Kleeblattmuseum · Baugeschichte bis 1945

Baugeschichte, Bauleute und historische Standorte

Bauwerke sind nicht mit Adressen gleichzusetzen. Die Forschung trennt Gebäude, Hausnummerierungsphasen, bauliche Veränderungen und die Rolle beteiligter Menschen.

5.876 Gebäude-Datensätze

357 Bauvorgänge

174 Baupersonen-Einträge

193 Werk- und Rollenbeziehungen

Eine Registerzeile entspricht nicht zwingend einem eigenständigen historischen Gebäude oder einer eindeutig identifizierten Person. In den Forschungsdaten sind 22 Werkbeziehungen direkt mit einem datierten Hauszeitstand verbunden; weitere Zuschreibungen bleiben an die im jeweiligen Eintrag genannte Quellenstärke gebunden.

Personen und ihre Bauwerke durchsuchen →

171 offene Werk- und Adresszuordnungen nach Quellenjahr und Hausnummernphase prüfen →

Neun weitere Werk-/Adressbezüge sind anhand übereinstimmender Personen-, Orts- und Jahresinformationen qualifiziert. Für fünf vor 1890 datierte Werke bleibt der Wortlaut der damaligen Hausnummer ohne amtliche Konkordanz offen.

Acht vertiefte Baugeschichten

Gebäude, Planer und Bauphasen werden quellenkritisch voneinander unterschieden. Die einzelnen Hausgeschichten enthalten Bauformen, datierte Nutzungen und Hinweise auf offene Eigentums- und Nummerierungsfragen.

Hirschenstraße: Bauphasen eines historischen Straßenzugs

Neun neue Objektbeschreibungen trennen Wohnhäuser, Rückgebäude und Umbauten. Acht besitzen einen datierten Haus- oder Adressanker; für Hirschenstraße 50 bleibt die Zuordnung offen. Die historische Nummerierung wird nicht aus der heutigen Denkmaladresse abgeleitet.

  • Hirschenstraße 39 – Neurenaissance-Wohnhaus und rückwärtiger Gewerbebau (1898 (am Haus bezeichnet)).
  • Hirschenstraße 42 – Vom spätklassizistischen Wohnhaus zum Hinterhof-Gewerbebau (1854/55, 1910, 1928).
  • Hirschenstraße 45 – Klassizistisches Eckwohnhaus (1869).
  • Hirschenstraße 46 – Ein Neurenaissance-Mietshaus mit Zwerchgiebel (1885).
  • Hirschenstraße 47 – Wohnhaus mit späterer Dachänderung (1874/75 und 1895).
  • Hirschenstraße 48 – Wohn- und Mietshaus im Stil der Neurenaissance (1884).
  • Hirschenstraße 49 – Das Schwesterhaus von Hirschenstraße 47 (1874/75).
  • Hirschenstraße 53 – Viergeschossiger Neurenaissance-Bau und sein Eckbezug (1888/89).
  • Hirschenstraße 50 – Neurenaissance-Mietshaus ohne eindeutigen Hauszeitstand (1881). Noch keine gesicherte Hauskennung.

Die Werkauswertung führt 13 werkbezogene Beobachtungen für diese Objekte. Bereits in der älteren Werkdatei vorhandene Nennungen sind gekennzeichnet, damit sie nicht doppelt gezählt werden.

Spiegelindustrie: Firmenstandorte und Gebäudekörper

Die Auswertung von Helga Krause (1994) nennt Böß & Hönning 1895 an der Hirschenstraße 18 und 1901 an der Hirschenstraße 39. Ein zeitgenössisches Branchenverzeichnis von 1930/31 nennt das Unternehmen ebenfalls unter Hirschenstraße 39. Für 1895 erscheint W. F. Besold an der Hirschenstraße 42. Diese zeitlich getrennten Adressen belegen weder Eigentum noch automatisch denselben Baukörper oder durchgehende Rechtsträger- und Personenidentität.

  • Hirschenstraße 39 – möglicher Bezug einer Spiegelrahmenfabrik zum Hinterhaus 1901; Baukörperidentität noch nicht geklärt.
  • Hirschenstraße 42 – Spiegelglashandel 1895; das 1910 datierte hintere Fabrik-/Lagergebäude darf nicht rückwirkend zugeschrieben werden.

Weitere Quellenprüfung: Adressbücher 1886, 1895 und 1901 im Original, das Verzeichnis der Neunummerierung 1889/90 sowie die Kataster- und Bauakten.

Baugeschichte v148: Hirschmann, Kitzinger und Landauer

Redaktioneller Forschungsstand: 16 biografische Dossiers, 22 Ereignisse und 33 geprüfte Fachmaster-Verbindungen. Widersprüche und unsichere Identitäten werden nicht automatisch aufgelöst.

Verbindungen zwischen den Fachregistern

  • Hirschmann & Kitzinger – Bank- und Wechselgeschäft (1873) · Firmen v332 / Häuser v242

    Bank- und Wechselgeschäft an Moststraße/Mostgasse 22; Haus, Firma und Nutzungsbeleg stimmen als Zeitstand überein.

    Prüfgrenze: Historische Schreibung Moststraße/Mostgasse am Originalscan prüfen; nicht mit Würzburger Straße 49/51 verschmelzen.

    Register: FM-0609 · H-00330 · N-002162 · quellengebundener Registerabgleich

    Quellen: Beleg 1 · Beleg 2

  • Architekturbüro Peringer & Rogler (1910/1911) · Firmen v332 / Baugeschichte v148

    Eigenständige Büropartnerschaft im Firmenregister; Baugeschichte v148 nennt Beteiligung an Umbau Nr.49 und Sommerhaus Nr.51.

    Prüfgrenze: 1905er Bürogründung quellenoffen, 1910 gegenüber 1911 strittig; 1875 ist ausdrücklich kein ursprüngliches Büro-Werk.

    Register: FM-0185 · BAU-P-V126-001 · BAU-P-V126-002 · identifiziertes Firmenregister

    Quellen: Beleg 1 · Beleg 2

  • Würzburger Straße 49 und 51 (1875–1931) · Häuser v242 / Baugeschichte v148

    Nr.49 mit Erstbau 1875 und Nr.51 mit Bau-/Umbauphasen 1910/11, 1926, 1930/31 als getrennte Objekte und Zeitschichten erfassen.

    Prüfgrenze: Kein neuer H-Hausdatensatz oder Häuser-Register-ID abgeleitet; 1930/31 Umbau statt Totalneubau.

    Register: BAU-G-01430 · Forschungsbeobachtung mit Identitätsschutz

    Quellen: Beleg 1

  • Wilhelm Horneber als Baupalier 1875 (1875) · Baugeschichte v148 / Häuser v242

    Fachstudie nennt Wilhelm Horneber beim Landhaus des Schneiders Josef Körmeier.

    Prüfgrenze: Personenscharfer Nachweis, welche Generation gemeint ist, fehlt; keinen Personen-Merge durchführen.

    Register: BAU-P-V128-006 · geschützte Werkhypothese

    Quellen: Beleg 1

  • Melchior Horneber – Zum Schlößla (1871/72) · Häuser v242 / Baugeschichte

    Häuser-Master dokumentiert Neubau-/Gastwirtrolle an Vacher Straße 15.

    Prüfgrenze: Keine automatische Identität oder Familienverbindung zum Wilhelm Horneber von 1875.

    Register: H-00507 · N-002349 · gesonderte Person und Hausrolle

  • Heinrich Hirschmann – Färber und Distriktsvorsteher (1881–1901) · Melderegister v128 / Kommunalpolitik v166 / Firmen v332

    In den drei Fachregistern als Färber/Dekateur und Distriktsvorsteher II belegt.

    Prüfgrenze: Nicht mit den Bankiers Friedrich und Carl Hirschmann gleichsetzen.

    Register: MEL-P-0226 · KOM-P-0350 · FM-0427 · Identitätssperre

    Quellen: Beleg 1

  • Johann Georg Hirschmann – Magistratsrat und Bronzefarbenfabrikant (1819–1845) · Kommunalpolitik v166

    Eigenständiger Personenbestand mit Sterbedatum 1845.

    Prüfgrenze: Kein automatischer Bezug zum späteren Bankhaus.

    Register: KOM-P-0447 · Identitätssperre

    Quellen: Beleg 1

  • Weitere Firmen mit dem Namen Hirschmann (1854–1891) · Firmen v332

    Hirschmann & Leibiger, I. I. Hirschmann und Hirschmann & Kitzinger sind getrennte Firmenlinien.

    Prüfgrenze: Namensähnlichkeit beweist keine gemeinsame Rechtsträgerschaft, Gewerbeart oder Adresse.

    Register: FM-0343 · FM-0599 · FM-0609 · getrennte Firmennamen

    Quellen: Beleg 1

  • Ernst und Elisabeth Rosenfelder – Würzburger Straße 49 (20. Jahrhundert) · Familien v298 / Häuser v242

    Das Familiennetz führt eine Anschrift Würzburger Straße 49 im Rosenfelder-/Dormitzer-Netz.

    Prüfgrenze: Keine Eigentums- oder Verwandtschaftsgleichsetzung mit der Bankiersfamilie oder dem Landhaus von 1875/1878.

    Register: FAM-P-0484 · FAM-P-0493 · FK-073 · Adressähnlichkeit ohne Eigentumsnachweis

  • Carl und Alice Hirschmann – Emigration (1936/1937) · Personen / NS / Häuser

    Fachquellen nennen 1936 beziehungsweise November 1937; v148 hält die Abweichung fest.

    Prüfgrenze: Keine eindeutige Datierung ohne Pass-/Emigrationsakte; Veräußerung unter NS-Bedingungen nicht als freiwillig behaupten.

    Register: K148-01 · Quellenkonflikt

    Quellen: Beleg 1 · Beleg 2

  • Fritz Landauer – Umbau der Villa Hirschmann (1929–1931) · Baugeschichte / Häuser

    Auftrag 1929, Umbau und Erweiterung des Bestands mit Flachdach 1930/31; kein vollständig neuer Grundbau.

    Prüfgrenze: Gezeichnete Walmdachvariante nicht als ausgeführt ausgeben; keine Gebäudefusion von 49 und 51.

    Register: EXT-V147-002 · 148-V015 · sekundär belegte Bauwerksrolle

    Quellen: Beleg 1 · Beleg 2

  • Landhaus Körmeier und Sommerhaus Kitzinger – Würzburger Straße 49 (1875–1910) · Häuser v242 / Baugeschichte v148 / Firmen v332

    Häuser-Dossier FW211-001 belegt 1875 den Landhausbau des Schneiders Josef Körmeier durch Baupalier Wilhelm Horneber, 1876 ein Bade-/Waschhaus, 1878 den Erwerb durch die Privatbank Hirschmann & Kitzinger sowie ab 1910 Veränderungen durch Peringer & Rogler.

    Prüfgrenze: Baupalier-Identität Wilhelm Horneber und Hausnummernkonkordanz offen; die Privatbank als Erwerberin nicht in persönlichen Grundbucheintrag umdeuten.

    Register: FW211-001 · FM-0609 · FM-0185 · BAU-P-V128-006 · direkter Dossierabgleich mit Häuser-Master v242

    Quellen: Beleg 1

  • Haus Hirschmann – Würzburger Straße 51 (1910–1937) · Häuser v242 / Baugeschichte v148

    Häuser-Dossier FW211-002 unterscheidet das Sommerhaus 1910, die Parzellierung 1918–1920, das Gartenzimmer 1926 von Hans Max Mayer-Eming, die Umgestaltung 1930/31 durch Fritz Landauer und die Verfolgungs- und Verkaufsereignisse 1937.

    Prüfgrenze: Kein Erstbau 1930/31; Parzellierungsdatum und Emigrationsdaten prüfen; NS-bedingte Veräußerung nicht als freiwillig qualifizieren.

    Register: FW211-002 · D-5-63-000-2062 · direkter Dossierabgleich mit Häuser-Master v242

    Quellen: Beleg 1 · Beleg 2

  • Peringer & Rogler – Vacher Straße 2 (1904/05) · Häuser v242 / Firmen v332 / Baugeschichte v148

    Häuser-Dossier FW211-023 ordnet das Mietshaus Vacher Straße 2 dem Büro Peringer & Rogler zu und nennt die gestalterische Gruppe Vacher Straße 4–14 und Billinganlage 14/16.

    Prüfgrenze: Eine stilistische Baugruppe beweist weder gemeinsame Bauherren noch eine gemeinsame Parzelle; keine pauschale Gruppen-Attribution.

    Register: FW211-023 · FM-0185 · D-5-63-000-1416 · zusätzliche werkbiografische Verbindung

    Quellen: Beleg 1

  • Wilhelm Horneber – Maistraße 19 (1888) · Schulen v156 / Baugeschichte

    Schulen-Master ordnet Wilhelm Horneber und Konrad Drexler (Nordbau) dem Schulgebäude Maistraße 19 zu.

    Prüfgrenze: Identität mit Wilhelm Horneber, Baupalier 1875, nicht bestätigt; Rollen und Bauphasen anhand Bauakte trennen.

    Register: SCH-0009 · H-00430 · systematischer Fachmaster-Abgleich; quellengebundene Beobachtung

  • Moritz Hirschmann – Nathanstift (1925) · Medizin v250 / Personen

    Moritz Hirschmann wird als Bewerber um die Nathanstift-Leitung geführt; Auswahl erfolgte nicht.

    Prüfgrenze: Keine familiäre Verknüpfung mit Bankhaus Hirschmann & Kitzinger ohne Primärbeleg.

    Register: StadtA Fürth 9-3877 · systematischer Fachmaster-Abgleich; quellengebundene Beobachtung

  • Friedrich Horneber – DAV-Ehrentafel (1915) · Presse v130 / Krieg v56

    DAV-Jahresbericht nennt Friedrich Horneber als Ingenieur, Leutnant und Verstorbenen.

    Prüfgrenze: Keine Zuordnung zur Baupersonenfamilie Horneber allein aus Nachnamen.

    Register: PP-0129 · DAV16-05 · systematischer Fachmaster-Abgleich; quellengebundene Beobachtung

  • Hans Michael Landauer – Opfer April 1945 (1945-04-05) · Krieg v56 / Personen

    Kriegsmaster führt Hans Michael Landauer, Steuerrat, aus Cadolzburg und Schwabacher Straße 65.

    Prüfgrenze: Keine Gleichsetzung mit Architekt Fritz Landauer oder belegte Verwandtschaft.

    Register: FW37-OP-029 · systematischer Fachmaster-Abgleich; quellengebundene Beobachtung

  • Hermann Hirschmann – LEG-Materialverwertung (1925) · Verkehr v61 / Firmen

    Verkehrsmaster dokumentiert Forschungsbeobachtung zur Verwertung von Restmaterial der Ludwigseisenbahn durch Alteisenhändler Hermann Hirschmann.

    Prüfgrenze: Sekundäre Angabe; Handelsregister/Originalbeleg offen; keine Verbindung zur Bankiersfamilie behaupten.

    Register: VER-X-0293 · VER-E-0399 · QV193 · systematischer Fachmaster-Abgleich; quellengebundene Beobachtung

  • Johann Landauer – Bäckergehilfenverein (1891) · Vereine v278 / Personen

    Vereinsmaster dokumentiert Johann Landauer als Vorstand des Bäckergehilfenvereins (der Alte), Berufsangabe Bäcker.

    Prüfgrenze: Keine Verbindung zur Augsburger Textilfamilie oder zu Fritz Landauer ableiten.

    Register: F-AB1891-508-013 · systematischer Fachmaster-Abgleich; quellengebundene Beobachtung

  • Heinrich Hirschmann – Namens- und Berufsprüfung (1859–1901) · Schulen v156 / Kommunalpolitik v167 / Melderegister v130

    Schulenmaster nennt 1859 einen Lehrer Heinrich Hirschmann; Kommunalpolitik und Melderegister nennen einen späteren Färber und Distriktsvorsteher.

    Prüfgrenze: Nicht automatisch Lehrer und Färber/Distriktsvorsteher als eine Person zusammenführen; getrennte Berufsidentitäten prüfen.

    Register: PER-0061 · KOM-P-0350 · MEL-P-0226 · systematischer Fachmaster-Abgleich; quellengebundene Beobachtung

  • Friedrich Weltrich – Wahl und Dienstantritt (1843–1844) · Kommunalpolitik v167 / Baugeschichte

    Kommunalpolitik v167 bestätigt Wahlereignis 8. Dezember 1843 und Dienstantritt 2. März 1844; Septemberwahl wurde nicht bestätigt.

    Prüfgrenze: Wahl und Dienstantritt als verschiedene Ereignisse speichern; kein erfundener ununterbrochener Amtszeitraum.

    Register: KOM-P-0440 · systematischer Zweitabgleich; Fachmaster-Nachweis

  • Georg Kißkalt – Gemeindebevollmächtigter (1893–1899) · Kommunalpolitik v167 / Baugeschichte

    Kommunalpolitik v167 verzeichnet Gemeindekollegiums-Nennungen 1893, 1894, 1895, 1898 und 1899.

    Prüfgrenze: Identität mit dem Architekten Georg Kißkalt nur bei gesicherten Lebensdaten/Berufsbelegen verbinden; Amtslücken nicht interpolieren.

    Register: KOM-P-0159 · systematischer Zweitabgleich; Fachmaster-Nachweis

  • Israelitisches Hospital Theaterstraße 36 – Bauphasen (1846–1895) · Medizin v250 / Baugeschichte / Häuser

    Medizinmaster nennt Wilhelm Ney und Konrad Jordan als Baumeister 1846, Aufstockung 1864 und Dacherneuerung durch Adam Egerer 1895; Abgleich mit amtlicher Denkmalliste.

    Prüfgrenze: Baumeister des Erstbaus nicht als Urheber der späteren Eingriffe ausgeben; medizinische Dienstzeiten nicht aus Bauphasen ableiten.

    Register: D-5-63-000-1363 · Q-BLFD-ISR-HOSP-1363 · systematischer Zweitabgleich; Fachmaster-Nachweis

  • Georg Adam Egerer – Straßenbahnverwaltungsbau (1897) · Verkehr v61 / Baugeschichte / Kommunalpolitik

    Verkehr v61 nennt Entwurf eines Straßenbahnverwaltungsbaus Fürther Straße 150 in Nürnberg, nach Vorbild Königswarterstraße 22; Person mit Lebensdaten 1859-08-11 bis 1936-06-21.

    Prüfgrenze: Fürther Straße 150 ist eine Nürnberger Adresse; nicht als Fürther Gebäude oder Haus-ID anlegen; Originalbauakte offen.

    Register: VER-P-0035 · VER-E-0260 · systematischer Zweitabgleich; Fachmaster-Nachweis

  • Friedrich Kißkalt – Lateinschüler 1872 (1872) · Schulen v156 / Baugeschichte

    Schulenmaster führt einen Kaufmanns-/Schülernamensfund Friedrich Kißkalt in der I. Lateinklasse 1872.

    Prüfgrenze: Schüleridentität nicht ohne Eltern, Geburtsdatum und Schulliste mit Baumeisterfamilie Kißkalt fusionieren.

    Register: Q-LATEIN-REALSCHULE-1871-72 · systematischer Zweitabgleich; Fachmaster-Nachweis

  • Evora-Haus Königswarterstraße 52 (1914–1945) · Krieg v56 / Häuser / Baugeschichte

    Kriegsmaster führt Quellen zu Evora-Haus, Lazarettauto Albert Rosenfelder und Eigentümer-/Nutzungsgeschichte.

    Prüfgrenze: Einzelne Rollen, Datierungen und Besitzverhältnisse anhand der Hausstudie und Akten prüfen; keine unmittelbare Familienidentität aus Nachbarschaft.

    Register: Q0132 · Q0162 · systematischer Zweitabgleich; Fachmaster-Nachweis

  • Georg Adam Egerer – vollständiger Identitätsabgleich (1859-08-11–1936-06-21) · Melderegister v131 / Verkehr v61 / Baugeschichte

    Beide Master führen den vollständigen Namen Georg Adam Egerer und identische Lebensdaten; Architektur- und kommunale Rollen werden gemeinsam dokumentiert.

    Prüfgrenze: Personenverknüpfung der beiden Register mit hoher Sicherheit; einzelne Werke und Amtszeiten bleiben separat nachzuweisen.

    Register: MEL-P-0273 · VER-P-0035 · aktueller Versionsabgleich identitätshoch

  • Johann Leonhard Hirschmann – Kupferstich Löffelholz (nach 1714) · Frühgeschichte v17 / Baugeschichte / Personen

    Frühgeschichtsmaster verweist auf einen Kupferstich Hieronymus Boellmann nach Johann Leonhard Hirschmann in der Sammlung Wien Museum.

    Prüfgrenze: Keine Gleichsetzung mit späteren Bankiers oder anderen gleichnamigen Generationen; Werk-/Datensatzidentität am Museumsobjekt prüfen.

    Register: B1700-030 · W 4002 · aktueller Versionsabgleich offen

  • Kurt Landauer – Bayern-Spiel 1926 (1926-04-11) · SpVgg v322 / Firmen / Baugeschichte

    SpVgg-Master enthält das 4:3 von Bayern München gegen Fürth und eine externe Quelle der Kurt-Landauer-Stiftung.

    Prüfgrenze: Kurt Landauer ist kein Personenbeleg für Architekt Fritz Landauer; Quellenname der Stiftung ist kein Spieler-/Familiennachweis.

    Register: MAT-192526-19260411-034 · aktueller Versionsabgleich negativ

  • Hirschmann – Torschütze 1932 (1932-08-24) · SpVgg v322 / Melderegister / Baugeschichte

    SpVgg-Master verzeichnet einen Torschützen Hirschmann beim Spiel vom 24. August 1932.

    Prüfgrenze: Ohne Vorname, Vereinszuordnung und Spielerakte keine Verknüpfung mit Bankiers-, Ärzte- oder Kommunalpolitik-Personen.

    Register: MAT-193233-19320824-007 · aktueller Versionsabgleich offen

  • Nathanstift – Moritz Hirschmann, Bewerber 1925 (1925) · Medizin v251 / Baugeschichte

    Neuere Medizinversion v251 führt Moritz Hirschmann erneut unter den Bewerbern und vermerkt, dass die Bewerberliste bereits erfasst ist.

    Prüfgrenze: Kein neuer Bewerberdatensatz erzeugen; lediglich bestehenden Querverweis zur Person und zu den Bau-/Institutionendaten pflegen.

    Register: Q-NATHAN-1925 · StadtA Fürth 9-3877 · aktueller Versionsabgleich bereitsvorhanden

  • Heinrich Hirschmann – Berufs- und Adressstand (1881–1901) · Melderegister v131 / Kommunalpolitik v167 / Baugeschichte

    Melderegister v131 bestätigt den Färber und Dekateur als Distriktsvorsteher mit dokumentierten Stichtagen und Adresse Königsstraße 13.

    Prüfgrenze: Adressbeleg jahresscharf halten, Amtsdauer nicht interpolieren; Lehrer Heinrich Hirschmann von 1859 bleibt getrennt.

    Register: MEL-P-0226 · KOM-P-0350 · aktueller Versionsabgleich identitätshoch

Biografische Forschungsdossiers

  • Friedrich Hirschmann

    um 1839 geboren nach Alter 1853; Tod nicht ermittelt · Kaufmann, Bankgruender und amerikanischer Konsularagent

    Friedrich Hirschmann entstammte einer Fürther Handelsfamilie und reiste 1853 als etwa vierzehnjaehriger Lehrling zu Verwandten in die Vereinigten Staaten. Dort liess er sich kaufmaennisch ausbilden und betrieb zeitweise mit seinem Bruder Sigmund ein Geschaeft. Auf Heimatbesuchen lernte er Fanny Landauer aus Hürben kennen. Nach der Verlobung 1867 blieb zunaechst offen, ob beide kuenftig in Amerika oder Franken leben wuerden; briefliche Zeugnisse bilden diese Auseinandersetzung ab. Nach der Heirat in Fürth lebten beide einige Jahre in Binghamton. 1872 kehrte das Paar nach Fürth zurueck, wo Friedrich gemeinsam mit Samuel Kitzinger ein Bankhaus gruendete. Ab 1880 uebernahm er die Rolle eines amerikanischen Konsularagenten und knuepfte transatlantische Handelsbeziehungen.

    Bau- und Werkrollen: Ab 1878 war das Bankhaus Hirschmann und Kitzinger Eigentuemer des Anwesens des frueheren Schneidermeisters Josef Koermeier, spaeter Würzburger Straße 49/51. Friedrich war wirtschaftlicher Nutzer bzw. Eigentuemer ueber die Bank, nicht nachgewiesener Entwurfsarchitekt. 1873 wird Hirschmann & Kitzinger in der Bau-Datenbank fuer Moststraße/Mostgasse 22 als Nutzungsbeobachtung gefuehrt (BAU-G-05149), die historische Adressnormalisierung ist offen.

    Familien- und Berufsnetz: Ehefrau Fanny Landauer; Bruder Sigmund; Sohn Carl/Karl Hirschmann. Die Ehe begruendet die Landauer-Hirschmann-Verbindung zum Architekten Fritz Landauer.

    Beleglage: B+ ueberlieferte Fach-/Familienforschung; Originalbriefe nicht eingesehen. Geburtsjahr nur aus Altersangabe abgeleitet; Heiratsdatum offen; Eigentumsrolle 1878 Bank statt automatische private Grundbucheintragung.

    Offene Recherche: Fürther Heimatblaetter 43 (1993), S. 33-48: Briefe; US-Migrationsakten; Adressbuch/Grundbuch 1878

  • Fanny Hirschmann, geb. Landauer

    Lebensdaten nicht primaer bestaetigt · Familien- und Migrationsbiografie

    Fanny Landauer stammte aus Hürben und verlobte sich 1867 mit dem nach Amerika ausgewanderten Fürther Friedrich Hirschmann. Ihr Vater widersetzte sich der geplanten dauerhaften Auswanderung seiner Tochter, waehrend Friedrich vorerst geschäftlich in Amerika gebunden war. Aus diesem Spannungsverhaeltnis entstanden die spaeter fuer die Forschung ausgewerteten Briefe. Nach der Eheschliessung in Fürth lebte das Ehepaar zunaechst in Binghamton, kehrte 1872 nach Franken zurueck und wurde Teil des wirtschaftlich und gesellschaftlich vernetzten Fürther Bankmilieus. Ueber ihren Sohn Carl ist die Familie mit dem Bau der Hirschmann-Villa verbunden.

    Bau- und Werkrollen: Als Familienmitglied und Nutzerin des Landhausareals ab 1878 im sozialen Kontext relevant, aber keine eigene Architektur- oder Auftraggeberrolle belegt.

    Familien- und Berufsnetz: Ehemann Friedrich Hirschmann; Sohn Carl. Simon Roetsch beschreibt Carls Mutter als Schwester von Fritz Landauers Vater Joseph Landauer. Kirchen-/Familienbucheintrag zum Geschwisterband steht noch aus.

    Beleglage: B/B+ Fachaufsatz bzw. Bauhistorie. Fannys genaue Lebensdaten und Eltern fehlen. Keine Ableitung einer persoenlichen Grundbucheigenschaft aus der Bankrolle des Ehepartners.

    Offene Recherche: Eheeintrag Fürth um 1868; Familienakten Hürben; Hirschmann-Landauer Briefedition 1993

  • Carl (Karl) Hirschmann

    Lebensdaten offen; aktiv 1910-1937 · Bankdirektor, Bauherr und Verfolgter des Nationalsozialismus

    Carl Hirschmann gehoerte als Sohn Friedrichs und Fannys zur zweiten Generation des Bankhauses Hirschmann & Kitzinger. Gemeinsam mit Gabriel Kitzinger fuehrte er nach 1903 die Familientradition weiter. Ab 1910 liess er auf der westlichen Haelfte des Gartenareals an der Würzburger Straße ein eigenes Sommerhaus errichten. Nach der Integration der Privatbank 1918 in die Commerz- und Disconto-Bank arbeitete Carl als Direktor in der Filialstruktur Fürth/Nürnberg. 1929 beauftragte er seinen Cousin Fritz Landauer, das Sommerhaus zu einem ganzjaehrig nutzbaren modernen Wohnhaus umzubauen. 1937 verloren Hirschmann und Gabriel Kitzinger im Zuge der nationalsozialistischen Verfolgung ihre Bankpositionen. Nach Roetsch emigrierte Carl im November 1937 mit Alice und drei Soehnen in die USA.

    Bau- und Werkrollen: Würzburger Str. 51: Bauherr 1910 Peringer/Rogler, Gartenzimmer 1926, neuer Um- und Ausbau 1930/31 durch Fritz Landauer; Bestandsbau erhalten. Projekt und Eigentuemerrollen nie als Identitaet der Architekten interpretieren.

    Familien- und Berufsnetz: Eltern Friedrich Hirschmann und Fanny geb. Landauer; Ehefrau Alice; drei Soehne laut Roetsch; Cousin Fritz Landauer. Familiengruendung und Kinderdaten noch individuell nachweisen.

    Beleglage: B+ forschungsbasierte Bauhistorie; Memoiren-/Dokumentreferenz. Reinhild Kreis schreibt Auswanderung 1936, Roetsch November 1937: Quellenkonflikt statt stiller Datenglaettung. Verkaufsumstaende und NS-Druck differenzieren.

    Offene Recherche: Bauakte Würzburger Str. 51; Bankakte 1918/1937; Pass-/Emigrationsakten und Restitutionsunterlagen

  • Alice Hirschmann

    Lebensdaten nicht ermittelt · Zeitzeugin, Emigrantin und Bewohnerin der Villa

    Alice war die Ehefrau Carl Hirschmanns und lebte mit ihm und den drei Soehnen im Haus an der Würzburger Straße 51. Im November 1937 gelang der Familie nach der referierten Bauhistorie die Auswanderung in die Vereinigten Staaten. Im Jahr 1973 berichtete Alice Hirschmann in einem Interview mit Suzanne Statland ueber die Zeit des Hausverkaufs; Roetsch verweist auf das Transkript in den Holocaust Studies. Alice bewertete darin den Verkaufspreis an Georg Roth als fair. Diese Zeitzeugenerinnerung ist von der zeitgleichen systematischen Entrechtung und erzwungenen Emigration zu unterscheiden.

    Bau- und Werkrollen: Bewohnerin der Landauer-Villa und Zeugin ihrer Ausstattungsgeschichte. Keine eigenstaendige Entwurfs- oder Baumeisterrolle.

    Familien- und Berufsnetz: Ehemann Carl Hirschmann; drei Soehne; Interviewpartnerin Suzanne Statland 1973.

    Beleglage: B+ Bauhistorie mit Interview-Nachweis; Transkript noch nicht selbst eingesehen. Verkaufsumstaende und subjektive Preiswahrnehmung nicht mit freier Marktentscheidung gleichsetzen. Interview 1973 nur aus Sekundaerreferenz.

    Offene Recherche: Suzanne Statland Collection in Holocaust Studies, Interview Alice Hirschmann 1973, S. 9

  • Samuel Kitzinger

    gestorben 1903; sonstige Lebensdaten hier offen · Mitinhaber der Privatbank und Gartenanlagen-Nutzer

    Samuel Kitzinger war gemeinsamer Inhaber des Bankhauses Hirschmann & Kitzinger. Spaetestens 1878 nutzten er und Friedrich Hirschmann das vormals Koermeiersche Landhaus ausserhalb der kompakten Stadt gemeinsam als Sommeraufenthalt. Unter ihrer wirtschaftlichen Verantwortung entstand im Garten ein Freizeit- und Wirtschaftsareal mit Pavillon, Lauben, Brunnen und spaeteren Nebengebaeuden. Nach seinem Tod 1903 gingen Verantwortung und Nutzung zunehmend auf die nachfolgende Generation ueber. Der Sohn Wilhelm verarbeitete die Kindererinnerungen 1943 schriftlich.

    Bau- und Werkrollen: Würzburger Str. 49: Eigentum ueber Bankhaus 1878, Gartenanpassungen ab 1878; kein eigener Architektennachweis. Beginn des parkartigen Gesamtensembles.

    Familien- und Berufsnetz: Soehne Gabriel und Wilhelm nach Roetsch; Tochter und weitere Erben im Originalregister zu klaeren.

    Beleglage: B+ aus Baugeschichte samt archivalischen Familienerinnerungen. Eigentum der Bank ist nicht persoenliches Alleineigentum. Lebensdaten und volle Nachkommenschaft noch offen.

    Offene Recherche: Grundbuch Würzburger Str.49; Kitzinger-Familienerinnerungen 1943, Leo Baeck Institute

  • Gabriel Kitzinger

    Lebensdaten offen; beruflich aktiv 1910-1939 · Bankdirektor, Landhaus-Nutzer und Auftraggeber von Wirtschaftsgebaeuden

    Gabriel Kitzinger gehoerte zur nachfolgenden Generation der Bankiersfamilie. Ab 1910 gestaltete er gemeinsam mit Carl Hirschmann das Sommerhausareal neu. Nach der Bankfusion 1918 leitete er Filialen der Commerzbank in Fürth und Nürnberg. Nach der Teilung des Privatgelaendes erhielt er die oestliche Haelfte mit der aelteren Villa von 1875. In der Lebensmittelknappheit nach dem Ersten Weltkrieg verfolgte er einen Ausbau der kleinen Landwirtschaft. Ein Schreiben vom 4. Maerz 1920 an die Planrevisionsstelle fuer Hochbau ist bei Roetsch als Quelle genannt. 1937 verlor er seine Stellung; seine Familie fluechtete im Juli 1939 nach Grossbritannien.

    Bau- und Werkrollen: Würzburger Str.49: Gartenwirtschaft, Holzstaenderbau und Wirtschaftstrakt nach 1918. Ein vorgelegter Entwurf und der realisierte Bauumfang sind strikt zu unterscheiden.

    Familien- und Berufsnetz: Sohn Samuel Kitzingers laut Familienkontext; Zusammenarbeit mit Carl Hirschmann als Bankdirektor, nicht Verwandtschaft automatisch aus dem Geschaeft.

    Beleglage: B+ Bauhistorie und darin zitierte Brief-/Archivquelle. Bei 1920 geplantem Wirtschaftstrakt ueber 30 Meter wurde nur ein kleiner Teil ausgefuehrt; Plandatum nicht Baujahr des Gesamtentwurfs.

    Offene Recherche: Brief Gabriel Kitzinger vom 04.03.1920 im Familienarchiv; Bauarchiv Würzburger Str. 49

  • Wilhelm Kitzinger

    Lebensdaten und eindeutige Personen-ID offen · Erinnerungsautor innerhalb der Bankiersfamilie

    Wilhelm Kitzinger war nach der Bauhistorie von Simon Roetsch Sohn Samuel Kitzingers. Seine 1943 in Tel Aviv verfassten Familienerinnerungen dokumentieren, wie die Familien Hirschmann und Kitzinger das Gartenhaus gemeinsam als Sommersitz nutzten und welche Nebengebaeude und Landwirtschaftsnutzungen vorhanden waren. Dieser rueckblickende Text ist fuer die Alltagsgeschichte aussergewoehnlich wertvoll, weil er die architektonischen Befunde um Erinnerungen an Gartenleben, Personal und Familienkontakte ergaenzt.

    Bau- und Werkrollen: Kein Baumeister. Schriftliche Zeugenschaft zu Würzburger Straße 49/51 fuer die Nutzungsphase ab 1878 und die Wiederverwendung des Gartens.

    Familien- und Berufsnetz: Sohn Samuel Kitzingers (in Roetsch); moegliche Gleichsetzung mit dem Juristen Wilhelm Nathan Kitzinger muss genealogisch belegt werden.

    Beleglage: B+ ueber Referat einer autobiografischen Quelle; Original nicht eingesehen. Von Friedrich Kitzinger (Strafrechtler, 1872-1943) strikt getrennt; Familienerinnerungen 1943 nicht automatisch mit gleichnamigem anderen Kitzinger zusammenfuehren.

    Offene Recherche: Leo Baeck Institute: Wilhelm Kitzinger, Familienerinnerungen, Tel Aviv 1943, S. 8-10

  • Josef Koermeier

    Lebensdaten offen; Bauauftrag 1875 · Schneidermeister, Bauherr eines Landhauses

    Der Fürther Schneidermeister Josef Koermeier liess 1875 im laendlichen Bereich der spaeteren Würzburger Straße ein eingeschossiges Landhaus mit Satteldach und Zwerchgiebel bauen. Das damals ausserhalb des geschlossenen Stadtraums liegende Sandsteinhaus bot Sommerwohnmoeglichkeiten fuer seine Familie. 1876 wurde ein Bade- und Waschhaus im Garten ergaenzt. Nach dem mutmasslichen Tod Koermeiers und wirtschaftlichen Schwierigkeiten seiner Witwe gelangte das Anwesen 1878 im Zuge eines Insolvenzverfahrens an Hirschmann & Kitzinger. Ob Koermeiers Tod der tatsaechliche Ausloeser der Insolvenz war, ist bei Roetsch ausdruecklich nur als Vermutung formuliert.

    Bau- und Werkrollen: Würzburger Str.49: Erstbau 1875 (spaetere Adresse, zur Bauzeit Frankfurter Landstraße); Architekt/Baupalier Wilhelm Horneber laut Bauhistorie. 1876 Nebengebaeude.

    Familien- und Berufsnetz: Witwe als rechtliche Akteurin beim Anwesen 1878; Name und Lebensdaten bislang ungeklaert.

    Beleglage: B+ Fachstudie mit Bauaktenverweis. Bauherrschaft 1875 glaubhaft sekundar aus Bauakten, damalige exakte Hausnummer nicht rueckprojizieren. Todes- und Insolvenzdatum ungesichert.

    Offene Recherche: Bauarchiv Fürth Bauakte Würzburger Str.49; Stadtarchiv Melderegister und Insolvenzakt 1878

  • Wilhelm August Friedrich Theodor Horneber

    10.09.1855-29.06.1918 laut Bau-Master; Villa 1875 nur Kandidat · Maurermeister/Unternehmer, moeglicher Baupalier 1875

    Der bereits im Kern-Baupersonenregister getrennt gefuehrte Wilhelm Horneber wurde 1855 geboren und ist in den 1880er und 1890er Jahren als Maurermeister und Bauunternehmer durch viele Fürther Mietshaeuser dokumentiert. Roetsch nennt fuer den 1875 fertiggestellten Landhausbau des Schneidermeisters Koermeier ebenfalls einen Baupalier Wilhelm Horneber, der mit seinem Bruder eine Baufirma in der Theresienstraße betrieben habe. Die Alterskonstellation ist prinzipiell moeglich, aber die Identitaet zwischen diesem Baupalier und dem 1855 geborenen Unternehmer ist nicht bestaetigt. Die Ursprungsakte kann unter Umstaenden die volle Namensform und einen Unternehmensanschluss belegen.

    Bau- und Werkrollen: 1875 Haus Würzburger Str.49 (Baupalier Wilhelm Horneber, bisher ohne personenscharfe Zuordnung). Andere gesicherte Werkserien bleiben im v146-Dossier; keine automatische Uebertragung dieses Fruehwerks auf BAU-P-V128-006.

    Familien- und Berufsnetz: Die Baufirma soll laut Roetsch mit einem Bruder in der Theresienstraße gefuehrt worden sein; welcher Horneber-Bruder gemeint ist, offen.

    Beleglage: B+ Werknennung, D fuer personenscharfen Masterabgleich. Nicht mit Wilhelm Horneber jun. (1884-1912) verwechseln. Geburtsjahr 1855 macht 1875 nicht unmoeglich, beweist aber keine Identitaet.

    Offene Recherche: Originalplan/Baumeisterunterschrift Würzburger Str.49 und Gewerbeakten Theresienstraße

  • Hans Rogler

    15.07.1869 Thierstein - 11.06.1953 laut v126 · Architekt und Buero-Partner von Karl Peringer

    Rogler absolvierte nach dem bestehenden Bau-Master die Nürnberger Bauschule und arbeitete zeitweise im Architekturbuero Fritz Walter. Um 1905 gruendete er mit Karl Peringer ein gemeinsames Buero in der Sternstraße 5. Dessen Werk umfasst anspruchsvolle Mietshaeuser und Villen des fruehen 20. Jahrhunderts. Die Hausstudie zur Würzburger Straße dokumentiert fuer 1910 einen besonders gut fassbaren Planungsauftrag: Umbau des 1875er Altbaus an Nr.49 und Neubau eines kleinen Sommerhauses an Nr.51. Roglers spaetere selbststaendige Laufbahn darf nicht mit den Gemeinschaftsentwuerfen pauschal gleichgesetzt werden.

    Bau- und Werkrollen: 1910 Würzburger Str.49 Renovierung samt Dachausbau, 1910 Nr.51 Landhaus-Neubau; Architekturbueropartnerschaft als Zuschreibung. Getrennte Bauteil- und Bauherrrollen.

    Familien- und Berufsnetz: Buero-Partner Karl Peringer; vorangegangene berufliche Verbindung zu Fritz Walter; keine belegte Verwandtschaft zwischen den Partnern.

    Beleglage: B+ ortsspezifische Bauhistorie plus Fachmaster. In FürthWiki-Werklisten stehen auch fruehe Altbauten (z.B. 1681/1875) unter Buero-Peringer/Rogler. Dies kann sich nur auf spaetere Arbeit, nicht auf Erstbau beziehen.

    Offene Recherche: Bauarchiv Würzburger Str.49/51 1910; Bueroaktene Sternstr.5

  • Karl Peringer

    03.12.1876 Wasserburg am Inn - 01.09.1929 laut v126 · Architekt des buergerlichen Villenbaus

    Karl Peringer verband sich nach Kontakten im Arbeitsumfeld des Fürther Architekten Fritz Walter um 1905 mit Hans Rogler. Gemeinsam fuehrten sie ein fuer den gehobenen Wohnungsbau bekanntes Architekturbureau. Der von der Bauhistorie behandelte Doppelauftrag 1910 zeigt das Spektrum: Ein bereits 1875 bestehendes Landhaus wurde zeitgenoessisch modernisiert und ein neues Sommerhaus geschaffen. Weitere Werkhinweise aus dem Fachmaster betreffen unter anderem die Villa Bruenn, Wohn- und Mietshaeuser sowie Gewerbebauten. Peringer starb 1929; der modernistische Umbau Hirschmann 1930/31 kann daher nicht ihm persoenlich zugeschrieben werden.

    Bau- und Werkrollen: 1910 Umbau Haus Nr.49 und Neubau Haus Nr.51; 1875 urspruenglicher Landhausbau ist nicht Werk des erst 1876 Geborenen.

    Familien- und Berufsnetz: Geschaeftspartner Hans Rogler; keine genealogische Verwandtschaft belegt.

    Beleglage: B+ Bauhistorie plus bereits belegtes Personenregister. Werklisten mit Datum 1681 oder 1875 nur als Objektbeziehungen und moegliche spaetere Umbauten lesen. Peringers Sterbedatum vor Landauer-Umbau ist ein eigener Chronologieschutz.

    Offene Recherche: Bauakten 1910; Geburts- und Sterbeeintrag sowie Bueronachlass Peringer & Rogler

  • Fritz (Friedrich Joseph) Landauer

    13.06.1883 Augsburg - 17.11.1968 London · Architekt, Entwurfsautor 1929-1931 und Opfer der NS-Verfolgung

    Fritz Landauer war Sohn des Textilfabrikanten Joseph Landauer und Enkel Moses Samuel Landauers. Er studierte ab 1902 in Karlsruhe und Muenchen, absolvierte 1907 das Architekturstudium und arbeitete danach im Umfeld Friedrich von Thierschs. 1909 gruendete er in Muenchen ein eigenes Buero. Neben Wohn- und Geschaeftshaeusern erlangte er fuer Synagogenbauten unter anderem in Augsburg und Plauen Bedeutung. 1929 beauftragte ihn sein Vetter Carl Hirschmann mit einer Umbaukonzeption fuer die Villa in der Würzburger Straße 51. 1930/31 wurde das Sommerhaus samt Gartenzimmer in eine funktional orientierte, flachgedeckte moderne Villa verwandelt. Nach der nationalsozialistischen Vertreibung emigrierte Landauer 1937 nach London; 1940 gruendete er dort ein Grabmalunternehmen. Nach den Augsburger Forschungen erhielt er erst 1955 Entschaedigung.

    Bau- und Werkrollen: Haus Nr.51: Auftrag 1929, Entwurf/Ausfuehrung 1930/31, Umbau und Erweiterung eines Bestandsgebaeudes, nicht Neubau auf leerem Grundstueck. Einbauschraenke, Raumplanung und Fassaden mitgeplant; Walmdach-Alternativentwurf nicht ausgefuehrt.

    Familien- und Berufsnetz: Vater Joseph Landauer, Mutter Anna; Vetter Carl Hirschmann; Ehefrau Else/Elsie Hirschmann laut biografischen Sekundaerquellen, Verhaeltnis zum Fürther Familienzweig gesondert zu klaeren.

    Beleglage: B+ wissenschaftliche Baugeschichte und Stadtlexikon. Fritz Landauer nicht mit Kurt Landauer verwechseln. 1929 Beauftragung nicht als Erstbau datieren; Vorentwurfsfassung Walmdach nicht als gebaut angeben.

    Offene Recherche: Bauakte Nr.51; Sammlung Fritz Landauer der Arno Buchegger Stiftung Augsburg; Sabine Klotz 2001

  • Joseph Landauer

    1853-1929 nach genealogischer Sekundaerquelle · Textilfabrikant und Vater des Architekten

    Joseph Landauer stammte aus der Augsburger Textilfabrikantenfamilie Landauer. Sein Vater Moses Samuel Landauer hatte die dortige Weberei mit aufgebaut. Nach der Darstellung des Stadtlexikons Augsburg war Joseph der Vater des Architekten Fritz Landauer. Die Fürther Hausgeschichte bezeichnet ihn als Bruder von Fanny Landauer, der Mutter Carl Hirschmanns; diese Verwandtschaft erklaert den spaeteren Auftrag zwischen Vettern. Die berufliche und genealogische Geschichte der Familie verbindet die regionale Textilindustrie mit den Bauauftraegen und der Architektur der Moderne.

    Bau- und Werkrollen: Keine eigene Entwurfs- oder Bauausfuehrungsrolle am Haus Hirschmann belegt; Familienbeziehung ist ein Auftrags- und Firmennetz, keine Werkliste.

    Familien- und Berufsnetz: Vater Moses Samuel Landauer; Sohn Fritz Landauer; Schwester Fanny nach Roetsch (Familienregister noch pruefen).

    Beleglage: B+ Stadtlexikon und Bauhistorie; Detaildaten sekundar. Exakte Geschwisterbeziehung zur Fürther Fanny mit Geburtsregister absichern; nicht mit beliebigen anderen Joseph Landauer zusammenfuehren.

    Offene Recherche: Augsburger Familienregister und Adressbuecher Textilfabrik M.S. Landauer

  • Georg Roth

    Lebensdaten offen; Eigentumskette ab 1937 · Grosskaufmann und spaeterer Besitzer des Haus Hirschmann

    Georg Roth betrieb in Fürth mehrere Lebensmittelgeschaefte und hatte seinen Firmensitz an der Würzburger Straße 196. Nachdem Carl und Alice Hirschmann 1937 zur Emigration gezwungen wurden, erwarb Roth das Anwesen mit dem Landauer-Bau. Die Bauhistorie zitiert eine spaetere Aussage Alice Hirschmanns zu den Verkaufsmodalitaeten, verweist aber zugleich auf den historischen Verfolgungskontext. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging das Haus nach zwischenzeitlicher Besatzungsnutzung wieder an Roth zurueck. Sein Sohn Manfred baute spaeter die Discounterkette Norma auf.

    Bau- und Werkrollen: Anwesen Nr.51: ab 1937 Eigentuemer bzw. Erwerber, nicht Bauherr des 1930/31er Modernisierungsvorgangs. Spätere Geschichte nur Kontext.

    Familien- und Berufsnetz: Vater von Manfred Roth; Verkaufsbeziehung zu Carl/Alice Hirschmann, keine Familienverwandtschaft.

    Beleglage: B+ Bauhistorie, Zeitzeugeninterview nur vermittelt. Angaben ueber fairen Preis aus Erinnerungsinterview begruenden nicht, dass Verkauf unter NS-Herrschaft freiwillig gewesen sei. Akten der Restitution pruefen.

    Offene Recherche: Staatsarchiv Nürnberg: Vermoegensverwaltung/Wiedergutmachung Aussenstelle Nürnberg Nr.1642

  • Mathias Koenen

    Lebensdaten hier offen · Bauingenieur, Namensgeber eines Konstruktionssystems

    Mathias Koenen ist im neuen Werkblock kein fuer den Bau vor Ort nachgewiesener Planer, sondern der mit einem Betonrippendeckensystem verbundene Bauingenieur. Das an der Würzburger Straße 51 ergaenzte Gartenzimmer von 1926 erhielt ein Flachdach mit einer solchen Konstruktion, die gleichzeitig als Terrasse fuer das Elternschlafzimmer diente. Die Nennung des technischen Systems ist baugeschichtlich wichtig, weil sich daran der Uebergang von traditioneller Villenarchitektur zu modernen Materialien und Bauweisen ablesen laesst.

    Bau- und Werkrollen: 1926 Gartenzimmer: Koenen-System; keine persoenliche Aufsicht, Bauherrschaft oder eigene Planunterschrift Koenens belegt.

    Familien- und Berufsnetz: Kein Familienverhaeltnis zum Bauherrn oder zu Fritz Landauer belegt.

    Beleglage: B+ technisches Bauteilsystem, D persoenliche Baurolle. Marken-/Systembezeichnung nicht automatisch mit persoenlicher Beteiligung Koenens am Bau gleichsetzen.

    Offene Recherche: Bauakte 1926: Statik/Hersteller und Ausfuehrungsfirma der Betonrippendecke

  • Else (Elsie) Landauer, geb. Hirschmann

    1888 geboren laut biografischer Quelle; Tod offen · Ehepartnerin des Architekten, Familiennetz-Kandidatin

    Else beziehungsweise Elsie Hirschmann wird in Sekundaerquellen als Ehefrau Fritz Landauers genannt. Die Familie emigrierte spaeter nach London. Ihr Sohn Walter Landor (urspruenglich Landauer), geboren 1913, wurde als Graphikdesigner bekannt. Eine Verbindung Else/Elsies mit Carl Hirschmanns unmittelbarer Fürther Familie ist trotz gleichen Familiennamens bisher nicht eindeutig belegt; insbesondere darf sie nicht mit Alice Hirschmann, der Ehefrau Carl Hirschmanns, verwechselt werden.

    Bau- und Werkrollen: Keine eigenstaendige Bau- oder Entwurfsrolle am Haus Hirschmann nachgewiesen.

    Familien- und Berufsnetz: Ehemann Fritz Landauer, Sohn Walter Landor, moegliche weitere Kinder nach Genealogie; Beziehungsgrad zu Carl Hirschmann offen.

    Beleglage: B Sekundaer-/Genealogiedaten, keine Personenstandsregister gesehen. Else/Elsie nicht mit Alice Hirschmann verschmelzen. Familienbeziehungen Hirschmann-Zweige per Originalurkunde pruefen.

    Offene Recherche: Augsburger Ehe- und Geburtsurkunden, Londoner Melderegister

Bauphasen und Nutzung bis 1945

  1. 1875: Frankfurter Landstraße / spaeter Würzburger Str.49 – Erstbau eines eingeschossigen Sandsteinlandhauses mit Satteldach und Zwerchgiebel. Nie als Landauer-Neubau 1930/31 deuten.
  2. 1876: Würzburger Str.49 – Bade- und Waschhaus im Garten hinzugefuegt. Nebengebaeude, kein Hauptbau.
  3. 1878: Würzburger Str.49 – Uebergang an Bank Hirschmann & Kitzinger im Insolvenzkontext. Nicht persoenlich als Grundbuchbesitz der Bankiers ausgeben.
  4. 1881: Würzburger Str.49 Garten – Umbau Waschhaus zum Paechterwohnhaus mit Stall. Separater Umbau.
  5. 1882: Würzburger Str.49 Garten – Neue Holzremise mit Dreschboden. Neues Nebengebaeude.
  6. 1889: Würzburger Str.49 Garten – Gewachshaus und Gartenwirtschaft dokumentiert. 1889 Gartenereignis nicht Straßenumbenennung gleichsetzen.
  7. ab 1910: Würzburger Str.49 – Umbau des aelteren Landhauses zu groesserem Wohnraum. Erstbau bleibt 1875.
  8. 1910/1911: Würzburger Str.51 – Sommerhaus fuer Carl Hirschmann, Mansardwalmdach mit Jugendstil-/Heimatstilformen. Bauhistorie 1910, Denkmalinventar 1911; genaue Daten Bauakte.
  9. 1918: Würzburger Str.49/51 – Privatbank integriert, Gartenareal in Familienhaelften getrennt. Juristische Uebertragung vor Bauphase trennen.
  10. nach 1918: Würzburger Str.49 – Agrarische Nebengebaeude, Holzstaender- und Torfmull-Isolierung. Materialbeschreibung ohne exakten Baubeginn.
  11. 1920: Würzburger Str.51 – 30-Meter-Wirtschaftstrakt beantragt; nur ca. ein Drittel realisiert. Nie volle Laenge als gebaut ausgeben.
  12. 1920: Würzburger Str.51 – Chaletartiges Wohnhaus fuer Fanny Hirschmann beantragt, NICHT realisiert. Nicht als physisches Bauwerk importieren.
  13. 1926: Würzburger Str.51 – Gartenzimmer mit Betonrippendecke im Koenen-System. Mayer-Eming nur unabhaengig per Denkmalbeleg, Koenen nur Konstruktionssystem.
  14. 1929: Würzburger Str.51 – Beauftragung Cousin Fritz Landauer mit Ganzjahreshaus. Planauftrag nicht Fertigstellung.
  15. 1930/31: Würzburger Str.51 – Modernistischer Umbau mit Flachdach, Raumeinbauten, Bestand integriert. Nicht Totalneubau, Walmdachvariante nicht ausgefuehrt.
  16. 1930/31: Würzburger Str.51 – Genehmigung Flachdach-Fassung durch die Fürther Bauverwaltung. Aus der anstandslosen Genehmigung keine Ursache behaupten.
  17. 1937: Bankhaus Hirschmann & Kitzinger – Direktoren Carl Hirschmann/Gabriel Kitzinger verlieren unter NS-Druck Posten. Verfolgungsereignis getrennt von Hausverkauf.
  18. 1937: Würzburger Str.51 – Auswanderung Carl/Alice mit drei Soehnen; Verkauf an Georg Roth. 1936 bei RIJO vs November 1937 Roetsch.
  19. Juli 1939: Würzburger Str.49 – Gabriel Kitzinger und Familie fliehen nach Grossbritannien. Keine Aussage ueber vollstaendige Verwertung ohne Akte.
  20. 1940: London – Fritz Landauer gruendet Unternehmen fuer Grabmalgestaltung. Kontextbiografie nicht Fürther Objekt.

Quellenkonflikte

  • Carl Hirschmann Auswanderung: Datum offen, 1937 Roetsch als genauer, Emigrations-/Passregister als Schlichtung
  • Alter Landhausbau: 1875 kann zeitlich nicht Werk des um 1905 gegruendeten Bueros sein; Umbau um 1910
  • Sommerhaus Nr.51 Jahr: 1910/11 Zeitfenster, Originalplan/Fertigstellung pruefen
  • Wilhelm Horneber 1875: Kein personenscharfer Merge allein Namen; Urplan und Gewerbeakten
  • 1920 Wirtschaftstrakt: Bauvorhaben in Planung und Ausfuehrung teilen
  • 1920 Chalet: Ausschliesslich Planungsknoten; nie als physisches Haus
  • 1926 Koenen: Technisches System von persoenlicher Mitarbeit abgrenzen
  • Landauer Walmdach: Keine ausgefuehrte Dachphase erfinden
  • Hausverkauf 1937: Zeitzeugenmeinung nicht als Beweis frei ausgehandelten Marktkaufs lesen; Akten pruefen
  • Fanny/Else/Alice: Drei gesonderte Personen, trotz Familiennamen/Ortsbindung
  • Kitzinger Wilhelm/Friedrich: Keine Gleichsetzung; Vornamen und Berufe getrennt
  • Würzburger 49/51: Ein Areal, zwei physische Baukoerper und verschiedene Bauphasen
  • 1930 Neubau-Wortwahl: Als Umbau/Erweiterung, keine Totalneuerrichtung bezeichnen
  • Wohnort von Joseph Landauer: Keine automatische Haushalts-/Adresseidentitaet aus Familienbezug

Bildrechte bleiben ungeklärt. Die Inhalte sind eine Forschungsansicht, keine Veröffentlichung neuer kanonischer Personen- oder Gebäudeeinträge. Zum Häuserregister.

Menschen hinter den Bauten

Die Übersicht zeigt Namen, berufliche Funktionen und dokumentierte Werke. Ein Planer ist nicht automatisch Bauherr oder Eigentümer eines Hauses.

  • Felix Friedrich („Fritz“) Walter · Architekt · 24 Werkbeziehung(en)
  • Georg Kißkalt · Baumeister; Architekt · 17 Werkbeziehung(en)
  • Andreas Korn · Baumeister / Architekt (amtliche Werkzuschreibungen) · 16 Werkbeziehung(en)
  • Adam Egerer · Baumeister/Bauhandwerker · 14 Werkbeziehung(en)
  • Otto Holzer · Architekt; Baurat/Stadtbaurat; kommunale Bauverwaltung · 14 Werkbeziehung(en)
  • Moritz Haubrich · Baumeister / Architekt (amtliche Werkzuschreibungen) · 12 Werkbeziehung(en)
  • Hermann Herrenberger · Architekt; Oberbaurat; Stadtbaurat; Leiter Hochbauamt · 11 Werkbeziehung(en)
  • Simon Vogel · Architekt/Baumeister; Stadtbaurat · 7 Werkbeziehung(en)

Schulgebäude und Lazarettnutzungen

Sechs Haus-Schul-Zuordnungen sind als dokumentierte Standort- bzw. Baukörperbezüge erfasst. Der siebte Fall, Pfisterstraße 25, ist nur ein Kandidat. Hauptgebäude, Turnhallen und Dienstwohnungen bleiben getrennt.

  • Kaiserstraße 92 – Königliche Realschule, 1912–1920: Schulneubau und Realschulstandort.
  • Kaiserstraße 92 – Oberrealschule Fürth, 1920–1945: Fortgesetzte Schulnutzung desselben Schulhauptbaus.
  • Maistraße 19 – Volksschulen der Stadt Fürth, 1914–1918: Maischule und Reserve-Lazarettstandort.
  • Maistraße 17/19 – Volksschulen der Stadt Fürth, 1891–1914: Turnhalle des Maischul-Komplexes.
  • Schwabacher Straße 86/88 – Volksschulen der Stadt Fürth, 1914–1919: Schulhaus und Reserve-Lazarettstandort.
  • Pfisterstraße 25 – Volksschulen der Stadt Fürth, 1914–1919: Kandidat für Pfisterschule / Reserve-Lazarett. Zuordnung ungeklärt.
  • Königstraße 105 – Königliches humanistisches Gymnasium, 1901/02–1914: Überlieferter Turnhallen-Adressknoten.

Korrektur: falsche Nürnberger Baugeschichte

Für vier Bergstraßen-Adressen waren Baualter, Umbauten und Denkmaleigenschaften aus einer Nürnberger Liste übernommen worden. Diese Aussagen sind für Fürth nicht nachgewiesen und werden nicht mehr als Hausgeschichte dargestellt.

Die Stadt Fürth verwendet die amtliche Denkmalliste mit der Kennung 563000. Die Nürnberger Liste 564000 darf dafür nicht als Baukörperquelle dienen.

Offene Standortverbindungen

77 Haus-/Baugeschichte- und 79 weitere fachübergreifende Adresskandidaten werden getrennt von den bereits zugeordneten Bauwerken geführt. Eine identische Adresse reicht nicht zur historischen Gebäude- oder Eigentümeridentifikation.

156 Kandidaten, Seite 6 von 7.

  • Johann Jakob Heinrich Wüstendörfer – Elektrotechnisches Installationsbureau · Sommerstraße 4, p (spätestens 1899) – Firmenstandort

    Datierter Adresskandidat aus dem Fachregister; keine freigegebene Gebäudeidentität.

    Zu prüfende Adressbelege: Zeitstand 1 · Zeitstand 2 · Zeitstand 3 · Zeitstand 4

  • Johann Konrad Wüstendörfer – Metalldrückerwarenfabrik · Pfisterstraße 4, II (spätestens 1893 (Joh.-Kandidat); Johann Konrad direkt 1899) – Firmenstandort

    Datierter Adresskandidat aus dem Fachregister; keine freigegebene Gebäudeidentität.

    Zu prüfende Adressbelege: Zeitstand 1 · Zeitstand 2 · Zeitstand 3

  • Eduard Bock – Bader und Spezereihandlung · Königsstraße 2 (spätestens 1880) – Firmenstandort

    Datierter Adresskandidat aus dem Fachregister; keine freigegebene Gebäudeidentität.

    Zu prüfende Adressbelege: Zeitstand 1 · Zeitstand 2

  • Margaretha / Margarethe Müller – Wirtschaft Rednitzstraße 1 · Rednitzstraße 1 (spätestens 1880) – Firmenstandort

    Datierter Adresskandidat aus dem Fachregister; keine freigegebene Gebäudeidentität.

    Zu prüfende Adressbelege: Zeitstand 1 · Zeitstand 2

  • Wirtschaft Bergstraße 14 – Weinländer / Wirth / Zach · Bergstraße 14 (spätestens 1880) – Firmenstandort

    Datierter Adresskandidat aus dem Fachregister; keine freigegebene Gebäudeidentität.

    Zu prüfende Adressbelege: Zeitstand 1 · Zeitstand 2 · Zeitstand 3 · Zeitstand 4

  • Johann Rabus – Garküchenwirtschaft · Lilienstraße 1 (spätestens Mai 1867) – Firmenstandort

    Datierter Adresskandidat aus dem Fachregister; keine freigegebene Gebäudeidentität.

    Zu prüfende Adressbelege: Zeitstand 1 · Zeitstand 2 · Zeitstand 3 · Zeitstand 4

  • Levana-Kindergarten / Georg & Louise Mössel · Hirschenstraße 23 (spätestens 1867) – Firmenstandort

    Datierter Adresskandidat aus dem Fachregister; keine freigegebene Gebäudeidentität.

    Zu prüfende Adressbelege: Zeitstand 1 · Zeitstand 2 · Zeitstand 3

  • Christian Dannhorn – Lorgnettenfabrikation · Mohrenstraße 24 (spätestens 1867) – Firmenstandort

    Datierter Adresskandidat aus dem Fachregister; keine freigegebene Gebäudeidentität.

    Zu prüfende Adressbelege: Zeitstand 1 · Zeitstand 2

  • Heinrich Hirschmann – Färberei/Dekatur · Königsstraße 13 (spätestens 1891) – Firmenstandort

    Datierter Adresskandidat aus dem Fachregister; keine freigegebene Gebäudeidentität.

    Zu prüfende Adressbelege: Zeitstand 1 · Zeitstand 2 · Zeitstand 3 · Zeitstand 4 · Zeitstand 5 · Zeitstand 6

  • Lorenz Wettschureck – Großpfragnerei · Lilienstraße 2 (spätestens 1891) – Firmenstandort

    Datierter Adresskandidat aus dem Fachregister; keine freigegebene Gebäudeidentität.

    Zu prüfende Adressbelege: Zeitstand 1 · Zeitstand 2 · Zeitstand 3 · Zeitstand 4 · Zeitstand 5 · Zeitstand 6

  • Lorenz Limpert – Buchdruckerei · Blumenstraße 34 (spätestens 1895) – Firmenstandort

    Datierter Adresskandidat aus dem Fachregister; keine freigegebene Gebäudeidentität.

    Zu prüfende Adressbelege: Zeitstand 1 · Zeitstand 2 · Zeitstand 3 · Zeitstand 4 · Zeitstand 5

  • Xaver Zeidler – Bürstenfabrikation · Helmstraße 8 (spätestens 1891) – Firmenstandort

    Datierter Adresskandidat aus dem Fachregister; keine freigegebene Gebäudeidentität.

    Zu prüfende Adressbelege: Zeitstand 1 · Zeitstand 2 · Zeitstand 3

  • Fritz/Friedrich Meusel – Zigarrenhandel · Weinstraße 11 (spätestens 1895) – Firmenstandort

    Datierter Adresskandidat aus dem Fachregister; keine freigegebene Gebäudeidentität.

    Zu prüfende Adressbelege: Zeitstand 1 · Zeitstand 2 · Zeitstand 3 · Zeitstand 4 · Zeitstand 5 · Zeitstand 6

  • Johann Georg Arel – Drechslerwerkstatt · Bäumenstraße 29 (spätestens 1891) – Firmenstandort

    Datierter Adresskandidat aus dem Fachregister; keine freigegebene Gebäudeidentität.

    Zu prüfende Adressbelege: Zeitstand 1 · Zeitstand 2 · Zeitstand 3 · Zeitstand 4 · Zeitstand 5

  • J. David Müller – Trompetenfabrikation · Lessingstraße 11 (spätestens 1893) – Firmenstandort

    Datierter Adresskandidat aus dem Fachregister; keine freigegebene Gebäudeidentität.

    Zu prüfende Adressbelege: Zeitstand 1 · Zeitstand 2 · Zeitstand 3

  • Ernst Paul Rottenberger – Hornwaren-/Hornplattenfabrik · Hirschenstraße 22 (1880) – Firmenstandort

    Datierter Adresskandidat aus dem Fachregister; keine freigegebene Gebäudeidentität.

    Zu prüfende Adressbelege: Zeitstand 1 · Zeitstand 2

  • Johann Dester – Bretterhandel / Bauschreinerei · Theaterstraße 19 (1880) – Firmenstandort

    Datierter Adresskandidat aus dem Fachregister; keine freigegebene Gebäudeidentität.

    Zu prüfende Adressbelege: Zeitstand 1 · Zeitstand 2 · Zeitstand 3

  • Leopold Blumenfeld – Hopfenhandel · Mathildenstraße 6 (1880) – Firmenstandort

    Datierter Adresskandidat aus dem Fachregister; keine freigegebene Gebäudeidentität.

    Zu prüfende Adressbelege: Zeitstand 1

  • Johann Georg Dietsch – Spezerei / Wirtschaft · Marienstraße 16 (1880) – Firmenstandort

    Datierter Adresskandidat aus dem Fachregister; keine freigegebene Gebäudeidentität.

    Zu prüfende Adressbelege: Zeitstand 1 · Zeitstand 2 · Zeitstand 3

  • Ludwig Wassmuth – Glas-, Porzellan- und lackierte Blechwarenhandlung · Kohlenmarkt 207 (1859) – Firmenstandort

    Datierter Adresskandidat aus dem Fachregister; keine freigegebene Gebäudeidentität.

    Zu prüfende Adressbelege: Zeitstand 1

  • Gebr. Zolles – Zinnfigurenfabrik · Engelhardtstraße 6 (spätestens 1891) – Firmenstandort

    Datierter Adresskandidat aus dem Fachregister; keine freigegebene Gebäudeidentität.

    Zu prüfende Adressbelege: Zeitstand 1 · Zeitstand 2

  • Conrad / C. Schildknecht & Sohn – Zinnfigurenfabrik · Schwabacherstraße 39 (1891) – Firmenstandort

    Datierter Adresskandidat aus dem Fachregister; keine freigegebene Gebäudeidentität.

    Zu prüfende Adressbelege: Zeitstand 1 · Zeitstand 2 · Zeitstand 3

  • G. Schildknecht's Nachfolger – Feingoldschlägerei · Sternstraße 13 (1899) – Firmenstandort

    Datierter Adresskandidat aus dem Fachregister; keine freigegebene Gebäudeidentität.

    Zu prüfende Adressbelege: Zeitstand 1 · Zeitstand 2 · Zeitstand 3

  • Wolfgang Kleinlein – Landesproduktenhandel · Katharinenstraße 4 (1899) – Firmenstandort

    Datierter Adresskandidat aus dem Fachregister; keine freigegebene Gebäudeidentität.

    Zu prüfende Adressbelege: Zeitstand 1

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