benannte Personen bleiben getrennt.
Quellen und Literatur
- [1]Taschen- und Addreß-Handbuch von Fürth1819 · Scans 80–83https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11713482?page=,1
Weitere nachgewiesene Fundstellen
Eger-Liste 1819, Scans 80–82; Familiennetz Q442 (-1197/-1198/-1196; REL-1446/-1447); Tagblatt 1867-02-02.
Weitere Forschungsfragen
Originalmatrikel zur Maria Magdalena Emilia und ihrem Vater prüfen; gemeinsamer Haushalt, Geburtsdatum und Adresse des Johann Matthäus ermitteln; 1819er Haus 434 über Hausnummernkonkordanz erschließen; „P. Stumpfmeier“ 1867 nur mit Vollnamens- oder Verwandtschaftsbeleg neu bewerten.
Forschungsstand und historische Abgrenzungen
Die Darstellung beruht auf datierten Personen- und Betriebsnachweisen. Sie belegt nicht automatisch Eigentum, Familienbeziehungen oder den ununterbrochenen Fortbestand eines Lokals.
Einzelne Vor- und Nachfolger, historische Hausnummern und persönliche Beziehungen bleiben offen, wo die Originalquellen keine eindeutige Zuordnung erlauben.