Stadt Fürth

Kleeblattmuseum · Fürther Medizingeschichte bis 1945

Apotheken und Apotheker in Fürth

Hinter den alten Apotheken stehen nicht nur Ladentüren, sondern Familien, Schutzrechte, jüdische und christliche Medizinkultur und die Geschichte immer neuer Anschriften.

Die folgenden Geschichten verbinden FürthWiki-Quellen mit dem Häuser-, Personen- und Apothekenregister. Ein Apothekenname kann mehrere Häuser bezeichnen; eine Hausanschrift ist nicht automatisch eine Person oder eine Firmenidentität.

Geschichten hinter den Apotheken

17. und 18. Jahrhundert

Die ersten jüdischen Apotheken

Jehuda Löb/Löw ben Benjamin und seine Familie betrieben eine frühe Apotheke am Königsplatz. Eine weitere jüdische Arzneiversorgung ist in der späteren Mohrenstraße belegt. Diese Ortsgeschichten sind nicht mit der späteren christlichen Löwen-Apotheke an der Königstraße 38 gleichzusetzen.

Zur Löw-Familie und den Quellen →

1729 bis 1941

Die Löwen-Apotheke an der Königstraße

Das Privileg Johann Hofmanns und die Nachfolge der Familien Fleischauer und Kühnlein zeigen, wie eng Apothekenrechte, Heiraten und Eigentum zusammenhingen. Die einzelnen Familienmitglieder werden quellenkritisch getrennt.

Zum historischen Standort →

1668 bis 1945

Das lange Wanderleben der Stern-Apotheke

Marktplatz 11, Königstraße 72, Königstraße 74 und Mathildenstraße 28 waren nacheinander verschiedene Gebäude. Umbau 1908 und Geschäftsverlegung 1911 sind nach den bisherigen Quellen keine identischen Ereignisse.

Zur Bau- und Hausgeschichte →

1894 bis 1895

Ein Streit um Apothekenrechte

Die Mohren-Apotheke wollte die Königstraße verlassen. Nach Einspruch der Hirsch-Apotheke wurde der Antrag auf einen Neubau an Blumen-/Hirschenstraße abgelehnt. Ein dort geplanter Laden darf also nicht als tatsächlich eröffnet gelten.

Zum Antrag und zum Ablehnungsbescheid →

Sechs Apothekenbiografien

Die Geschichte der Menschen hinter den Offizinen: Lebenswege, Berufe und verbundene Häuser.

Friedrich Jakob August Fleischauer

Apotheker und letzter langjähriger Familieninhaber der Löwenapotheke

Im Fürther Apothekenwesen des frühen 20. Jahrhunderts verkörpert Friedrich Jakob August Fleischauer den Übergang vom über Generationen geführten Familienbetrieb zu einer neuen Eigentümerfolge.

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Andreas Jacob Barthel

Apotheker und Bauherr Königstraße 74

Die Fürther Sternapotheke veränderte die Königstraße im 19. Jahrhundert durch einen eigens errichteten Neubau. Als Bauherr erscheint Andreas Jacob Barthel.

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Heinrich Stadelmann

Apotheker der Sternapotheke, Bauumbau und Standortwechsel

Die Geschichte Heinrich Stadelmanns ist an zwei Fürther Adressen und eine wichtige Unterscheidung zwischen Hausumbau und Betriebsverlegung gebunden.

Biografie lesen →

Sebastian Hertlein

Apotheker der Mohrenapotheke und Antragsteller 1894

Sebastian Hertlein steht für die Konkurrenz um Apothekenstandorte in einer wachsenden Stadt.

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Ludwig Schild

Besitzer der Sternapotheke, in Adressbüchern 1926/27–1934 genannt

Die Betreiberfolge der Sternapotheke führt in die jüdische Fürther Stadtgeschichte der 1930er-Jahre.

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Ernst Gustav Rattelmüller

Gründer der Hirschenapotheke und Betreiber der Weinstraße 1

Die staatlich genehmigte Eröffnung der Hirschenapotheke macht Rattelmüller zu einer wichtigen Figur der städtischen Gesundheits- und Wirtschaftsgeschichte.

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Alle sechs Lebensgeschichten →

Neue Häuser- und Apothekenforschung v245

Vom frühen Apothekenhaus an der Mohrenstraße über die jüdische Hausvorgeschichte der Löwen-Apotheke bis zur neuen Billing-Apotheke im Apothekennotdienst 1931: die Quellen zeigen verschiedene Lebensgeschichten und wichtige Datierungsfragen.

Historische Quellen und offene Fragen lesen →

Abgrenzung: Medizinische Drogerien sind keine Apotheken

Die Drogerie Tischendorf bot über Generationen Materialwaren, Gesundheits- und Pflegeartikel an. 1937 nennt eine Pressechronik zwölf Fürther Fachdrogerien mit historischen Geschäftsanschriften. Ihre Handelsgeschichte ist neben, nicht innerhalb der Apothekenkonzessionen zu erforschen.

Drogerie Tischendorf → · Fachdrogerien 1937 →

Löwen-Apotheke

Einzelne Quellenbelege – auch widersprüchliche Datierungen und Namensformen bleiben sichtbar.

um 1640

Jehuda Löb/Löw ben Benjamin eröffnet eine frühe Apotheke

FürthWiki verbindet den jüdischen Arzt Jehuda Löb/Löw ben Benjamin und seine Apotheke mit dem alten Standort am Königsplatz 2. Die Apotheke wird im Zusammenhang mit einer schweren Krankheitssituation um 1640 beschrieben.

Offene Prüfung: Der historische Königsplatz-Standort ist nicht das spätere Haus der christlichen Löwen-Apotheke an der Königstraße 38. Ein Epidemiename und die genaue Geschäftsgründung sind in diesem Hinweis nicht primär belegt.

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1662

Leibarzt-Examen und kaiserlicher Freibrief

Der Arzt Löb/Löw ließ seine pharmazeutischen Kenntnisse 1662 durch einen kaiserlichen Leibarzt prüfen und erhielt nach FürthWiki eine Erlaubnis zur Herstellung und zum Vertrieb von Arzneimitteln.

Offene Prüfung: Quellenfolge als sekundärer Bericht; Personenidentität nicht mit dem Sohn Wolf oder mit Moses Löw automatisch verschmelzen.

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1676/1687

Apothekenrechte zwischen Bamberg und Nürnberg

FürthWiki nennt einen dompropsteilichen Freibrief vom 29. Dezember 1676 für die Brüder Wolf und Moses, der 1687 bestätigt worden sei. Die Rechte waren Teil von Streitigkeiten zwischen den Herrschaftsträgern.

Offene Prüfung: Rechtsakte, Examen und tatsächliche Ladenstandorte sind zu trennen. Brüderverhältnis Wolf–Moses nicht mit der Vater-Sohn-Linie Jehuda Löb ohne Personenprüfung verkürzen.

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1696/1717

Wolf Löw und die Erben-Apotheke

Wolf Löw ging laut FürthWiki 1696 nach Prag; der Vetterplan 1717 verzeichnet am Königsplatz noch die Apotheke seiner Erben.

Offene Prüfung: Ein Eintrag von 1717 beweist nicht den durchgängigen persönlichen Betrieb durch den 1696 fortgezogenen Wolf oder die Identität mit der Apotheke von 1729.

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12. Januar 1729

Ein eigenständiges Privileg am späteren Standort Königstraße 38

FürthWiki referiert ein Privileg von 1729 für Johann Hofmann; die spätere christliche Löwen-Apotheke an der Königstraße 38 wird ausdrücklich von der älteren jüdischen Apotheke getrennt.

Offene Prüfung: Der Name Löwen-Apotheke und der Standort sind nicht dieselbe juristische oder bauliche Kontinuität wie die historische Apotheke am Königsplatz 2.

Passende Ortsdossiers: · medbau-051

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1777/1791/1812

Die Apothekerfamilie Fleischauer und Christian Georg Kühnlein

Die Hofmann-Witwe heiratete 1777 Nicolaus Christoph Fleischauer. Ihre Nachfolgerin heiratete 1791 den Apothekenprovisor Christian Georg Kühnlein; 1812 wird Johann Conrad Fleischauer als Übernehmer beschrieben.

Offene Prüfung: Die drei familiären Vorgänge sind nicht ein einziger Eigentumswechsel. Personen und Generationen anhand der originalen Heirats- und Apothekenakten prüfen.

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1854–1891

Fleischauer-Namenskette im vorhandenen Master

Der Gesamtmaster nennt Jakob Fleischauer 1854 als Besitzer, Friedrich Fleischauer 1870 als Apotheker und Johann Friedrich Fleischauer 1891 an der Königstraße 38. FürthWiki erschließt weitere Träger der Apotheke über fünf Generationen.

Offene Prüfung: Die beiden verschiedenen historischen Namens- und Adressbuchreihen sind nicht durch bloße Übereinstimmung des Familiennamens aufzulösen. Keine Gleichsetzung mit dem Arzt Ernst Fleischauer.

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1941

Später Betreiberwechsel zur Familie Schauwecker

FürthWiki verzeichnet die Übernahme der Löwen-Apotheke 1941 durch Kurt Schauwecker. Es ist ein wichtiger Endpunkt der früheren Familiengeschichte bis 1945.

Offene Prüfung: Die 1974 geschlossene Apotheke und die spätere Altstadtsanierung sind Nachkriegskontext, nicht automatisch ein Befund zur Situation 1941.

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Mohren-Apotheke

Einzelne Quellenbelege – auch widersprüchliche Datierungen und Namensformen bleiben sichtbar.

1690–1717

Frühe jüdische Arzneiversorgung in der Mohrenstraße

Die zweite Apotheke im Kreis der Löw-Familie befand sich im Bereich der späteren Mohrenstraße 12. Im Vetterplan 1717 ist eine Apotheke Moyses Löws nachweisbar.

Offene Prüfung: Das Wohnhaus 394 und die Mohrenstraße 12/der heutige Straßenraum sind verschiedene Adresszeitstände. Nicht mit Königstraße 82 zu einem physischen Haus verbinden.

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1723–1738

Moyses Samuel und Joseph Engel

Nach FürthWiki führten Moyses Samuel und zeitweilig sein Stiefvater Joseph Engel die Apotheke weiter; 1738 wird Moyses Samuel als alleiniger Inhaber genannt.

Offene Prüfung: Moyses Samuel ist nicht automatisch mit Moyses Löw gleichzusetzen; die Familienbeziehung beruht auf sekundär zitierten Grundakten.

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1790–1803

Kayla Hirsch und weitere frühe Betreiber

Kayla Hirsch erbte laut FürthWiki 1790 den Apothekenbesitz; Isaac Hirsch wird 1797 als Apotheker genannt, anschließend Paul Tobias und Konrad Christoph Burger als Namenseinträge.

Offene Prüfung: Erbfall, tatsächliche Ausübung des Apothekerberufs und Pächter-/Inhaberrolle sind auseinanderzuhalten. Keine Identitätsfusion der Burger-Namen.

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1714 / 1717

Unvereinbare Gründungs- und Namenszuschreibungen

Das ältere Stadtlexikon nennt 1714 als Gründungsjahr, während FürthWiki zwei unterschiedliche Apotheken des Jahres 1717 dokumentiert: eine jüdische Apotheke an der späteren Mohrenstraße und eine sogenannte Neue Apotheke bei der späteren Königstraße 82.

Offene Prüfung: 1714 ist bisher keine sichere Gründung des heutigen Betriebs an Königstraße 82. Die Namen könnten historisch später übertragen worden sein.

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1809 / 15. März 1819

Umzug oder Erwerb: Mohrenstraße nach Königstraße 82

FürthWiki erwähnt an einer Stelle eine Verlagerung durch Friedrich August Meier 1809, weist aber zugleich eine aus einer Archivakte überlieferte Kaufurkunde vom 15. März 1819 für die Königstraße nach.

Offene Prüfung: 1809 als frühere Betriebs- oder Namenserwähnung und 1819 als beurkundeter Immobilienkauf sind nicht gleichzusetzen. Den tatsächlichen Öffnungstermin am neuen Standort prüfen.

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1846–1868

Eduard Meier, Typhus und Sebastian Hertlein

FürthWiki nennt den Apotheker Eduard Meier/Mayer in der Nachfolge von 1846, dessen Tod im Dezember 1867 laut Chronik mit Typhus in Verbindung gebracht wird. Sebastian Hertlein übernahm 1868.

Offene Prüfung: Die Schreibformen Meier/Mayer und medizinischer Todesbefund sind ohne Sterbeakte offen; für den Apothekerberuf besteht kein Beweis einer medizinischen Approbation als Arzt.

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1894–1895

Beantragter Standortwechsel abgelehnt

Sebastian Hertlein wollte die Mohren-Apotheke von Königstraße 82 zur Ecke Blumen-/Hirschenstraße verlegen. Nach Widerspruch des Hirschen-Apothekers wurde der Antrag 1895 abgelehnt.

Offene Prüfung: Die beantragte Verlegung ist ausdrücklich NICHT erfolgt und begründet keine neue Mohren-Apothekenadresse. Regierungsakte Stadtarchiv Fürth AGr. 5/731 prüfen.

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1898–1901

Richard Hertlein und der Neubau von 1901

Der Apotheker Richard Hertlein erhielt 1899 die Erlaubnis für die Mohren-Apotheke und errichtete 1901 an der Königstraße 82 einen Neubau anstelle des kleineren Vorgängerhauses.

Offene Prüfung: Für das aktuelle Bauwerk ist der Baubeginn 1901 nicht das Gründungsjahr der Apotheke. Vater Sebastian und Sohn Richard getrennt darstellen.

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1909–1910

Verkauf an Theodor Mizler und Konzession

FürthWiki referiert einen Kaufvertrag von November 1909 und den Konzessionsbescheid von Januar 1910 für den Apotheker Theodor Mizler.

Offene Prüfung: Kaufvertrag, Übergang des Eigentums und amtliche Betriebserlaubnis sind verschiedene Vorgänge.

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26. April 1938

Betriebserlaubnis für Adolf Strehl

Ein im FürthWiki-Artikel zitierter Verwaltungsakt nennt die Betriebserlaubnis für Adolf Strehl vom 26. April 1938.

Offene Prüfung: Die Betriebserlaubnis allein sagt nichts über die Gründe eines Vorbesitzerwechsels oder NS-Verfolgung aus.

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Stern-Apotheke

Einzelne Quellenbelege – auch widersprüchliche Datierungen und Namensformen bleiben sichtbar.

1605–1668

Gasthaus, Hausbrand und Stern-Apotheke am Marktplatz

Marktplatz 11 begann nach FürthWiki als frühes Wirtshaus von Endres Schindler. Der Hausbestand wurde nach Brandfolgen 1661 neu errichtet; 1668 kaufte Johann Deiner das Anwesen und betrieb die Stern-Apotheke.

Offene Prüfung: Das Apothekengeschäft von 1668 ist nicht im ursprünglichen Wirtshausbau von 1605 nachgewiesen. Häuserchronologie und Apothekenrecht getrennt halten.

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1697–1819

Die Familie Barthel und die historische Hausnummer 73

Johann Jakob Barthel übernahm 1697 die Apotheke. Spätere Adressbücher nennen 1807/1819 einen Barthel als Apotheker zum Stern am Markt, Hausnummer 73.

Offene Prüfung: Der Master enthält aus dem 1819er Originaldruck sowohl Andreas als auch Alexander als dritten Vornamen; nicht automatisch zu einer eindeutigen Person fusionieren.

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1837 und 1843

Zwei Stationen an der Königstraße

1837 ging der Apothekenbetrieb vom Marktplatz in die Königstraße 72, wo vorher das Gasthaus zur blauen Glocke war. 1843 entstand die neu eingerichtete Apotheke auf der benachbarten Königstraße 74.

Offene Prüfung: Die Gebäude Königstraße 72 und 74 sind getrennte Baukörper; 1837 und 1843 sind verschiedene Standortereignisse, keine zwei unterschiedlichen Apothekeninstitutionen.

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1906–1911

1908 Umbau, 1911 Betriebsverlagerung nach Mathildenstraße 28

FürthWiki nennt eine 1908 erfolgte Umgestaltung des Hauses Mathildenstraße 28 durch Ebert und Müller für Heinrich Stadelmann, die tatsächliche Verlegung der Stern-Apotheke 1911.

Offene Prüfung: Das ältere Stadtlexikon führt 1908 als Verlegungsjahr. Die unterschiedlichen Jahresangaben könnten Vorbereitung/Bau vs. Geschäftsumzug bezeichnen; Originalkonzession AGr.5/718 und Adressbücher 1907/09/11 prüfen.

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1931–1935

Ludwig Schild und die Stern-Apotheke

FürthWiki führt Ludwig Schild als Apothekenbesitzer 1931 und ein inseriertes Geschäft im Israelitischen Gemeindeblatt 1935. Zwei spätere Wiedergutmachungsakten benennen ihn als früheren jüdischen Eigentümer des Anwesens Mathildenstraße 28.

Offene Prüfung: Anzeige/Adressbuch und Nachkriegsakten begründen noch keine sichere Übertragung, Enteignungsdatierung oder Lebensgeschichte der NS-Zeit. Akten BLVW Nr. 1932/1933 als zusammengehörigen Fall lesen.

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Hirsch-Apotheke

Einzelne Quellenbelege – auch widersprüchliche Datierungen und Namensformen bleiben sichtbar.

8. August 1873 / 10. Juni 1874

Konzession und tatsächliche Eröffnung

Ernst Gustav Rattelmüller erhielt 1873 eine Konzession und eröffnete die Hirschenapotheke am 10. Juni 1874 an der damaligen Weinstraße 1.

Offene Prüfung: Im v240-Master steht Ernst Ludwig Gustav Rattelmüller. Namenskürzung versus weitere Vornamen durch Originalkonzessionsakte prüfen. Die historische Adresse nicht ungeprüft mit sämtlichen Gebäudeteilen der heutigen Rudolf-Breitscheid-Straße 1 gleichsetzen.

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1894–1895

Schutz vor benachbarter Verlegung

Der Betreiber der Hirschen-Apotheke wandte sich 1894 gegen den geplanten Umzug der Mohren-Apotheke an die Blumen-/Hirschenstraße. Die Regierung lehnte 1895 den Antrag ab.

Offene Prüfung: Der Einspruch belegt einen Apothekenrechtskonflikt, keine nachweislich eröffnete Konkurrenzapotheke am beantragten Standort.

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Apothekenlandschaft

Einzelne Quellenbelege – auch widersprüchliche Datierungen und Namensformen bleiben sichtbar.

1907–1909

Grüne Schlange in Burgfarrnbach: Betrieb und Bau nicht identisch

Die heutige Apotheke zur Grünen Schlange gibt ihren Betriebsbeginn mit 1907 an; das ältere Stadtlexikon nennt 1908. Die Stadt Fürth datiert das Apothekerhaus am Kapellenplatz 1 auf etwa 1909.

Offene Prüfung: Betriebsgründung, Gründung eines Apothekenrechts und Bauzeit sind nicht dieselben Ereignisse. Burgfarrnbach war erst ab 1923 Teil Fürths; keine Gleichsetzung mit der Fürther Innenstadtstatistik von 1907.

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1807 und 1936

Zählweisen der Arzneiversorgung

Das historische Stadtlexikon nennt für 1807 fünf Apotheker beziehungsweise Apothekenbesitzer; der v232-Quellenblock überliefert 1936 zehn Apotheken als Betriebe.

Offene Prüfung: Zwei verschiedene Jahre, möglicherweise verschiedene Gebietsumfänge; Apothekerpersonen, realrechtliche Apotheken und Drogerien nie gleichzusetzen.

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Offene Familien- und Adressforschung

Die Apothekenfamilien Löw, Fleischauer, Barthel, Hertlein, Schild und Rattelmüller berühren die jüdische Geschichte Fürths, kommunale Konzessionen und die Baugeschichte. Eine Eigentümerschaft oder Heirat ist kein automatischer Nachweis einer ärztlichen Tätigkeit.

Stern: 1908 oder 1911?

1908 ist Bau-/Ladenumbau nach FürthWiki Mathildenstraße 28; 1911 die explizite Apothekenverlegung. Älteres Lexikon nennt 1908 für Verlegung.

Nächster Originalbeleg: StadtA AGr.5/718 und Geschäftsadressbücher 1905–1913

Mohren: 1714 oder 1717?

Stadtlexikon 1714; FürthWiki 1717 jüdische Apotheke Mohrenstr. und separate Neue Apotheke Königstr.82. Kein eindeutiger gemeinsamer Gründungsfall.

Nächster Originalbeleg: Vetterplan 1717, Salbuch 1700, Grundakte Königstraße 82

Mohren: 1809 oder 1819?

FürthWiki nennt Umzug 1809, zitiert Kaufurkunde Königstr.82 15.03.1819. Miet-, Lizenz-, Kauf- und Eröffnungsdatum separat prüfen.

Nächster Originalbeleg: StadtA AGr.5/730 Originalakte und Adressbücher 1807–1828

Stern: Johann Deiner oder Deinert?

FürthWiki nennt Johann Deiner, Schwammberger Johann Deinert. Zur Sicherung von Taufe/Grab/Konzession nicht automatisch zwei Personen anlegen.

Nächster Originalbeleg: Marktplatzgrundakten 1668, Kirchen-/Schutzregister

Rattelmüller: Ernst Gustav / Ernst Ludwig Gustav

FürthWiki Gründungsartikel nennt Ernst Gustav, der Master 1880/1891 Ernst Ludwig Gustav; keine neue Person auf Namensvariante stützen.

Nächster Originalbeleg: 1873 Mittelfranken-Konzessionsakte und Adressbuch 1880/1891

Löwen: jüdisch vs christlich und Baukörper

Frühe Löw-Apotheke Königsplatz 2, christliche Neuanlage um 1729 an Königstr.38; gleicher Name ≠ historische Gebäudeidentität.

Nächster Originalbeleg: Vetterplan/Grundakt Königsplatz 2 und Königstr.38

Fleischauer: Jakob/Friedrich/Johann Friedrich

Master 1854/1870/1891 enthält drei Namensformen; FürthWiki ergänzt weitere Generationen; nur direkte Datensätze, keine Fusion mit Arzt Ernst Fleischauer.

Nächster Originalbeleg: Primäre Konzessionen, Familienregister, BSB 1854/1891

Stern: Barthel Andreas oder Alexander?

Originaldruck 1819 nennt in Registern Andreas und Alexander, im Master v218/v219 dokumentiert; kein stiller Identitätsentscheid.

Nächster Originalbeleg: Original Adressbuch 1819, ggf. Kirchen-/Taufakten

Ludwig Schild: Eigentum/Betrieb/Verfolgung

Apothekenbetrieb 1931/35, retrospektive BLVW-Akten 1948–1953 nennen ehem. jüd. Hauseigentümer. Eigentumswechsel/Verfolgung nicht ohne Akteneinsicht behaupten.

Nächster Originalbeleg: StA Nürnberg BLVW Nr.1932/1933, Gewerbe- und Melderegister

Grüne Schlange 1907/1908/1909

Apothekenbetreiber nennt 1907, Stadtlexikon 1908, Stadt Fürth Bau um 1909. Betriebliche und bauliche Anfänge unterscheiden.

Nächster Originalbeleg: Burgfarrnbach-Konzession, Adressbuch 1907–1911, Hausakte Kapellenplatz 1

Stern Markt 1830 vs Verlegung 1837

Marktplatz-Hausartikel nennt Betrieb bis 1830, Stern-Artikel und Lexikon Verlegung 1837. Letzte sieben Jahre ungeklärt.

Nächster Originalbeleg: Adressbücher und Eigentümerakten 1827/1836/1837