Jüdisches Krankenhaus Fürth
Geschichte des Hospitals in der Theaterstraße, Krankenpflege und Verfolgung.
Kleeblattmuseum · Fürther Medizin- und Familiengeschichte
Pflege, Familienleben und Verfolgung: Das jüdische Krankenhaus in der Theaterstraße verbindet die Geschichte Fürths mit den Lebenswegen von Krankenschwestern und ihren Angehörigen.
Geschichte des Hospitals in der Theaterstraße, Krankenpflege und Verfolgung.
Lebensgeschichte einer Fürther Krankenschwester mit Quellen zur Frankfurter Tätigkeit.
Familiengeschichte, berufliche Spuren und offene Originalquellenfragen.
Von Fürth über Frankreich nach Auschwitz: Erwin Isaak Farntrogs Biografie rekonstruiert anhand französischer Gedenkquellen seine Internierung in Casseneuil und die Deportation mit Konvoi Nr. 30 im September 1942.
Die jüngste Tochter der Familie: Emmy Esther Farntrog wurde 1925 geboren. Ihre Biografie behandelt Kindheit, Verfolgung und die noch offenen individuellen Deportationsnachweise.
Die Tochter von David und Ella Farntrog konnte nach der Familienüberlieferung in die USA auswandern. Ihre Biografie untersucht den Überlebensweg und die noch fehlenden amerikanischen Originalnachweise.
Die Ehefrau von David Farntrog und Mutter von Jeannette Ilse, Ruth und Edith Rosalie: Ellas Biografie untersucht ihren Tod 1940 in Erlangen, die Familiengeschichte und offene Originalquellen.
Das Jüdische Krankenhaus in Fürth stand in einer langen Tradition jüdischer Krankenfürsorge. Am 1. November 1846 wurde das Gebäude in der Theaterstraße 36 eröffnet. Die Einrichtung entwickelte sich weiter; ihre Geschichte erzählt auch von Ausbildung und beruflicher Tätigkeit jüdischer Pflegekräfte.
1940 wurde eine jüdische Krankenpflegeschule in der Blumenstraße 31 anerkannt. Die Namen der Schülerinnen lassen sich aus den hier ausgewerteten Überblicksquellen noch nicht sicher rekonstruieren. Unter der nationalsozialistischen Verfolgung wurden Menschen aus dem Umfeld des Krankenhauses deportiert. Die genaue Zuordnung einzelner Beschäftigter zu den Transporten erfordert den Abgleich mit namentlichen Originallisten.
Betti Bilha Farntrog wurde am 21. Oktober 1920 in Fürth geboren. Ihre Eltern waren Lazarus Elieser Farntrog und Jettchen Jael, geborene Nachmann. Ab dem 3. Juli 1941 arbeitete sie als Krankenschwester am jüdischen Krankenhaus in der Frankfurter Gagernstraße 36. Ihre Deportation wird auf den 11. Juni 1942 datiert.
Über ihren Todesort sind unterschiedliche Angaben überliefert. Solange der Widerspruch nicht durch einen belastbaren Einzelnachweis geklärt ist, wird hier kein bestimmter Ort als gesichert angegeben.
Ausführliche Biografie und historisches Porträt in der Jüdischen Pflegegeschichte ↗
Lazarus Elieser Farntrog wurde am 10. April 1886 in Fürth geboren. Die biografischen Überlieferungen verbinden ihn mit dem Textilhandel und dem Rotkreuzdienst während des Ersten Weltkriegs. Seine Familie war eng mit der Geschichte jüdischer Pflegekräfte verbunden.
Bei der Zuordnung von Edith Rosalie Farntrog zu ihren Eltern widersprechen sich veröffentlichte Darstellungen. Eine eindeutige Elternschaft wird deshalb hier nicht behauptet. Auch Ruth Farntrogs individueller Deportationsweg ist bislang nicht durch eine namentliche Originalliste abgesichert.
Ein Fotoalbum des Krankenhauses aus dem Jahr 1936 mit 42 Aufnahmen ist unter der Archivsignatur CAHJP D-Fu1-899 nachgewiesen. Für Betti ist ein historisches Porträt in der Jüdischen Pflegegeschichte veröffentlicht. Die Bilder werden hier verlinkt statt ohne geklärte Nutzungsrechte kopiert.