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Historisches Fürther Straßenlexikon

Schulhof

Historische Straße oder Schreibweise – gesondert geprüft

5 datierte Quellenbeobachtungen liegen im Häuser-Master unter diesem Namen vor. Forschungsstatus: Offen. Möglicher Straßenbezug: noch offen.

Die Beziehung zwischen historischen und späteren Straßennamen belegt keine identischen Hausnummern, Parzellen oder erhaltenen Gebäude. Das folgende Adressregister zeigt nur eine Auswahl der überlieferten Hausanker.

Warum heißt die Straße so?

Historischer Standort der jüdischen Kultusgemeinde zwischen Königstraße und Mohrenstraße. Die Seitengasse wurde am 14. Mai 1889 offiziell „Israelitischer Schulhof“ genannt. Dort lagen die Klaus (Schulhof 5) und das Rabbinerhaus mit Gemeindebüros (Schulhof 6). Die historische Bebauung wurde 1938 verwüstet und bis April 1939 abgerissen.

Datierung nach Quelle: 14.05.1889 amtliche historische Benennung

Nachweisstufe: Haus der Bayerischen Geschichte; keine heutigen Hausnummern oder erhaltene Originalbauten

Quelle zur Namenserklärung

Ausführliche Straßenbiografie

Der verlorene Mittelpunkt jüdischen Lebens in Fürth

Über Jahrhunderte lag zwischen Königstraße und der damaligen Mohrenstraße das religiöse Zentrum des jüdischen Fürth. Das Wort Schul bezeichnete hier auch die Synagoge; es bedeutete nicht nur Schulunterricht im heutigen Sinn. Innerhalb eines durch Tore erschlossenen Areals befanden sich die Altschul, die Neuschul, die spätere Mannheimer-Synagoge, religiöse Lehrstätten, die Scharre und ein Ritualbad. Lernen, Beten, Schlachten, Verwaltung und Alltag waren auf engem Raum miteinander verbunden.

Besonders aussagekräftig sind die historischen Einzeladressen. Die Klaus lag am Schulhof 5, das Rabbinerhaus mit Bibliothek und Gemeindebüros am Schulhof 6. Die Mannheimer-Synagoge wurde 1896 nach Plänen Adam Egerers errichtet. Am 14. Mai 1889 erhielt die verbindende Gasse den amtlichen Namen Israelitischer Schulhof. Die räumlichen Beziehungen sind durch die Geschichtsdarstellung des Hauses der Bayerischen Geschichte nachvollziehbar, nicht aber durch heutige Hausnummern.

Während des Novemberpogroms in der Nacht auf den 10. November 1938 wurden die Gotteshäuser zerstört; die baulichen Reste verschwanden beim späteren Abriss. Auch die Gemeinde und ihre Menschen wurden ausgegrenzt, vertrieben und deportiert. Wer diesen Ort heute digital rekonstruiert, muss neben der Gewaltgeschichte ebenso das jahrhundertelange geistige, kulturelle und soziale Leben erzählen. Erhaltene Postkarten und Modelle sind wichtige Bildquellen, deren Rechte vor einer Veröffentlichung einzeln zu prüfen sind.

Quellenkritischer Hinweis: Historische Schulhofhäuser 5 und 6 sind abgerissen. Kein heute erhaltenes Gebäude gleicher Nummer annehmen; Bildrechte für Ansichtspostkarten separat kontrollieren.

Weitere Straßen dieser Geschichte

Thematische Verbindungen – keine automatischen Haus- oder Personenidentitäten.

Die Biografie dieser Straße

Quellenprofil mit Adressgeschichte

Historischer Standort der jüdischen Kultusgemeinde zwischen Königstraße und Mohrenstraße. Die Seitengasse wurde am 14. Mai 1889 offiziell „Israelitischer Schulhof“ genannt. Dort lagen die Klaus (Schulhof 5) und das Rabbinerhaus mit Gemeindebüros (Schulhof 6). Die historische Bebauung wurde 1938 verwüstet und bis April 1939 abgerissen.

Zur Adressgeschichte liegen 5 Quellenbeobachtungen im Forschungsbestand vor; 5 ausgewählte Belege sind in diesem Straßenprofil erschlossen, darunter Nennungen aus 1886 bis 1899. Die Nennungen dokumentieren historische Adressen und Nutzungen, nicht automatisch den Fortbestand desselben Gebäudes.

Namentlich erschlossen sind unter anderem Schuldenzucker, Joh. Michael (1886, Hausnummer 10e, Kohlenhändler u. Wirt.). Die jeweilige Rolle als Bewohner, Gewerbetreibender oder Eigentümer muss anhand der einzelnen Quelle unterschieden werden.

Menschen aus den historischen Quellen

  • 1886: Schuldenzucker, Joh. Michael, Schulhof 10e – Kohlenhändler u. Wirt.Beleg

Häuser und Baugeschichte

Hausnummer 5 (historisch, abgebrochen)

historisch, bis April 1939 abgerissen

Klaus der Israelitischen Kultusgemeinde am historischen Schulhof zwischen Königstraße und Mohrenstraße. Keine moderne Bauwerks- oder Hausnummernidentität; im Hausregister 1891/1899 separat als Adresse erwähnt, Bewohner noch nicht am Originalscan geprüft.

Baugeschichtsquelle

HdBG Landesgeschichte: Bauort und Funktion belegt; zerstört/abgebrochen nach Novemberpogrom 1938

Hausnummer 6 (historisch, abgebrochen)

historisch, bis April 1939 abgerissen

Rabbinerhaus mit Büros der jüdischen Gemeinde und Bibliothek. Liegt am ehemaligen Israelitischen Schulhof, aber nicht mehr als ursprüngliches Gebäude vorhanden. Personen und einzelne Bewohner nicht ohne Hausquelle identifizieren.

Baugeschichtsquelle

HdBG Landesgeschichte: historischer Bauort belegt, nicht moderne Adresse

Historische Adressnennung ist kein automatischer Nachweis für Eigentum, Wohnsitz oder ein heute erhaltenes Gebäude.

Historische Straßenbezeichnungen – Quellenabgleich

Die Zuordnung betrifft Namen und deren historische Belege, nicht pauschal Gebäude, Hausnummern oder Bewohner nach 1890.

Schulhof · 5 Quellenbeobachtungen

Status: aufgegeben; spätere Entsprechung: ungeklärt

Historischer Hof- bzw. Straßenraum im jüdischen Fürth; kein durch Namensähnlichkeit ableitbarer heutiger Gebäudeknoten.

Alle 48 historischen Straßennamen und Hausquellen →

Historisch belegte Hausadressen

Archivische Hausbelege sind datierte Quellen-Nennungen. Eine heutige Identität, Eigentümerschaft oder durchgehende Bewohnung ist daraus nicht automatisch ableitbar.

Historische Gebäude und Baudenkmäler

Diese Angaben stammen aus denkmalpflegerischen und lokalen Gebäudebeschreibungen. Sie bilden eine getrennte Quellengattung gegenüber den historischen Personen-/Hausbelegen.

Nr. 5 (historisch, abgebrochen)

Baualter: historisch, bis April 1939 abgerissen

Klaus der Israelitischen Kultusgemeinde am historischen Schulhof zwischen Königstraße und Mohrenstraße. Keine moderne Bauwerks- oder Hausnummernidentität; im Hausregister 1891/1899 separat als Adresse erwähnt, Bewohner noch nicht am Originalscan geprüft.

HdBG Landesgeschichte: Bauort und Funktion belegt; zerstört/abgebrochen nach Novemberpogrom 1938

Gebäudequelle

Nr. 6 (historisch, abgebrochen)

Baualter: historisch, bis April 1939 abgerissen

Rabbinerhaus mit Büros der jüdischen Gemeinde und Bibliothek. Liegt am ehemaligen Israelitischen Schulhof, aber nicht mehr als ursprüngliches Gebäude vorhanden. Personen und einzelne Bewohner nicht ohne Hausquelle identifizieren.

HdBG Landesgeschichte: historischer Bauort belegt, nicht moderne Adresse

Gebäudequelle

Warum die Quellenphasen wichtig sind

Zum 1. Januar 1890 traten in Fürth geänderte Straßennamen und Hausnummern in Kraft. Ältere Nummern dürfen deshalb nicht anhand der Ziffer allein mit neueren verbunden werden. Mehr zur Nummernreform.

Forschungsstand 11. Oktober 2026 · 5 erfasste Quellenbeobachtungen (nicht gleichzusetzen mit einzelnen Gebäuden).