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Hallemannstraße
Warum heißt die Straße so?
Die bisherige Julienstraße wurde 1982 nach dem jüdischen Pädagogen Dr. Isaak Hallemann umbenannt. Er begleitete die Kinder des jüdischen Waisenhauses trotz nationalsozialistischer Verfolgung bis zur Deportation. Der genaue Tag der Stadtratsentscheidung wird in Quellen unterschiedlich überliefert.
Datierung nach Quelle: 1982
Nachweisstufe: Fürther Geschichtsblätter 3/2010 und 3/2011
Quelle zur NamenserklärungAusführliche Straßenbiografie
Ein Straßenname als Erinnerung an die Kinder des jüdischen Waisenhauses
Die heutige Hallemannstraße hieß bis 1982 Julienstraße. Diese Umbenennung verband einen Fürther Straßenraum mit der Erinnerung an Dr. Isaak Hallemann, den Leiter des jüdischen Waisenhauses, dessen Lebensweg und Verantwortung für die ihm anvertrauten Kinder durch die nationalsozialistische Verfolgung geprägt wurden.
Das Waisenhaus war bereits im 19. Jahrhundert Teil des sozialen und religiösen Lebens der Stadt. Für Hallemannstraße 2 ist ein 1868 errichtetes Gebäude mit späteren Erweiterungen dokumentiert. Die Adresse ist damit ein Ansatzpunkt, jüdische Fürsorge, Erziehung, Architektur und die Geschichte der Bewohnerinnen und Bewohner gemeinsam zu erforschen.
Der Straßenname ist nicht einfach eine neutrale Personenbenennung. Er macht ein Stück zerstörter jüdischer Stadtgeschichte im Alltag sichtbar. Der frühere Name Julienstraße darf bei älteren Akten und Adressbüchern nicht rückwirkend durch Hallemannstraße ersetzt werden; die heutige Benennung ist ein Erinnerungsakt von 1982.
Zu einer vollständigen Straßenbiografie gehören auch die einzelnen Kinder und Mitarbeitenden des Heims, ihre Schulwege, Familienbeziehungen und Schicksale. Solche Verbindungen sollten nur bei überprüften Identitäten ergänzt werden, damit die Geschichte der Betroffenen nicht durch Vermutungen verfälscht wird.
Quellenkritischer Hinweis: Die genaue Datierung des Stadtratsbeschlusses und einzelne Personenidentitäten sind getrennt zu überprüfen.
Die Biografie dieser Straße
Namensgeschichte belegt oder sekundär gedeutet
Die bisherige Julienstraße wurde 1982 nach dem jüdischen Pädagogen Dr. Isaak Hallemann umbenannt. Er begleitete die Kinder des jüdischen Waisenhauses trotz nationalsozialistischer Verfolgung bis zur Deportation. Der genaue Tag der Stadtratsentscheidung wird in Quellen unterschiedlich überliefert.
Häuser und Baugeschichte
Hausnummer 2a
1868 (Knabenwaisenhaus); 1894 (Erweiterung für Mädchen)
Israelitisches Waisenhaus, in der damaligen Julienstraße. Im Gebäude wurde während der NS-Zeit eine Mikwe eingerichtet; die Anlage wurde 1967 nach Umbau wieder eingeweiht. Die Straße erhielt erst 1982 den Namen Hallemannstraße.
BaugeschichtsquelleHistorische Forschungsstudie in Fürther Geschichtsblättern 3/2011; zeitliche Umbenennung getrennt
Hausnummer 2
1868, Erweiterung mit Synagoge 1884
Ehemaliges israelitisches Waisenhaus mit Synagoge (heute Wohnhaus mit Synagoge), Sandsteinquader-Eckbau von Friedrich Friedreich, erbaut 1868; Erweiterung nach Norden unter anderem mit Synagoge 1884, Denkmal D-5-63-000-371
BaugeschichtsquelleAmtliche Denkmalliste Stand 30.05.2026; Gebäudestellung, keine frei erfundene Besitzerliste
Hausnummer 1 / Rosenstraße 13
1861
Wohnhausecke, Sandsteinquaderbau von Andreas Korn; zwei Straßenadressen desselben Bauwerks.
BaugeschichtsquelleAmtliche Bayerische Denkmalliste 30.05.2026, Nr. D-5-63-000-1142; historischer Eigentümer und gleiche Hausnummer vor 1890 nicht belegt
Hausnummer 3
1863
Ehemaliges Gasthaus, später Wohnhaus, Sandsteinquaderbau von Andreas Korn.
BaugeschichtsquelleAmtliche Bayerische Denkmalliste 30.05.2026, Nr. D-5-63-000-372; historischer Eigentümer und gleiche Hausnummer vor 1890 nicht belegt
Hausnummer 5
um 1863
Ehemaliges Rektoratswohnhaus, wahrscheinlich von Eduard Philipp Otto.
BaugeschichtsquelleAmtliche Bayerische Denkmalliste 30.05.2026, Nr. D-5-63-000-374; historischer Eigentümer und gleiche Hausnummer vor 1890 nicht belegt
Hausnummer 6
1864
Ehemaliges Gasthaus von Andreas Korn, Baugruppe mit Nr. 4 und 8.
BaugeschichtsquelleAmtliche Bayerische Denkmalliste 30.05.2026, Nr. D-5-63-000-375; historischer Eigentümer und gleiche Hausnummer vor 1890 nicht belegt
Hausnummer 8
1870
Wohnhaus in Ecklage von Johann Söhnlein, Baugruppe mit Nr. 4 und 6.
BaugeschichtsquelleAmtliche Bayerische Denkmalliste 30.05.2026, Nr. D-5-63-000-1734; historischer Eigentümer und gleiche Hausnummer vor 1890 nicht belegt
Historische Adressnennung ist kein automatischer Nachweis für Eigentum, Wohnsitz oder ein heute erhaltenes Gebäude.
Nachgewiesen im städtischen Großdruck-Stadtplan 2019 · PDF-Seite 4. Ein Nachweis von 2019 ist kein amtlicher Erstbenennungsbeschluss und kein bestätigter aktueller 2026er Straßenstatus. Zur Gesamtliste von 2019 →
Historische Straßenbezeichnungen – Quellenabgleich
Die Zuordnung betrifft Namen und deren historische Belege, nicht pauschal Gebäude, Hausnummern oder Bewohner nach 1890.
Julienstraße · 10 Quellenbeobachtungen
Status: belegt; spätere Entsprechung: Hallemannstraße
Erst 1982 umbenannt, nicht 1890; historischer Waisenhausstandort und Nummernwechsel getrennt.
Namens- oder Kartenquelle ansehen Alle 48 historischen Straßennamen und Hausquellen →Alt-/Neu-Adressen nach Krause (1994)
Die folgenden Paare stammen aus einer nach Archivquellen zusammengestellten Tabelle. Sie sind sekundär dokumentiert; die vollständige originale Nummerierungsübersicht von 1889 wurde noch nicht gegengeprüft. Bei Straßenwechseln kann der spätere Name erst Jahrzehnte nach 1890 entstanden sein.
Alle 99 Forschungs-Konkordanzen ansehen →Historisch belegte Hausadressen
Archivische Hausbelege sind datierte Quellen-Nennungen. Eine heutige Identität, Eigentümerschaft oder durchgehende Bewohnung ist daraus nicht automatisch ableitbar.
Noch keine direkt verknüpften zeitgenössischen Hausbelege in dieser Datenauswahl.
Historische Gebäude und Baudenkmäler
Diese Angaben stammen aus denkmalpflegerischen und lokalen Gebäudebeschreibungen. Sie bilden eine getrennte Quellengattung gegenüber den historischen Personen-/Hausbelegen.
Nr. 2a
Baualter: 1868 (Knabenwaisenhaus); 1894 (Erweiterung für Mädchen)
Israelitisches Waisenhaus, in der damaligen Julienstraße. Im Gebäude wurde während der NS-Zeit eine Mikwe eingerichtet; die Anlage wurde 1967 nach Umbau wieder eingeweiht. Die Straße erhielt erst 1982 den Namen Hallemannstraße.
Historische Forschungsstudie in Fürther Geschichtsblättern 3/2011; zeitliche Umbenennung getrennt
GebäudequelleNr. 2
Baualter: 1868, Erweiterung mit Synagoge 1884
Ehemaliges israelitisches Waisenhaus mit Synagoge (heute Wohnhaus mit Synagoge), Sandsteinquader-Eckbau von Friedrich Friedreich, erbaut 1868; Erweiterung nach Norden unter anderem mit Synagoge 1884, Denkmal D-5-63-000-371
Amtliche Denkmalliste Stand 30.05.2026; Gebäudestellung, keine frei erfundene Besitzerliste
GebäudequelleNr. 1 / Rosenstraße 13
Baualter: 1861
Wohnhausecke, Sandsteinquaderbau von Andreas Korn; zwei Straßenadressen desselben Bauwerks.
Amtliche Bayerische Denkmalliste 30.05.2026, Nr. D-5-63-000-1142; historischer Eigentümer und gleiche Hausnummer vor 1890 nicht belegt
GebäudequelleNr. 3
Baualter: 1863
Ehemaliges Gasthaus, später Wohnhaus, Sandsteinquaderbau von Andreas Korn.
Amtliche Bayerische Denkmalliste 30.05.2026, Nr. D-5-63-000-372; historischer Eigentümer und gleiche Hausnummer vor 1890 nicht belegt
GebäudequelleNr. 5
Baualter: um 1863
Ehemaliges Rektoratswohnhaus, wahrscheinlich von Eduard Philipp Otto.
Amtliche Bayerische Denkmalliste 30.05.2026, Nr. D-5-63-000-374; historischer Eigentümer und gleiche Hausnummer vor 1890 nicht belegt
GebäudequelleNr. 6
Baualter: 1864
Ehemaliges Gasthaus von Andreas Korn, Baugruppe mit Nr. 4 und 8.
Amtliche Bayerische Denkmalliste 30.05.2026, Nr. D-5-63-000-375; historischer Eigentümer und gleiche Hausnummer vor 1890 nicht belegt
GebäudequelleNr. 8
Baualter: 1870
Wohnhaus in Ecklage von Johann Söhnlein, Baugruppe mit Nr. 4 und 6.
Amtliche Bayerische Denkmalliste 30.05.2026, Nr. D-5-63-000-1734; historischer Eigentümer und gleiche Hausnummer vor 1890 nicht belegt
GebäudequelleWarum die Quellenphasen wichtig sind
Zum 1. Januar 1890 traten in Fürth geänderte Straßennamen und Hausnummern in Kraft. Ältere Nummern dürfen deshalb nicht anhand der Ziffer allein mit neueren verbunden werden. Mehr zur Nummernreform.
Forschungsstand 11. Oktober 2026 · 0 erfasste Quellenbeobachtungen (nicht gleichzusetzen mit einzelnen Gebäuden).