Ärztinnen und Ärzte, Hebammen, Pflegende und weitere Menschen der Gesundheitsgeschichte: Wir verbinden historische Berufsbelege, Anschriften und Lebensgeschichten mit dem Fürther Personenregister.
Der Name allein genügt nicht für eine Identitätsfusion. Die Namenrecherche trennt überprüfte Quellenangaben von noch offenen Fragen.
63Namenskandidaten mit bereits vorhandenen Staging-Personenseiten
260Zugeordnete historische Berufs- und Quellenbeobachtungen
0Automatische Personenfusionen
Jüdisches Krankenhaus und Familie Farntrog
Eine quellengebundene Darstellung über das Krankenhaus in der Theaterstraße, die Krankenschwester Betti Bilha Farntrog und ihre Familie.
Biografische Porträts aus der Fürther Medizin- und Fürsorgegeschichte
Die biografischen Porträts erzählen von ärztlicher Arbeit, Geburtshilfe, Stiftungen und Krankenfürsorge. Sie führen auch Menschen aus Familien- und Baugeschichte auf, sofern ihre Tätigkeit die medizinische Versorgung Fürths prägte.
Für Walther Weigeldt sind die Leipziger Ausbildungsstationen und die Fürther Klinikfunktionen von 1931 und 1933 zu unterscheiden. Für Fritz Midas liegt ein ergänzender Nachweis zur frühen Säuglingsabteilung des Nathanstifts vor. Externe Fachberater dürfen nicht als Fürther Praxisärzte gezählt werden.
Apothekerfamilien zwischen Medizin- und Stadtgeschichte
Jehuda Löb/Löw, die Familien Fleischauer, Barthel, Hertlein und der Apotheker Ludwig Schild öffnen neue biografische Forschungswege. Nicht alle Genannten waren Ärzte; die historische Berufsrolle und die jeweilige Eigentumsstellung werden getrennt überprüft.
Catharina Tischendorf – die Frau hinter der Drogerie
Von 1865 bis 1884 führte Catharina Tischendorf nach dem Tod des Gründers die Drogerie an der Schwabacher Straße weiter. Ihre Geschäftsführung ist ein wichtiger, bislang wenig erzählter Teil der Frauen- und Firmenhistorie.
Neue Quellen konkretisieren den Tod des Krankenhausarztes und Stadtchronisten Georg Tobias Christoph Fronmüller am 4. April 1889 und nennen für Bernhard Fronmüller den 3. Juli 1891. Friedrich Christian Fronmüller, der im Zusammenhang mit der Diphtherieserum-Therapie von 1894 erscheint, ist eine weitere historische Person.
Heinz Keilhack – ein weiterer Name aus der Medizinischen Klinik 1939
Eine medizinische Veröffentlichung von Norbert Henning und Heinz Keilhack nennt die Medizinische Klinik des Städtischen Krankenhauses Fürth als institutionellen Bezug. Die genaue Dienststellung, Lebensdaten und eine Privatpraxis Keilhacks bleiben offen.
Vier weitere Personen aus der älteren Ärzte- und Familienforschung erhalten ausgearbeitete Lebensgeschichten. Sie bleiben bis zur gesonderten redaktionellen Prüfung eigenständige Forschungsdossiers – ohne doppelte Personenprofile.
Dr. Eugen Gastreich
Eugen Gastreich verband seine Fürther Arzttätigkeit mit sportlichem Vereinsengagement. Die Nachkriegsgeschichte seiner Entnazifizierung verlangt eine differenzierte Betrachtung seiner NSDAP-Mitgliedschaft und seiner Rolle im April 1945.
Franz Joseph Gastreich war praktischer Arzt in Fürth. Seine nachgewiesenen Adressen machen ihn zu einem wichtigen Teil der späteren Ärztefamilie Gastreich und ihrer Verbindung mit der Familie Scharff.
Pius Scharff stammte aus der Familie des Fürther Universitätsarchitekten Friedrich Scharff und wirkte zunächst als praktischer Arzt in Fürth. Seine spätere Laufbahn führte ihn nach Höchstadt und Regensburg.
Julius Bing wird im alten Ärzteindex als Gynäkologe mit der Königstraße 117 und dem Nathanstift in Verbindung gebracht. Seine Praxis- und Wohnnachfolge durch Richard Fleischer lässt sich historisch untersuchen.
Die neu erschlossenen Fälle besitzen jeweils einen separaten Forschungsstand mit Quellen, Belegjahren, möglichen Verwechslungen und dem bestehenden Personenprofil.
Zur Einordnung: Mehrfach erwähnte Namen können auf dieselbe Primärquelle zurückgehen. Geburts- oder Sterbejahre dürfen nicht mit Berufszeiten gleichgesetzt werden. Die Forschungsdossiers sind keine automatische Produktionsfreigabe.
Auch Patientenschicksale, Familienbeziehungen und jüdische Fürsorge gehören in diesen Themenbereich. Sie begründen nicht automatisch einen ärztlichen Beruf.
Arthur Werner Teitz
historische Opferbiografie / Gesundheitsgeschichte, kein Arzt