Fürther Gaststätten · Historische Personen

Hermann Weigmann

Hermann Weigmann (1856–1950) verbindet eine Fürther Wirts-, Handwerker- und Händlerfamilie mit der technischen Milchwissenschaft. Die NDB belegt seine Ausbildung, seine Laufbahn in Münster und Kiel sowie Forschungs- und Praxisleistungen: Reinkulturen zur kontrollierten Rahmsäuerung (1890), Arbeiten zu…

Biografische Hinweise

Hermann Weigmann (1856–1950) verbindet eine Fürther Wirts-, Handwerker- und Händlerfamilie mit der technischen Milchwissenschaft. Die NDB belegt seine Ausbildung, seine Laufbahn in Münster und Kiel sowie Forschungs- und Praxisleistungen: Reinkulturen zur kontrollierten Rahmsäuerung (1890), Arbeiten zu Krankheitserregern in Butter und Milch (1891/92), Pasteurisierungsempfehlungen (1897/1900), Ausbildung und Beratung von Molkereifachleuten und redaktionelle Arbeit ab 1895. Sie nennt eine Gedenktafel am Fürther Geburtshaus. Das Altstadtbläddla 42/08 identifiziert es als Marktplatz 2; die Stadt Fürth bestätigt den ehemaligen Gasthof „Goldener Schwan“. Die Familienchronik setzt die Nummernfolge präziser: Nr. 229 wurde 1840 zu Nr. 225; 1859 lagen Werkstätte und Geschäft von Johann Andreas im Haus seiner Schwägerin am Marktplatz 225. Damit ist 225 der plausible alte Haushalts-/Arbeitsort im Geburtszeitraum 1856. Die exakte Konkordanz 225 → Marktplatz 2 bleibt bis zur Prüfung der 1890er Umnummerierungsliste offen. Familienchronik und NDB widersprechen sich bei der Mutter: Anna Maria Clara Vogel/Weigmann (Chronik) versus „Marie Claire N. N.“ (NDB); Primärbeleg prüfen, Zuordnung nicht als gesichert ausgeben.

Überlieferte Zeitabschnitte
17.01.1856 Geburt Fürth; Abitur 1875 Nürnberg; physiologische Chemie Erlangen ab 1876, Naturwissenschaften TH München ab 1877; Lehramtsprüfung 1879; Promotion Erlangen 1882; Münster ab 1882, Memmingen 1888; Kieler bakteriologische Abteilung ab 1889, Direktor/Professor 1893; Reinkulturen ab 1890; Milchhygiene-/Pasteurisierungsschriften 1891–1900; redaktioneller Beirat ab 1895; Ehrendoktor 1923, Ruhestand 1923; Lehrbücher 1932/33; Tod 19.02.1950 Kappeln.

Beruf, Standort und Zusammenhänge

Familiennetz: -1420 (Vater Johann Andreas), -1397 (Andreas, Wirt), REL-1778/Q470; möglicher Mutterlink -1447 aus Chronik wegen NDB-Abweichung primär prüfen. BIO-LANG-024 (Vater), BIO-LANG-025 (Bruder Johann Stefan), BIO-LANG-026 (Anna Maria Clara). Bau BAU-G-00751/D-5-63-000-839: Marktplatz 2 als Geburtshaus im lokalen Beitrag; Stadtseite bestätigt den Goldenen Schwan. Familienchronik: Haus Nr. 229 wird 1840 zu 225; Johann Andreas’ Werkstätte befindet sich 1859 am Marktplatz 225. Nummer 225 im Geburtszeitraum plausibel, direktes Mapping zur heutigen Adresse noch offen (). Archion-Taufband 1855–1857, 9.5.0001–321–018: Mutterfrage offen. Alltags: parallele Milchprüfungen in Fürth, kein direkter Kontakt belegt. Firmen V176-010 bleibt separat.

Ausführliche Biografien

Weitere Fragen zur historischen Person

NDB nennt für die Mutter „Marie Claire N. N. († n. 1860)“; lokale Chronik nennt Anna Maria Clara Vogel († 1886) als Mutter Herrmann Jacobs. Keine Namensgleichsetzung ohne Matrikel. Geburtshaus Marktplatz 2 (lokales Altstadtbläddla; Stadt Fürth bestätigt Gebäudebezeichnung Goldener Schwan). Familienchronik: 229 → 225 im Jahr 1840; 1859 Johann Andreas’ Werkstätte im Haus seiner Schwägerin am Marktplatz 225. Daher ist 225 im Geburtszeitraum 1856 die plausible historische Hausnummer, aber die direkte Gleichsetzung 225 → Marktplatz 2 ist noch nicht mit der Umnummerierungsliste von 1890 geprüft. 229 ist die vorherige Nummer bis 1840. Mutterfrage bleibt bis zur Taufbuchkollation offen. Keine direkte Einwirkung auf Fürther Milchkontrollen behaupten.

Quellen und Literatur

NDB 27 (2020), S. 605–607,;;;; Q470; lokale Kontrollserien 1885/86, 1890, 1899.;; (1890er Konkordanzverzeichnis, noch nicht eingesehen)

Quellennachweise beziehen sich auf die genannten Jahresbelege. Sie beweisen keine lückenlose Eigentums- oder Betriebsfolge.

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