Familiengeschichte

Richard Krautheimer – aus Fürth in die internationale Kunstgeschichte

Richard Krautheimer (1897–1994) gehörte zu den international bedeutenden Architekturhistorikern des 20. Jahrhunderts. Er wurde am 6. Juli 1897 in Fürth geboren, besuchte dort das Humanistische Gymnasium und studierte nach dem Ersten Weltkrieg zunächst Rechtswissenschaft und Volkswirtschaft, dann Kunstgeschichte. Seine Promotion zum Dr. phil. erfolgte am 14. Februar 1923 in Halle. Seine Forschungen zur frühchristlichen und byzantinischen Architektur machten ihn weit über Deutschland hinaus bekannt.

Sein Weg war von den politischen Brüchen des Jahrhunderts geprägt. Nach Stationen in Marburg und Rom setzte Krautheimer seine wissenschaftliche Karriere in den Vereinigten Staaten fort. 1939 verlor er die deutsche Staatsbürgerschaft und die deutsche Doktorwürde; 1941 wurde er US-amerikanischer Staatsbürger. Später wirkte er am Vassar College, an der New York University und in Rom, wo er am 1. November 1994 starb.

Seine Verbindung zur Fürther Medizingeschichte ist familiär, nicht beruflich. Richard war ein Sohn von Nathan Krautheimer und Martha Klara Krautheimer, geborene Landmann, die 1912 die Fürther Säuglingskrippe stiftete. Seine Schwestern Sophie Gertrude Caspary und Lotte Fridman gehören ebenfalls zum Familiennetzwerk. Die Lebensläufe zeigen, wie die NS-Verfolgung eine Fürther Familie auseinandertrieb, deren Stiftung zuvor auf soziale Fürsorge für junge Kinder gerichtet war.

Weitere Lebensgeschichten

Quellen und Literatur

  1. https://www.deutsche-biographie.de/dbo086663.html
  2. https://hdbg.eu/biografien/detail/richard-krautheimer/4869
  3. https://www.deutsche-biographie.de/gnd120309521.html?language=de

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