Medizingeschichte · Forschung v227
Johann Joachim Petz
Mehrere datierte Berufsbelege
Die historische Namensnennung wird mit bestehenden Quellen und einem bereits angelegten Personenprofil abgeglichen. Das ist keine automatische Zusammenführung unterschiedlicher Identitäten.
- Historische Namensform
- Petz, Johann Joachim
- Erster Quellenhinweis
- 1791
- Letzter Quellenhinweis
- 1826
- Chronologieeinträge
- 4
Biografischer Forschungsentwurf
Johann Joachim Petz ist in der Fürther Medizin- bzw. Gesundheitsforschung als historische Person beziehungsweise namentliche Berufsbeobachtung erfasst. Für 1791 ist in der überlieferten Quelle die Funktion „Niederlassung in Fürth als praktischer Arzt und Geburtshelfer nach Promotion in Erlangen“ genannt. Weitere einzelne Einträge sind unter anderem für 1800, 1809, 1819 erfasst. Die Belege dokumentieren die genannten Jahre; ununterbrochene Tätigkeit zwischen ihnen ist damit nicht automatisch bewiesen. Ergänzende biografische Forschung des Masterbestands: Johann Joachim Petz wurde 1768 in Windsheim geboren. Nach einer Ausbildung zum Apotheker studierte er Medizin in Erlangen und Würzburg und erweiterte seine Kenntnisse an weiteren europäischen Ausbildungsstätten. Danach arbeitete er bis zu seinem Tod fünfunddreißig Jahre als praktischer Arzt und Geburtshelfer in Fürth. Petz setzte früh Pockenschutzimpfungen ein und gab 1801 Impfmaterial nach Nürnberg weiter. 1809 wurde er Fürther Stadtgerichtsarzt. Außerdem richtete er 1819 ein Schwefeldampfbad ein. Er starb 1826 in Fürth. Seine Biografie verbindet Arzneikunde, Geburtshilfe, amtliche Medizin und die frühe Vorbeugung gegen Infektionskrankheiten. Zahlen zur vermeintlichen unmittelbaren Wirkung einzelner Impfmaßnahmen werden ohne zusätzliche Quellenprüfung nicht übernommen. Forschungsgrenze: Direkter Berufs-/Namensnachweis ersetzt weder einen Personenstandsbeleg noch eine nachgewiesene durchgehende Tätigkeit; Adressphasen getrennt halten.
Erweiterter biografischer Quellenabgleich
Einordnung: Direkter FürthWiki-Personenartikel mit historischen Einzelnachweisen. Diese quellengebundene Forschungsergänzung ist kein abgeschlossener Personennachweis und ersetzt keine Originalakten.
Fürther Arzt und Geburtshelfer, dessen Tätigkeit Impfgeschichte, kommunalen Gesundheitsdienst und das Schwefeldampfbad von 1819 verbindet.
- FürthWiki nennt als Lebensdaten 4. Februar 1768 (Windsheim) bis 9. August 1826 (Fürth) und benennt 1809 die Ernennung zum Stadtgerichtsarzt. · FürthWiki-Quellenbeleg · Quelleneinordnung: FürthWiki mit Nekrolog 1826/1828 und amtlichen Quellen
- Der Artikel nennt eine historische Wohnadresse Alexanderstraße/ Alexandergasse Haus-Nr. 525 für 1807 und 1819 sowie eine Nummer 333 erst in einem Nachweis aus 1836. · FürthWiki-Quellenbeleg · Quelleneinordnung: Hinweise auf Adressbücher 1807/1819/1836
- Zu den Tätigkeiten werden Pockenschutzimpfungen ab 1800/01 und die Errichtung eines Schwefeldampfbades 1819 genannt. Die Zahlen 58 und 7 Pockentote sind eine historische Quellenangabe, keine daraus ableitbare kausale Wirksamkeitsstudie. · FürthWiki-Quellenbeleg · Quelleneinordnung: FürthWiki bezieht sich u. a. auf Fränkische Provinzial-Blätter 1802 und Oliver Bender 1999
Offene Prüfung: Historische Hausnummern 525/333 können verschiedene Nummerierungsphasen oder Personenbezüge abbilden; 1836 darf nicht als Wohnort des 1826 verstorbenen Petz erscheinen.
Quelle: FürthWiki (Autorengemeinschaft); Textlizenz CC BY-SA, soweit auf der betreffenden Seite nicht anders angegeben. Die Angaben wurden in eigener Formulierung zusammengefasst und quellenkritisch ergänzt. Eine Freigabe von Abbildungen ist damit nicht verbunden.
Historische Berufe und Aufgaben
- Niederlassung in Fürth als praktischer Arzt und Geburtshelfer nach Promotion in Erlangen
- frühe Schutzimpfungsmaßnahmen; spätere Biografie berichtet Rückgang der Pockentoten von 58 (1800) auf 7 (1801)
- 1809 zum Stadtgerichtsarzt ernannt; bei Tod 1826 als Kreisphysikus bezeichnet
- Einrichtung eines Schwefeldampfbades in Fürth
Quellenkritik und offener Prüfauftrag
Direkter Berufs-/Namensnachweis ersetzt weder einen Personenstandsbeleg noch eine nachgewiesene durchgehende Tätigkeit; Adressphasen getrennt halten.
Nächste Originalprüfung
Primäre Jahrgangs-/Adressbuchseite auf Namen, Beruf und Adresse prüfen; anschließend Geburt, Tod, Familie und eventuelle Praxis-/Hausbeziehungen über Registerakten belegen.
Quellen und Digitalisate
- https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Joachim_Petz
- https://fis.uni-bamberg.de/bitstream/uniba/9/1/Dokument_1.pdf
Quellenverweise stammen aus dem Fachmaster und den ergänzenden Fachrecherchen. Nicht jede genannte Originalseite wurde erneut unabhängig eingesehen.