Stadt Fürth

Fürsorgebauten · Forschungsfrage – noch zu prüfen

Waisenhaus und Fürsorgegebäude in Poppenreuth

Ein historischer Ort der Fürther Gesundheitsgeschichte: Seine Nutzung, die beteiligten Menschen und seine Entwicklung werden anhand überlieferter Quellen rekonstruiert.

Historische Anschrift
Poppenreuther Straße 5
Überlieferter Zeitraum
vor 1945; Zeitraum offen
Einrichtung oder Nutzung
Fürsorgebauten
Forschungsstand
Forschungsfrage – noch zu prüfen

Geschichte und Nutzung

Das Waisenhaus an der Poppenreuther Straße 5 gehört zur größeren Geschichte jener Einrichtungen, die Fürsorge und Gesundheit von Kindern miteinander verbanden. Das ärztliche Projekt führt den Ort als Institutionenknoten, ohne daraus bereits eine spezialisierte Kinderklinik oder eine moderne medizinische Leitung abzuleiten.

Für die eigentliche Hausbiografie sind Gründungsakte, Hausordnung, Betreuungspersonal, Baualter und spätere Nutzung noch offen.

Vertiefung v199: Ein Fürsorge- oder Waisenhaus an der Poppenreuther Straße 5 gehört in die Geschichte der Jugendhilfe, aber sein genauer Bautyp ist noch unklar. Die Namens- und Straßenform belegt einen möglichen Standort, nicht den Umfang von Schlafsälen, Krankenzimmern oder Pflegeabteilungen. Ein Vergleich mit dem städtischen Kinderspital und der Krautheimerkrippe kann Trägerschaften und Versorgungsideen sichtbar machen, muss jedoch vorerst institutionell bleiben. Als nächste Quellen kommen Schul- und Jugendamtsakten, Trägerberichte und zeitgenössische Adressbücher infrage.

1875 und 1891 – der Fürsorgebau wächst (Forschungsstand v213)

Eine Städtebauuntersuchung nennt für das christliche Waisen- und Kinderheim an der Poppenreuther Straße 5 das Jahr 1875 als Gründungs-/Bauphase. 1891 wurde die Einrichtung demnach durch einen Knabenbau erweitert; als Träger erscheint der Lutherische Verein für weibliche Diakonie. Damit ist das Profil präziser als ein allgemeiner Ortsknoten: Die Bauentwicklung spiegelt die getrennte Unterbringung und Betreuung von Kindern. Der genaue Zusammenhang zwischen Bauherren, Pflegerinnen, Heimordnung und der späteren Nutzung ist weiterhin nicht durch eigenhändig gesichtete Bau- und Personalakten geklärt. Auf keinen Fall ist das Haus identisch mit dem jüdischen Waisenhaus Geleitsgasse beziehungsweise Julienstraße.

Offene Fragen und Quellenkritik

Träger und Eröffnungsdatum; Abgrenzung zu Kinderspital/Kinderschutz.

Das Dossier dokumentiert den jeweiligen Forschungsstand und kann bei neuen Originalfunden ergänzt oder korrigiert werden.

Quellen und Nachweise

  1. https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/
  2. https://api.digitale-sammlungen.de/ocr/bsb12067866/290
  3. https://fis.uni-bamberg.de/bitstream/uniba/9/1/Dokument_1.pdf#page=162

Die Nachweise sind Forschungsquellen. Ihre Aufnahme bedeutet keine pauschale Zustimmung zu allen Einzelangaben.

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