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Historisches Fürther Straßenlexikon

Bergstraße

Historische Straße oder Schreibweise – gesondert geprüft

65 datierte Quellenbeobachtungen liegen im Häuser-Master unter diesem Namen vor. Forschungsstatus: Verschwunden. Möglicher Straßenbezug: entfallen (Gänsberg).

Die Beziehung zwischen historischen und späteren Straßennamen belegt keine identischen Hausnummern, Parzellen oder erhaltenen Gebäude. Das folgende Adressregister zeigt nur eine Auswahl der überlieferten Hausanker.

Warum heißt die Straße so?

Historische Straße über den Gänsberg, der auch Badberg genannt wurde. Schwammbergers Geschichtslexikon erklärt den Namen ausdrücklich aus der Lage am Berg. Die Straße verschwand bei der Sanierung des Gänsbergs; historische Häuser (u. a. Nr. 3, 8 und 29) gehören weiterhin in das eigene Straßenregister, nicht zu heutigen Hausnummern.

Datierung nach Quelle: historischer Name; Straße im 20. Jahrhundert verschwunden

Nachweisstufe: Schwammberger, Fürth von A bis Z, S.43; Stadt Fürth zur Sanierung

Quelle zur Namenserklärung

Ausführliche Straßenbiografie

Eine verschwundene Straße des Gänsbergs

Die historische Bergstraße gehört zu jenen Fürther Straßen, deren Geschichte heute weniger im erhaltenen Straßenbild als in Archiven, alten Adressen und Fotografien lebt. Sie war Teil des dicht bebauten Gänsbergquartiers, in dem Wohnungen, kleine Wirtschaften und handwerkliche Arbeit nah beieinander lagen.

Für die alte Nummer 3 ist eine seit 1778 überlieferte Wirtschaftsgerechtigkeit zum Goldenen Rößlein sekundär dokumentiert. Für Nummer 8 wird 1843 der Zinngießer Johann Georg Löffler als Wohn- und Sterbeadressat genannt. An Nummer 29 erinnern Wirtshausnutzungen und der Abbruch von 1974. Die drei Beobachtungen verbinden Gastronomie, Handwerk und den Verlust von Bausubstanz, sind aber keine lückenlose Eigentümergeschichte.

Die Flächensanierung der 1970er-Jahre veränderte den Gänsberg grundlegend. Die Stadt Fürth beschreibt den umfassenden Abriss alter Gebäude und die Entstehung neuer Wohnformen bis zur Einweihung der Stadthalle 1982. Deshalb dürfen die alten Bergstraßen-Hausnummern nicht auf heutige Neubauten übertragen werden.

Quellenkritischer Hinweis: Die Einzelgeschichten zu Bergstraße 3, 8 und 29 beruhen in Teilen auf Sekundärquellen; Bauakten und Lagepläne sind noch zu prüfen.

Die Biografie dieser Straße

Quellenprofil mit Adressgeschichte

Historische Straße über den Gänsberg, der auch Badberg genannt wurde. Schwammbergers Geschichtslexikon erklärt den Namen ausdrücklich aus der Lage am Berg. Die Straße verschwand bei der Sanierung des Gänsbergs; historische Häuser (u. a. Nr. 3, 8 und 29) gehören weiterhin in das eigene Straßenregister, nicht zu heutigen Hausnummern.

Zur Adressgeschichte liegen 65 Quellenbeobachtungen im Forschungsbestand vor; 12 ausgewählte Belege sind in diesem Straßenprofil erschlossen, darunter Nennungen aus 1860 bis 1901. Die Nennungen dokumentieren historische Adressen und Nutzungen, nicht automatisch den Fortbestand desselben Gebäudes.

Namentlich erschlossen sind unter anderem Friedrich? Breitenbach (1880, Hausnummer 11, Schreinermeister; Distriktsvorsteher); Johann Georg Ranninger/Nanninger (1880, Hausnummer 18, Wein-, Obst-, Eier- und Goldfischhandel; Distriktsvorsteher); Jakob Barnbacher (1880, Hausnummer 2, Wirt); Jakob Barnbacher (1880, Hausnummer 26, Privatier). Die jeweilige Rolle als Bewohner, Gewerbetreibender oder Eigentümer muss anhand der einzelnen Quelle unterschieden werden.

Historische Straßenabschnitte und Hausnummern sind noch nicht vollständig mit späteren Adressen gleichgesetzt.

Menschen aus den historischen Quellen

  • 1880: Friedrich? Breitenbach, Bergstraße 11 – Schreinermeister; DistriktsvorsteherBeleg
  • 1880: Johann Georg Ranninger/Nanninger, Bergstraße 18 – Wein-, Obst-, Eier- und Goldfischhandel; DistriktsvorsteherBeleg
  • 1880: Jakob Barnbacher, Bergstraße 2 – WirtBeleg
  • 1880: Jakob Barnbacher, Bergstraße 26 – PrivatierBeleg
  • 1886: Lägel, Johann Kaufmann, Bergstraße 10 – Bergstr. 9.Beleg
  • 1886: Weghorn, Jakob, Bergstraße 13 – Kaufmann.Beleg
  • 1886: Weinländer, Jakob, Bergstraße 14 – fr. Wirt.Beleg

Historische Szenen und Ereignisse

ab 1778 · Zum goldenen Rößlein · Nr. 3

Schwammberger verweist auf eine seit 1778 belegte Gastwirtschaftsgerechtigkeit. Das Jahr belegt die historische Berechtigung, nicht das Baujahr oder eine lückenlose Eigentümerfolge.

Historischer Nachweis

1843 · Zinngießer Johann Georg Löffler · Nr. 8

Das Geschichtslexikon nennt Bergstraße 8 als Wohn- und Sterbeort des Zinngießermeisters Johann Georg Löffler im Mai 1843. Die Person ist damit an der historischen Adresse nachgewiesen, nicht als Eigentümer des Hauses.

Historischer Nachweis

Gaststätte in älterer Überlieferung; Abbruch 1974 · Zu den drei Hacken / Wassermungenauer Bräustübl · Nr. 29

Nach Schwammberger früher das Gasthaus „Zu den drei Hacken“, später „Wassermungenauer Bräustübl“. Das Wohngebäude mit Gastwirtschaft wird in der Fürther Jahreschronik 1974 als abgebrochen geführt.

Historischer Nachweis

Historische Adressnennung ist kein automatischer Nachweis für Eigentum, Wohnsitz oder ein heute erhaltenes Gebäude.

Historische Straßenbezeichnungen – Quellenabgleich

Die Zuordnung betrifft Namen und deren historische Belege, nicht pauschal Gebäude, Hausnummern oder Bewohner nach 1890.

Bergstraße · 65 Quellenbeobachtungen

Status: aufgegeben; spätere Entsprechung: ungeklärt

Historische Gänsbergstraße; erhebliche Abbrüche in den 1970er Jahren. Kein nachgewiesener heutiger Hausstraßen-Nachfolger.

Namens- oder Kartenquelle ansehen
Alle 48 historischen Straßennamen und Hausquellen →

Alt-/Neu-Adressen nach Krause (1994)

Die folgenden Paare stammen aus einer nach Archivquellen zusammengestellten Tabelle. Sie sind sekundär dokumentiert; die vollständige originale Nummerierungsübersicht von 1889 wurde noch nicht gegengeprüft. Bei Straßenwechseln kann der spätere Name erst Jahrzehnte nach 1890 entstanden sein.

Alle 99 Forschungs-Konkordanzen ansehen →

Ergänzende Hausgeschichten und verschwundene Anwesen

Die Befunde stammen aus getrennten Lokal- und Firmenchroniken. Ein historischer Standort, die Nutzung eines Hauses und sein späterer Abbruch werden bewusst nicht mit heutigen Eigentums- oder Hausnummernverhältnissen vermischt.

Nr. 3: Zum goldenen Rößlein

ab 1778 · Wirtschaftsgerechtigkeit

Schwammberger verweist auf eine seit 1778 belegte Gastwirtschaftsgerechtigkeit. Das Jahr belegt die historische Berechtigung, nicht das Baujahr oder eine lückenlose Eigentümerfolge.

historischer Standort; spätere Erhaltung nicht belegt; kein moderner Hausidentitätsnachweis

Sekundär: Adolf Schwammberger, Fürth von A bis Z, S. 43, unter Verweis auf Wunschel 1940

Historischer Quellenhinweis

Nr. 8: Zinngießer Johann Georg Löffler

1843 · Wohn- und Sterbeadresse

Das Geschichtslexikon nennt Bergstraße 8 als Wohn- und Sterbeort des Zinngießermeisters Johann Georg Löffler im Mai 1843. Die Person ist damit an der historischen Adresse nachgewiesen, nicht als Eigentümer des Hauses.

historische Adresse; späterer Bauzustand ungeklärt; keine Gleichsetzung mit einem heutigen Haus Nr. 8

Sekundärbiografie mit Verweisen auf Stadtarchiv Fürth, Fach 18 Lit. L Nr. 87 und Presse

Historischer Quellenhinweis

Nr. 29: Zu den drei Hacken / Wassermungenauer Bräustübl

Gaststätte in älterer Überlieferung; Abbruch 1974 · Historisches Wirtshaus / abgerissenes Gebäude

Nach Schwammberger früher das Gasthaus „Zu den drei Hacken“, später „Wassermungenauer Bräustübl“. Das Wohngebäude mit Gastwirtschaft wird in der Fürther Jahreschronik 1974 als abgebrochen geführt.

1974 als abgebrochen dokumentiert; nicht mehr existierendes Gebäude

Schwammberger/Wunschel für Gastronomie; retrospektive Fürther Jahreschronik für Abbruch

Historischer QuellenhinweisAbbruchjahr prüfen
Geschichte des verschwundenen Gänsbergs →

Historisch belegte Hausadressen

Archivische Hausbelege sind datierte Quellen-Nennungen. Eine heutige Identität, Eigentümerschaft oder durchgehende Bewohnung ist daraus nicht automatisch ableitbar.

Hausnummer 11 (1880)

Friedrich? Breitenbach

Schreinermeister; Distriktsvorsteher

Wohn-/Berufsbezug gemischt; Wohnstatus einzeln prüfen

Quellenknoten H-04010

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Hausnummer 18 (1880)

Johann Georg Ranninger/Nanninger

Wein-, Obst-, Eier- und Goldfischhandel; Distriktsvorsteher

Wohnbeleg laut Klassifikation

Quellenknoten H-00012

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Hausnummer 18 (1901)

Johann Georg Ranninger/Nanninger

Wein- und Obsthändler; Distriktsvorsteher

Wohn-/Berufsbezug gemischt; Wohnstatus einzeln prüfen

Quellenknoten H-04041

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Warum die Quellenphasen wichtig sind

Zum 1. Januar 1890 traten in Fürth geänderte Straßennamen und Hausnummern in Kraft. Ältere Nummern dürfen deshalb nicht anhand der Ziffer allein mit neueren verbunden werden. Mehr zur Nummernreform.

Forschungsstand 11. Oktober 2026 · 65 erfasste Quellenbeobachtungen (nicht gleichzusetzen mit einzelnen Gebäuden).