Vorgängerorte · Forschungsfrage – noch zu prüfen
Gemeindespital-Spur am Pegnitzufer
Ein historischer Ort der Fürther Gesundheitsgeschichte: Seine Nutzung, die beteiligten Menschen und seine Entwicklung werden anhand überlieferter Quellen rekonstruiert.
Geschichte und Nutzung
Das Arztregister verzeichnet für die Pegnitzstraße 13/15 einen Hinweis auf kommunale Hospitalfürsorge für ungefähr 1820 bis 1830 (nach einer späteren historischen Darstellung). Die Doppeladresse ist zunächst als Quellenform und nicht als gesicherte Einheit zweier Gebäude zu behandeln. Ob hier eine ältere Anstalt, ein Nebengebäude oder eine spätere Verlegung dokumentiert ist, bleibt offen. Gerade für Fürth sind solche Standorte wichtige Bindeglieder zwischen dicht bebauter Innenstadt, Armenpflege und wachsendem Krankenhauswesen. Ohne verlässliche Bauakten wäre eine Geschichte von Patientenzimmern, Baumeistern oder Neubauten an diesem Ort aber Spekulation.
Vertiefung v199: An der Pegnitzstraße 13/15 entsteht zunächst ein bewusst zweigeteiltes Quellenbild: Die Doppeladresse kann ein Ensemble, Nachbarhäuser oder eine spätere Sammelbezeichnung meinen. Ein Eintrag aus einem nachträglichen Lexikon genügt nicht, um hier zwischen 1820 und 1830 einen gesicherten Baukörper mit bestimmter Bettenzahl anzusetzen. Auch die vorhandene Denkmal-ID ist lediglich ein Adresshinweis. Die reizvolle Vorstellung einer Krankenpflege unmittelbar am Fluss muss daher vorerst Forschungsfrage bleiben – mit Katasterabgleich und der frühen Magistratskorrespondenz als erstem Prüfweg.
1816: Ein neues Hospital im Haus an der Pegnitz
Im Jahr 1816 erwarb die Stadt nach Benders historischer Auswertung das Anwesen Pegnitzstraße 13/15 und ließ es für Hospitalzwecke umbauen. Etwa 50 hilfsbedürftige Menschen sollten dort Platz finden; bereits in den 1820er Jahren war die Einrichtung dauerhaft überbelegt. Diese Kapazitätsangabe betrifft eine damalige geplante oder genannte Unterbringungsmöglichkeit und keine belegte statistische Jahresbelegung. Die Doppeladresse muss als historische Anwesenangabe kontrolliert werden, bevor zwei moderne Häuser daraus konstruiert werden. Damit lässt sich die Fürther Entwicklung von kleinen beheizbaren Krankenräumen im Hungerjahr 1771 über den Pegnitzstandort zum Hospitalneubau an der Schwabacher Straße 51 in ihrer räumlichen und sozialen Dimension erzählen.
Ergänzungen aus dem FürthWiki-Abgleich
Diese Belege ergänzen das historische Standortdossier. Es handelt sich um quellenkritisch eingeordnete Hinweise des Forschungsmasters v230, nicht um neue Gebäudenachweise oder automatisch freigegebene Personenidentitäten.
- 1816–1931 – Drei städtische Versorgungsstandorte: Das Spital beziehungsweise Armenhaus an der Pegnitzstraße 13/15, das Krankenhaus an der Schwabacher Straße 51 und der Neubau an der Jakob-Henle-Straße 1 gehören zu unterschiedlichen Standortphasen.
Weiter zu prüfen: Es handelt sich nicht um drei Namen desselben Baukörpers. Die historischen Adress- und Funktionsübergänge einzeln belegen.
FürthWiki-Autorengemeinschaft, CC BY-SA für Artikeltexte soweit nicht anders angegeben. Keine Übernahme ungeprüfter Bilddateien; Originalakten sind gesondert auszuwerten.
Weitere historische Quellen und Verbindungen
Die folgenden Hinweise stammen aus den zusammengeführten FürthWiki-Forschungsblöcken v232 bis v242. Ortsbezug bedeutet keine automatische Gleichsetzung benachbarter oder mehrfach beschriebener Gebäude.
1931-07-23
Verlegung der Kranken vom alten zum neuen Krankenhaus
Der Bericht vom 25. Juli gibt an, dass am vorangegangenen Donnerstag die Patienten des Hospitals an der Schwabacher Strasse in den Neubau auf der Schwand verlegt worden seien.
Zu prüfen: Ereignisdatum 23.07.1931 aus Wochentagsbezug erschlossen; Schwabacher Strasse und Schwand sind zwei unterschiedliche Baukoerper.
Baugeschichte und historische Adressen
Denkmal- bzw. Objektvermerk: D-5-63-000-1071 (Adressabgleich, Objektidentität zu prüfen)
Diese Angaben sind keine automatische Gleichsetzung mit heutigen Hausnummern oder benachbarten Gebäudeteilen. Baukörper und historische Nutzungszeiten werden getrennt geprüft.
Offene Fragen und Quellenkritik
Genaue Nutzung, Adresse, Datum, Kataster und Baukörper prüfen.
Das Dossier dokumentiert den jeweiligen Forschungsstand und kann bei neuen Originalfunden ergänzt oder korrigiert werden.
Quellen und Nachweise
- https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/
- https://dokumen.pub/frth-von-a-bis-z-ein-geschichts-lexikon.html
- https://geodaten.bayern.de/denkmal_static_data/externe_denkmalliste/pdf/denkmalliste_merge_563000.pdf#page=172
- https://d-nb.info/959011846/34
Die Nachweise sind Forschungsquellen. Ihre Aufnahme bedeutet keine pauschale Zustimmung zu allen Einzelangaben.