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Historisches Fürther Straßenlexikon

Wilhelm-Löhe-Straße

Warum heißt die Straße so?

Die Straße erinnert an den in Fürth geborenen Theologen Wilhelm Löhe (1808–1872), später Pfarrer in Neuendettelsau und prägende Persönlichkeit der Diakonie. Die früheren Bezeichnungen der Trasse umfassen Schrotgasse und Schützenstraße bzw. Schützengasse. Das Datum der formellen Benennung als Wilhelm-Löhe-Straße ist noch nicht durch einen Ratsbeschluss überprüft.

Datierung nach Quelle: benannt spätestens 1974; genaue Beschlussdatei offen

Nachweisstufe: Altstadtverein Fürth; Deutsche Biographie; Fürther Geschichtsblätter 3/2011

Quelle zur Namenserklärung

Ausführliche Straßenbiografie

Färberanwesen, Badehaus und die Geschichte der Diakonie

Die heutige Wilhelm-Löhe-Straße erinnert an den 1808 in Fürth geborenen Theologen Wilhelm Löhe, der später im fränkischen Neuendettelsau wirkte und die evangelische Diakonie nachhaltig prägte. Die ältere Topografie der Straße wird unter anderem mit Schrotgasse, Schützenstraße und Schützengasse verbunden. Diese Bezeichnungen gehören zu verschiedenen Quellenzeiten und dürfen nicht als Beleg einer vollständig unveränderten Trasse behandelt werden.

Für das Anwesen Schützenstraße 9 ist eine ausdrückliche Verbindung zur späteren Wilhelm-Löhe-Straße 9 dokumentiert. Zum historischen Färberanwesen gehörte ein Badehaus in der Nähe der Rednitz, das zeitweilig als Mikwe genutzt wurde. Damit kreuzen sich an einem Grundstück Handwerk, jüdisches religiöses Leben und die Geschichte von Wasser und Hygiene. Das Badehaus war nicht automatisch identisch mit dem heute sichtbaren Wohngebäude.

Die Denkmalliste zeigt zusätzliche Bauphasen: Nummer 3 ist ein Fachwerkhaus des 18. Jahrhunderts; Nummer 5 besaß eine frühere Gastwirtschaft, und sein Nebengebäude wurde 1867 umgebaut; das Eckhaus Nummer 18 entstand 1846/47 und wurde 1864 aufgestockt. Mehrfachadressen eines Baudenkmals sind dabei keine unabhängigen Gebäudeidentitäten.

Die Biografie dieser Straße muss deshalb zwei Erinnerungsebenen zusammenführen: das Wirken des späteren Namensgebers und das viel ältere Leben der Menschen und Häuser an der Gasse.

Quellenkritischer Hinweis: Der Benennungsbeschluss ist noch nicht datiert; gesicherte historische Hauskonkordanz bislang ausdrücklich für Nummer 9.

Die Biografie dieser Straße

Namensgeschichte belegt oder sekundär gedeutet

Die Straße erinnert an den in Fürth geborenen Theologen Wilhelm Löhe (1808–1872), später Pfarrer in Neuendettelsau und prägende Persönlichkeit der Diakonie. Die früheren Bezeichnungen der Trasse umfassen Schrotgasse und Schützenstraße bzw. Schützengasse. Das Datum der formellen Benennung als Wilhelm-Löhe-Straße ist noch nicht durch einen Ratsbeschluss überprüft.

Häuser und Baugeschichte

Hausnummer 9

um 1700

Freistehendes Fachwerkwohnhaus, Baudenkmal. Frühere Adresse Schützenstraße 9 ausdrücklich aus Fürther Geschichtsblättern nachgewiesen; das mikwenbezogene Badehaus ist nicht automatisch identisch mit dem heutigen Wohngebäude.

Baugeschichtsquelle

Amtliche Bayerische Denkmalliste 30.05.2026, D-5-63-000-1457. Historischer Schützenstraße 9-Bezug separat durch Fürther Geschichtsblätter 3/2011.

Hausnummer 1a / 6 / 8 / 12

erste Hälfte 18. Jahrhundert; Erweiterung 1762; Umbau 1846, 1913

Zusammenhängender historischer Wohnbau, teilweise Sandstein und verschiefertes Fachwerk, von Simon Gieß 1846 teilweise umgebaut. Mehrere Anschriften bezeichnen ein Baudenkmal, nicht vier unabhängige Hausidentitäten.

Baugeschichtsquelle

Amtliche Bayerische Denkmalliste, Stand 30.05.2026, D-5-63-000-1625. Gebäude/Parzelle nicht automatisch mit historischer Schützenstraße-Hausnummer identisch.

Hausnummer 3

18. Jahrhundert

Freistehendes Fachwerkwohnhaus, teilweise Sandstein, mit verschiefertem Giebelzwerchhaus.

Baugeschichtsquelle

Amtliche Bayerische Denkmalliste, Stand 30.05.2026, D-5-63-000-1455. Gebäude/Parzelle nicht automatisch mit historischer Schützenstraße-Hausnummer identisch.

Hausnummer 5

erste Hälfte 18. Jahrhundert; Nebengebäude 1867 umgebaut

Historisches Wohnhaus mit früherer Gastwirtschaft; anschließender Stallbau 1867 von Johann Kiesel zu einem Wohnhaus umgebaut.

Baugeschichtsquelle

Amtliche Bayerische Denkmalliste, Stand 30.05.2026, D-5-63-000-1456. Gebäude/Parzelle nicht automatisch mit historischer Schützenstraße-Hausnummer identisch.

Hausnummer 14

17./18. Jahrhundert

Zweigeschossiges Wohnhaus mit Sandsteinerdgeschoss und Fachwerkobergeschoss; denkmalgeschützt.

Baugeschichtsquelle

Amtliche Bayerische Denkmalliste, Stand 30.05.2026, D-5-63-000-1458. Gebäude/Parzelle nicht automatisch mit historischer Schützenstraße-Hausnummer identisch.

Hausnummer 16

18. Jahrhundert

Historischer Flügelbau von Wilhelm-Löhe-Straße 14, heute eigene Denkmaladresse. Historische Gebäudeidentität als Flügelbau vom Landesamt ausdrücklich genannt.

Baugeschichtsquelle

Amtliche Bayerische Denkmalliste, Stand 30.05.2026, D-5-63-000-1459. Gebäude/Parzelle nicht automatisch mit historischer Schützenstraße-Hausnummer identisch.

Hausnummer 18

1846/47; Umbau und Aufstockung 1864

Eckwohnhaus von Andreas Korn; 1864 von Johann Kiesel umgebaut und aufgestockt.

Baugeschichtsquelle

Amtliche Bayerische Denkmalliste, Stand 30.05.2026, D-5-63-000-1460. Gebäude/Parzelle nicht automatisch mit historischer Schützenstraße-Hausnummer identisch.

Historische Adressnennung ist kein automatischer Nachweis für Eigentum, Wohnsitz oder ein heute erhaltenes Gebäude.

Nachgewiesen im städtischen Großdruck-Stadtplan 2019 · PDF-Seite 7. Ein Nachweis von 2019 ist kein amtlicher Erstbenennungsbeschluss und kein bestätigter aktueller 2026er Straßenstatus. Zur Gesamtliste von 2019 →

Schützenstraße 9, später Wilhelm-Löhe-Straße 9

Die historischen Straßenformen Schützenstraße, Schützengasse und Schrotgasse führen zur heutigen Wilhelm-Löhe-Straße. Eine ausdrückliche Hausidentität ist bisher nur für die Nummer 9 belegt. Dort gehörte zum historischen Färberanwesen auch ein zeitweilig als Mikwe genutztes Badehaus an der Rednitz.

21 historische Adressbeobachtungen auf Straßenebene; andere Hausnummern nicht automatisch umnummerieren.

Haus- und Mikwen-Geschichte mit Quellen lesen →

Historische Straßenbezeichnungen – Quellenabgleich

Die Zuordnung betrifft Namen und deren historische Belege, nicht pauschal Gebäude, Hausnummern oder Bewohner nach 1890.

Schützenstraße · 14 Quellenbeobachtungen

Status: belegt; spätere Entsprechung: Wilhelm-Löhe-Straße

Fotografischer Nachweis aus dem historischen Fürther Bildbestand; alte Straße mit Blick ins Viertel. Einzelnes Haus nicht automatisch gleichsetzen.

Namens- oder Kartenquelle ansehen
Alle 48 historischen Straßennamen und Hausquellen →

Historisch belegte Hausadressen

Archivische Hausbelege sind datierte Quellen-Nennungen. Eine heutige Identität, Eigentümerschaft oder durchgehende Bewohnung ist daraus nicht automatisch ableitbar.

Noch keine direkt verknüpften zeitgenössischen Hausbelege in dieser Datenauswahl.

Historische Gebäude und Baudenkmäler

Diese Angaben stammen aus denkmalpflegerischen und lokalen Gebäudebeschreibungen. Sie bilden eine getrennte Quellengattung gegenüber den historischen Personen-/Hausbelegen.

Nr. 9

Baualter: um 1700

Freistehendes Fachwerkwohnhaus, Baudenkmal. Frühere Adresse Schützenstraße 9 ausdrücklich aus Fürther Geschichtsblättern nachgewiesen; das mikwenbezogene Badehaus ist nicht automatisch identisch mit dem heutigen Wohngebäude.

Amtliche Bayerische Denkmalliste 30.05.2026, D-5-63-000-1457. Historischer Schützenstraße 9-Bezug separat durch Fürther Geschichtsblätter 3/2011.

Gebäudequelle

Nr. 1a / 6 / 8 / 12

Baualter: erste Hälfte 18. Jahrhundert; Erweiterung 1762; Umbau 1846, 1913

Zusammenhängender historischer Wohnbau, teilweise Sandstein und verschiefertes Fachwerk, von Simon Gieß 1846 teilweise umgebaut. Mehrere Anschriften bezeichnen ein Baudenkmal, nicht vier unabhängige Hausidentitäten.

Amtliche Bayerische Denkmalliste, Stand 30.05.2026, D-5-63-000-1625. Gebäude/Parzelle nicht automatisch mit historischer Schützenstraße-Hausnummer identisch.

Gebäudequelle

Nr. 3

Baualter: 18. Jahrhundert

Freistehendes Fachwerkwohnhaus, teilweise Sandstein, mit verschiefertem Giebelzwerchhaus.

Amtliche Bayerische Denkmalliste, Stand 30.05.2026, D-5-63-000-1455. Gebäude/Parzelle nicht automatisch mit historischer Schützenstraße-Hausnummer identisch.

Gebäudequelle

Nr. 5

Baualter: erste Hälfte 18. Jahrhundert; Nebengebäude 1867 umgebaut

Historisches Wohnhaus mit früherer Gastwirtschaft; anschließender Stallbau 1867 von Johann Kiesel zu einem Wohnhaus umgebaut.

Amtliche Bayerische Denkmalliste, Stand 30.05.2026, D-5-63-000-1456. Gebäude/Parzelle nicht automatisch mit historischer Schützenstraße-Hausnummer identisch.

Gebäudequelle

Nr. 14

Baualter: 17./18. Jahrhundert

Zweigeschossiges Wohnhaus mit Sandsteinerdgeschoss und Fachwerkobergeschoss; denkmalgeschützt.

Amtliche Bayerische Denkmalliste, Stand 30.05.2026, D-5-63-000-1458. Gebäude/Parzelle nicht automatisch mit historischer Schützenstraße-Hausnummer identisch.

Gebäudequelle

Nr. 16

Baualter: 18. Jahrhundert

Historischer Flügelbau von Wilhelm-Löhe-Straße 14, heute eigene Denkmaladresse. Historische Gebäudeidentität als Flügelbau vom Landesamt ausdrücklich genannt.

Amtliche Bayerische Denkmalliste, Stand 30.05.2026, D-5-63-000-1459. Gebäude/Parzelle nicht automatisch mit historischer Schützenstraße-Hausnummer identisch.

Gebäudequelle

Nr. 18

Baualter: 1846/47; Umbau und Aufstockung 1864

Eckwohnhaus von Andreas Korn; 1864 von Johann Kiesel umgebaut und aufgestockt.

Amtliche Bayerische Denkmalliste, Stand 30.05.2026, D-5-63-000-1460. Gebäude/Parzelle nicht automatisch mit historischer Schützenstraße-Hausnummer identisch.

Gebäudequelle

Warum die Quellenphasen wichtig sind

Zum 1. Januar 1890 traten in Fürth geänderte Straßennamen und Hausnummern in Kraft. Ältere Nummern dürfen deshalb nicht anhand der Ziffer allein mit neueren verbunden werden. Mehr zur Nummernreform.

Forschungsstand 11. Oktober 2026 · 0 erfasste Quellenbeobachtungen (nicht gleichzusetzen mit einzelnen Gebäuden).